FC St. Pauli empfängt Mainz 05 im vorletzten Heimspiel der regulären Saison; Amiri verwandelt alle Elfmeter
FC St. Pauli | Gegnercheck 1. FSV Mainz 05: Torjäger Nebel und…
Gegnercheck 1. FSV Mainz 05: Torjäger Nebel und Elferschütze Amiri
Nur noch drei Spiele sind es in dieser Saison, am Sonntag (3.5., 15:30 Uhr) empfangen unsere Kiezkicker im vorletzten Heimspiel der regulären Saison den 1. FSV Mainz 05. Was ist bei den Rheinhessen gerade los? Wir haben die 05er ein wenig unter die Lupe genommen.
Im zurückliegenden Heimspiel hatten die Mainzer gegen die Bayern zur Pause bereits mit 3:0 geführt und zu dem Zeitpunkt den Klassenerhalt sicher, am Ende unterlagen die 05er dem Rekordmeister aber noch mit 3:4. Erst zum neunten Mal in der Bundesliga-Historie stand ein Team trotz 3:0-Führung am Ende mit leeren Händen da.
Mit 49 Gegentoren haben die Mainzer ligaweit die siebtwenigsten kassiert, allerdings gibt es zwei Phasen im Spiel, in denen sie extrem anfällig sind. So musste kein anderes Team den Ball in den ersten 15 Minuten so häufig aus dem eigenen Netz holen wie die 05er – bereits zehn Mal klingelte es in diesem Zeitraum im Kasten des FSV. Mit Anbruch der Schlussviertelstunde ging die Stabilität dann wieder flöten, ganze 17 Gegentore kassierten die Rheinhessen zwischen der 76. und 90. Minute. Auch das ist ligaweiter Höchstwert.
Bei der 3:4-Heimniederlage gegen die Bayern erzielte Paul Nebel das zwischenzeitliche 2:0 für die Mainzer. Für den Mittelfeldspieler war es das fünfte Saisontor und zugleich der vierte Treffer in den vergangenen sechs Spielen. Der 23-Jährige hat an den Spieltagen 26 bis 31 mehr Tore erzielt als Harry Kane, Michael Olise, Serhou Guirassy oder auch Deniz Undav (alle drei Treffer). Lediglich Leverkusens Patrik Schick (sechs Tore) traf seit Mitte März noch häufiger als Nebel.
In der laufenden Saison wurden den Mainzern bereits neun Elfmeter zugesprochen, nur bei den Bayern (elf) zeigten die Unparteiischen noch häufiger auf den Punkt. Bei den 05ern übernimmt Nadiem Amiri in der Regel die Strafstöße und er ist ein sehr sicherer Schütze. Alle acht Elfmeter in der laufenden Saison verwandelte der 29-Jährige. Damit ist er hinter Harry Kane, der jeden seiner zehn Strafstöße im Tor untergebracht hat, der erfolgreichste Elfmeterschütze. Als Amiri im Heimspiel gegen Wolfsburg zunächst auf Bank Platz genommen hatte, trat Philipp Tietz an und scheiterte an VfL-Keeper Kamil Grabara.
Wie der Papa so der Sohn
Wie Nebel trug sich gegen den Rekordmeister auch Dominik Kohr in die Torschützenliste ein, für den Abwehrspieler war es der 13. Treffer in der Bundesliga und der erste gegen die Bayern. Damit gelang ihm etwas, was seinem Vater Harald auch schon gelungen war. Harald Kohr, der in der Bundesliga für den 1. FC Kaiserslautern und die SG Wattenscheid 09 gespielt hat, erzielte fünf seiner insgesamt 45 Bundesligatore gegen die Münchner. Bei den Toren gewinnt der heute 64-jährige Papa das Familienduell, bei den Gelben Karten wiederum der 32-jährige Sohn. Gegen die Bayern sah Dominik Kohr seine 108. Gelbe Karte in der Bundesliga, damit liegt er nur noch zwei Verwarnungen hinter Rekordhalter Stefan Effenberg.
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Links Harald Kohr im Dezember 1986 im Trikot des 1. FC Kaiserslautern beim Spiel gegen den HSV, rechts Dominik Kohr im Duell mit Freiburgs Cyriaque Irié vor wenigen Wochen.