Deutscher Journalisten-Verband fordert konstruktive Tarifverhandlungen bei WDR und NDR in Nordrhein-Westfalen; Fortschritte in Verhandlungen fehlen
Konstruktive Verhandlungen gefordert
Der Deutsche Journalisten-Verband fordert den WDR und den NDR zu konstruktiven Tarifverhandlungen auf.
Anlass sind die heutigen Warnstreiks bei den beiden Sendern, zu denen der DJV-NRW und der DJV Nord aufgerufen haben. Die laufenden Tarifverhandlungen haben bisher zu keinen Fortschritten für die Beschäftigten bei den beiden ARD-Anstalten geführt. Die WDR-Geschäftsführung erneuerte in der vierten Verhandlungsrunde am gestrigen Mittwoch ihr „Angebot“ einer Nullrunde in diesem Jahr und wahrscheinlich je ein Prozent mehr für 2027 und 2028, nur im Falle einer Beitragserhöhung von je zwei Prozent. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll 35 Monate betragen. Dagegen steht die DJV-Forderung nach sieben Prozent Einkommensverbesserungen für Feste und Freie bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Ähnlich ist die Situation beim NDR. Auch hier soll eine noch nicht bezifferte Tariferhöhung an die Entwicklung des Rundfunkbeitrags gekoppelt werden. Und auch hier soll der Tarifvertrag 35 Monate gelten. DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster wirft den beiden Sendern „tarifpolitische Erpressungsversuche“ vor: „Es kann nicht sein, dass die Journalistinnen und Journalisten bei WDR und NDR bei fast drei Prozent Inflationsrate geduldig abwarten sollen, bis der Rundfunkbeitrag steigt.“ Hier sei mehr Flexibilität der Arbeitgeber gefordert.
Der Warnstreik beim Westdeutschen Rundfunk hat um 2 Uhr begonnen und soll bis 1. Mai, 2.00 Uhr dauern. Neben der WDR-Zentrale in Köln sind mehrere Standorte in Nordrhein-Westfalen betroffen. Beim NDR liegen die Streikschwerpunkte in Hamburg und Hannover. „Ich rufe alle Kolleginnen und Kollegen bei den beiden Sendern auf, sich an den Arbeitskämpfen zu beteiligen“, sagt der DJV-Vorsitzende. „Es geht um nichts Geringeres als um mehr Einkommen und mehr Wertschätzung für qualitativ hochwertige journalistische Arbeit.“
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