Landkreis Lüneburg, Landwirtschaft und Jägerschaft schützen Kiebitz im Landkreis Lüneburg; Negativer Bestandstrend gestoppt
Landkreis Lüneburg - Gemeinsam für den Kiebitz: Erfolgreicher Wiesenvogelschutz im Landkreis Lüneburg
Gemeinsam für den Kiebitz: Erfolgreicher Wiesenvogelschutz im Landkreis Lüneburg
Die Bestände des Kiebitzes sind stark bedroht, seit über 25 Jahren setzen sich daher der Landkreis Lüneburg, die Landwirtschaft sowie die Jägerschaft gemeinsam für seinen Schutz ein. Aktuell gibt es noch rund 120 Brutpaare im linkselbischen Kreisgebiet. Umso wichtiger ist das kontinuierliche Engagement aller Beteiligten, um den Bestand langfristig zu sichern. „Die enge Kooperation mit den Landwirten und der Jägerschaft ist der Schlüssel zum Erfolg im Wiesenvogelschutz“, betont Elke Benecke vom Landkreis Lüneburg. „Nur gemeinsam können wir erreichen, dass möglichst viele Küken überleben und der Kiebitz auch in Zukunft in unserer Region heimisch bleibt.“
Während viele Vogelarten ihre Nester gut geschützt in Bäumen oder Büschen anlegen, gehört der Kiebitz zu den sogenannten Boden- bzw. Wiesenbrütern. Aber durch den Verlust von Feuchtwiesen und Mooren finden sich seine Gelege heute überwiegend auf feuchten Ackerflächen. Die Brutzeit erstreckt sich, abhängig von der Witterung, von März bis Juni.
In den vergangenen 50 Jahren ist der Bestand des Kiebitzes um schätzungsweise 80 bis 90 Prozent zurückgegangen. Ursachen dafür sind unter anderem die Entwässerung der Landschaft, Flächenversiegelung, ein Rückgang der Insekten als Nahrungsgrundlage sowie die Auswirkungen des Klimawandels. Auch andere Wiesenvögel sind betroffen: Der Große Brachvogel kommt im Landkreis Lüneburg nur noch im Amt Neuhaus vor und ist dort lediglich mit sechs Brutpaaren vertreten. Es gibt jedoch auch eine gute Nachricht: Durch die Bemühungen im Wiesenvogelschutz konnte der negative Bestandstrend des Kiebitzes gestoppt werden.
Um den Bestand der bedrohten Arten zu stabilisieren, engagiert sich der Landkreis Lüneburg bereits seit 1998 aktiv im Wiesenvogelschutz. Eine zentrale Rolle spielt dabei die enge Zusammenarbeit mit den Landwirten vor Ort. Die Brutgebiete finden sich vor allem in der Elbtalaue und in der Marsch, wo die Vögel geeignete offene und feuchte Lebensräume finden. Auch in diesem Jahr haben die Ornithologen Wiebke Harneit und Matthias Koitzsch von der Planungsgemeinschaft Marienau die besiedelten Flächen und Standorte der Gelege erfasst und mit Stangen markiert. Die betroffenen Landwirte werden entsprechend informiert, sodass sie bei der Bewirtschaftung ausreichend Abstand zu den Nestern einhalten können. Die hierfür gezahlten Ausgleichsgelder werden unter anderem über den „Niedersächsischen Weg“ finanziert und vertraglich geregelt.
Trotz aller Schutzmaßnahmen bleibt der Bruterfolg unsicher. Gelege und Küken sind zahlreichen Gefahren ausgesetzt, darunter Nahrungsmangel, Trockenheit sowie Fressfeinde wie Fuchs und Waschbär. Auch Greifvögel, Rabenvögel und Möwen stellen eine Bedrohung dar. Umso wichtiger ist es, die vorhandenen Brutplätze bestmöglich zu schützen und die erfolgreiche Zusammenarbeit aller Beteiligten fortzuführen.
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