Landeshauptstadt Dresden veranstaltet Tag der Städtebauförderung in Dresden; Drei Rundgänge an drei Orten
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Der Tag der Städtebauförderung ist ein bundesweiter Aktionstag und findet jedes Jahr im Mai statt. Er bietet eine Plattform, die Bürgerinnen und Bürger über die Aufgaben, Erfolge, Leistungen und Ziele der verschiedenen Städtebauförderprogramme direkt vor Ort zu informieren. Auch das Engagement der beteiligten Akteure an der Quartiersentwicklung soll gewürdigt werden.
- Mai 2026 – drei Rundgänge an drei Orten
Erfahren Sie mehr über Aktionen zum Tag der Städtebauförderung in verschiedenen Dresdner Stadtteilen in den vergangenen Jahren!
Seevorstadt-Ost: “Der Grüne Bogen blüht auf”
DerGrüne Bogen– die südliche Verbindungzwischen Prager Straße und Reitbahnstraße, Höhe Breslauer Straße– verwandelte sich am 10. Mai 2025 zu einem temporär blühenden Ort zum Verweilen mit Angeboten für Groß und Klein. Nach der Begrüßung durch den Baubürgermeister Stephan Kühn stellte das Amt für Stadtplanung und Mobilität das neue Städtebaufördergebiet„Lebenswertes Stadtzentrum“und den Planungsfortschritt als Modellprojekt des Sonderförderprogramms „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ vor.
Das Bönischplatzfest feierte im Jahr 2025 sein zehnjähriges Jubiläum. Der Statteilverein Johannstadt e. V. verwandelte denBönischplatzzu einem Festplatz. Mitarbeitende der Landeshauptstadt Dresden waren ebenso mit zwei Infoständen zu den aktuellen Entwicklungen im Stadtteil vor Ort.
Die Entwicklung der Robotronkantine zum Kultur- und Begegnungsort
Die Landeshauptstadt Dresden lud alle Dresdnerinnen und Dresdner sowie die Nachbarschaft und Gäste der Stadt am Samstag, 10. Mai 2025, in dieRobotronkantineein. An diesem einmaligen Ort gab es konnten Interessierte bei zwei Führungen in die Vergangenheit und Zukunft der ehemaligen Kantine des VEB Robotron eintauchen, miteinander ins Gespräch kommen und mehr über das Förderprogramm erfahren.
Festspielhaus Hellerau – hinter den Kulissen
Im Jahr 2024 lud das Amt für Stadtplanung und Mobilität Dresdens Bürgerinnen und Bürger zu einem Blick hinter die Kulissen in das Festspielhaus Hellerau ein. Bei öffentlichen Rundgängen zeigten die Architekten, was mit Hilfe der Förderung bisher alles neu gestaltet werden konnte.
Neues Residenz- und Probezentrum im Ostflügel
Durch die in 2024 beendeten Sanierungsarbeiten am denkmalgeschützten Ostflügel ergeben sich vollkommen neue Ein- und Durchblicke im Objekt. In der ehemaligen Kaserne wird ein Residenz- und Probezentrum für das Europäische Zentrum der Künste Hellerau (EZKH) entstehen.
Teilnehmende blicken am Tag der Städtebauförderung hinter die Kulissen
Schlüsselprojekt im Gebiet „Gartenstadt Hellerau“
Das Gesamtareal des Festspielhauses ist ein Schlüsselprojekt der Stadterneuerung innerhalb des Fördergebietes „Gartenstadt Hellerau“. In das gesamte Gelände wurden bislang insgesamt etwa 14 Millionen Euro Städtebaufördermittel des Bundes und des Freistaats Sachsen aus den Programmen „Städtebaulicher Denkmalschutz“ und „Lebendige Zentren“ investiert, ergänzt durch weitere etwa 12 Millionen Euro der Landeshauptstadt Dresden.
Blick auf das Areal vom Festspielhaus Hellerau
Johannstadt: Grundsteinlegung am neuen Stadtteilhaus
Am Tag der Städtebauförderung 2023 legte Baubürgermeister Stephan Kühn den Grundstein für das neue Stadtteilhaus in der Johannstadt. Der Festakt wurde begleitet von einem Programm mit Musik, Tanz und Spiel.
Die Besucher hatten außerdem die Möglichkeit, über die Gestaltung der Grünfläche am Stadtteilhaus abzustimmen. Nach der Errichtung des Gebäudes soll ab 2025 auch das Umfeld in diesem Bereich gestaltet werden.
Auf der Rosenstraße im Stadtteil Wilsdruffer Vorstadt
Seevorstadt-West wurde der neu errichtete Batholomäi-Park eröffnet.
Zuvor erhielten die Besucher der Veranstaltung Einblick in die Entwicklung des Stadtteils: Mit einem Rundgang entlang deswestlichen Promenadenrings, über das Areal Kraftwerk Mitte hin zum Freiberger Platz erfuhren Interessierte mehr über die bisher umgesetzten Maßnahmen im Fördergebiet “Westlicher Innenstadtrand”.
