Erich Schmeckenbecher erhält Staufermedaille im Staatsministerium Baden-Württemberg; Botschafter des Liedes für Frieden, Vielfalt und Toleranz
Staufermedaille an Erich Schmeckenbecher: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
Kunststaatssekretär Arne Braun hat in Vertretung des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann Erich Schmeckenbecher im Staatsministerium die Staufermedaille überreicht – als Botschafter des Liedes für Frieden, Vielfalt und Toleranz.
Ein Leben für das Volkslied
Bekannt wurde Schmeckenbecher in den 1970er-Jahren als Teil des Folk-Duos „Zupfgeigenhansel" gemeinsam mit dem 2023 verstorbenen Thomas Friz. Nach der Auflösung 1986 ging Schmeckenbecher seinen Weg konsequent weiter: Er vertonte Gedichte der deutschen Romantik – von Heine, Goethe, Eichendorff und Novalis –, komponierte eigene Lieder und arbeitete mit Textdichtern wie Steffen Mensching, Klaus Lage und Hans-Eckardt Wenzel zusammen.
Das vor rund 50 Jahren vertonte Antikriegslied „Ich bin Soldat, doch bin ich es nicht gerne" wurde bereits in den 1970er-Jahren zur Hymne der Friedensbewegung. Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine erfuhr es abermals breite Aufmerksamkeit – es wurde millionenfach abgerufen auf YouTube, TikTok und Spotify, gerade auch von einer jungen Generation. Schmeckenbechers Lieder spenden bis heute Menschen Trost und Hoffnung.
Engagement über die Bühne hinaus
Neben seiner künstlerischen Arbeit setzt sich Schmeckenbecher seit Jahrzehnten ehrenamtlich für Menschlichkeit und Toleranz ein. Im Jahr 2001 gründete er den Verein MUT (Menschlichkeit und Toleranz), dessen Vorsitz er bis zur Auflösung 2017 innehatte. Der Verein organisierte Veranstaltungen gegen Gewalt, Extremismus und Rassismus und brachte gezielt Projekte für Kinder und Jugendliche auf den Weg. Darüber hinaus engagiert sich Schmeckenbecher in der Jugendbildung: Er tritt in Schulen auf, steht Schülerinnen und Schülern für Gespräche über seine Arbeit als Komponist und Liedermacher zur Verfügung und unterstützt Arbeitsgemeinschaften – etwa eine Schul-AG, die sich um einen jüdischen Friedhof kümmert. Mit Solidaritätskonzerten hilft er zudem, soziokulturelle Zentren und Jugendclubs zu erhalten.
Fotos der Veranstaltung können im Nachgang überhttps:
mediathekheruntergeladen und honorarfrei verwendet werden (Quelle: Staatsministerium Baden-Württemberg
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst
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