Weitere Informationen–Grünanlage an der Rosenstraße:
Pressemitteilung vom 17. April 2023
Vorgestellt: Neues Fördergebiet “Budapester Straße Ost”
Während einer Entdeckungstour konnten Interessierte das neue Fördergebiet Budapester Straße Ost kennenlernen. Seit November 2022 liegt der Landeshauptstadt Dresden die Bestätigung zur Förderung von städtebaulichen Maßnahmen in diesem Stadtteil vor. Die Teilnehmer erfuhren mehr über die geplanten Fördermaßnahmen und Aufwertungen entlang der Budapester Straße.
Zum Abschluss des Rundgangs erhielten sie Einblick in die derzeit nicht öffentlich zugängliche Ruine der Zionskirche.
Unter dem Motto “Der Westliche Promenadenring ist fertig! – Die neue Bastion Saturn” eröffnete die Landeshauptstadt Dresden am Tag der Städtebauförderung am 14. Mai 2022 den Westlichen Promenadenring für alle Bürgerinnen und Bürger mit einer Feier.
Nach vier Jahren Bauzeit und fünf Bauabschnitten ist der neue Platz “Westlicher Promenadenring” zwischen Annenstraße und Freiberger Straße fertig gestellt. Durch die umfassende Begrünung hat er einen hohen Stellenwert für die Klimaanpassung in der Dresdner Innenstadt.Im Rahmen der Feierlichkeit übergab das Amt für Stadtplanung und Mobilität auch die Abschlussbroschüren für die Sanierungsgebiete Friedrichstadt,Löbtau und Pieschen der Öffentlichkeit.
PressemitteilungMeldung vom 11. Mai 2022
Meldung vom 11. Mai 2022
Drei Jahrzehnte Stadterneuerung in Gorbitz
Gorbitz: Ein Stadtteil im Wandel
Mit umfangreicher finanzieller Unterstützung der Städtebauförderung hat Gorbitz in den vergangenen drei Jahrzehnten den Kurs der Weiterentwicklung und Modernisierung hin zu einem zukunftsfähigen, sozial und ökologisch gestärkten Stadtraum eingeschlagen. Städtebauliche Defizite konnten abgebaut und spürbare Verbesserungen in der Wohn- und Lebensqualität erreicht werden. Hand in Hand haben die Landeshauptstadt Dresden und die Akteure vor Ort – von den Wohnungsunternehmen bis hin zur Zivilgesellschaft – wesentliche Impulse für die Stadterneuerung gesetzt. Bis 2025 ist Gorbitz Fördergebiet im Bund-Länder-Förderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ (ehemals „Soziale Stadt“). Unter dem Thema „Grün, sozial, gemeinsam: Die Erneuerung der Großwohnsiedlung Dresden-Gorbitz“ präsentiert sich die Landeshauptstadt Dresden gemeinsam mit den Gebietsakteuren zum diesjährigen Tag der Städtebauförderung.
Im wiedervereinigten Deutschland ergab sich mit Blick auf die weitere Entwicklung des noch jungen Stadtteils eine völlig neue Situation. In der öffentlichen Wahrnehmung erodierte das vormals positiv besetzte Bild der DDR-Neubaugebiete. 1991 kam das Bundesministerium für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau zu dem Ergebnis, dass die Plattenbausiedlungen in den ostdeutschen Bundesländern künftig zu den zentralen Gebietskulissen der Stadterneuerung gehören müssen. Im Fokus der Städtebauförderung stand dabei zunächst die Weiterentwicklung der großen Neubaugebiete. Im Ergebnis einer ersten Bestandsaufnahme konnten in Gorbitz der bereits zu DDR-Zeiten geplante „Bürger-Park“ realisiert und verschiedene Wohninnenhöfe vollendet werden.
Stadtumbau Ost – Rückbau und Aufwertung
Ab Mitte der 1990er Jahre erforderten die sich verschärfenden Problemlagen in den ostdeutschen Großwohnsiedlungen eine grundlegende Neuorientierung der Städtebauförderung. Die einst rasant gewachsenen Neubauquartiere suchten nun nach Lösungen im Umgang mit Schrumpfungsprozessen. Auch Gorbitz wurde von einer Abwanderungswelle ergriffen. Insbesondere einkommensstarke, jüngere Bevölkerungsgruppen - darunter viele Familien - haben den Stadtteil verlassen. Der Wohnungsleerstand stieg bis 2002 auf einen Wert von knapp 25%. Im selben Jahr wurde Gorbitz als Programmgebiet in das Förderprogramm „Stadtumbau Ost“ aufgenommen. Neben der Reduzierung des nicht mehr benötigten Wohnungsbestands konnten über das Programm u.a. die Schaffung von Parkanlagen auf den durch den Rückbau entstandenen Freiflächen („Naturpark Hetzdorfer Straße“, „Stadtblickpark“) finanziell unterstützt werden. Mit der „Kräutersiedlung“ hat die Eisenbahner-Wohnungsbaugenossenschaft Dresden eG (EWG) im Rahmen des Stadtumbaus zudem ein beispielgebendes Pilotprojekt zur zeitgemäßen Neugestaltung und individuellen Aufwertung von Plattenbaubeständen umgesetzt. Das Projekt wurde bisher mehrfach ausgezeichnet.
Soziale Stadt – Stärkung des sozialen Zusammenhalts
Die sozialen Begleiterscheinungen des drastischen Einwohnerrückgangs in Gorbitz und eine sich verfestigende negative öffentliche Wahrnehmung des Stadtteils verdeutlichten die Notwendigkeit eines umfassenderen Stadterneuerungsprozesses. Mit seinen Problemlagen war Gorbitz prädestiniert für die Aufnahme in das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“. Seit 2005 können so Maßnahmen zur ganzheitlichen Aufwertung und Stabilisierung des städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligten Stadtteils gefördert werden. Investitionsvorhaben zur städtebaulichen Neugestaltung und zur Stärkung der sozialen Infrastruktur („Sanierung Laborschule“) konnten dabei ebenso realisiert werden wie Maßnahmen zur Beförderung des Zusammenhalts im Quartier (Quartiersmanagement, Beauftragter für Soziokultur). Ein Schwerpunkt im Rahmen des „Soziale Stadt“-Programms bildete die gesamthafte Aufwertung der „Höhenpromenade“. Durch den konzentrierten Einsatz von Städtebaufördermitteln sowie umfassende Investitionen der EWG präsentiert die zentrale Achse des Stadtteils als wiederbelebte Mitte, die sowohl im öffentlichen Raum als auch mit Blick auf das private Wohnen den Bedürfnissen älterer Menschen im besonderen Maße Rechnung trägt.
Nickern: Leben zwischen Stadt und Land
Am Sonnabend, 11. Mai 2019, fand der Tag der Städtebauförderung in Nickern statt. Zu diesem Stadtteil- und Frühlingsfest waren alle Dresdnerinnen und Dresdner sowie besonders die neuen Bewohner und Eigentümer des Stadtteils eingeladen. Auf dem Nickerner Platz vor der ehemaligen Kaserne gab es ein Bürgerfest mit Blumen- und Pflanzenmarkt, zahlreichen Angeboten der Freiwilligen Feuerwehr Lockwitz, den Fußballern vom SG Gebergrund Goppeln sowie dem örtlichen Kindergarten `krea(k)tiv´. Auch der Kinder-und Jugendbauernhof war dabei.
Der damalige Leiter des Amtes für Stadtplanung und Mobilität, Stefan Szuggat, und Jörg Lämmerhirt, Leiter des Stadtbezirksamtes richteten Grußworte an die Gäste und stellten die neue Broschüre zur Stadtentwicklungsmaßnahme vor. Axel Walther als Geschäftsführer der STESAD, dem treuhänderische Entwicklungsträger, enthüllte vier Stelen zur örtlichen Geschichte. Zusätzlich bot die STESAD informative Spaziergänge durch den Stadtteil an.
Wo bis 1991 eine Panzerdivision der Roten Armee stationiert war, wurde in den vergangenen 24 Jahren eine 56,7 Hektar große Militärbrache zu einem neuen, grünen Stadtteil mit 391 Wohnungen und 483 Eigenheimen für mehr als 2.000 Menschen umgebaut.
“Leben zwischen Stadt und Land–Das Entwicklungsgebiet Dresden-Nickern”
Kraftwerk Mitte – Mehr als Theater
An diesem Tag stellte sich das Kraftwerk Mitte vor. Zu diesem Zeitpunkt wurde schon viel erreicht und umgestaltet.
Die Besucher genossen das künstlerische Programm, informierten sich über das bisherige Baugeschehen und erhielten Einblick in die noch geplanten Bauvorhaben in diesem Areal.
Im Jahr 2016 waren die Löbtauer und die interessierte Nachbarschaft am Tag der Städtebauförderung in den Bürgergarten Columbus eingeladen, um mehr über den offenen Planungsprozess und die gelungene Gestaltung der öffentlichen Grünfläche erfahren zu können. Weitere Themen waren der selbst verwaltete Bürgergarten sowie die übergeordnete Bedeutung des Stadtgärtnerns für Dresden und die künftige Stadtentwicklung im Allgemeinen.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Frau Häuser vom Amt für Stadtplanung und Mobilität referierte der Entwurfsverfasser, Herr Dipl.Ing. Ehrler gemeinsam mit Herr Prof. Dieber in Vertretung von Prof. Scherzer v