ver.di Niedersachsen-Bremen ruft Beschäftigte zur Teilnahme an Maikundgebungen in Niedersachsen und Bremen auf; Bündnis starker Sozialstaat gegen Abbau öffentlicher Leistungen
Standpunkte (KW 18-2026)
ver.di Landesbezirk Niedersachsen-Bremen standpunkte Informationen des ver.di-Landesbezirks Niedersachsen – Bremen Die Landesbezirksleitung und die Vorsitzende des Landes- bezirksvorstandes von ver.di Niedersachsen-Bremen rufen die Beschäftigten dazu auf, die Kundgebungen am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, zu besuchen. Sie stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“. „Gemeinsam zeigen wir auf unzähligen Kundgebungen in Niedersachsen und Bremen, wie wichtig wir Gewerkschaf- ten gerade in heutigen Zeiten sind, wenn es darum geht, die Interessen der Beschäftigten zu wahren und zu vertei- digen“, sagt Andrea Wemheuer, die ver.di-Landesbezirks- leiterin in Niedersachsen und Bremen. Zum 1. Mai übt Wemheuer insbesondere Kritik an den immer wieder aufflammenden Angriffen auf den Sozialstaat, der von verschiedenen Seiten als „aufgebläht“ oder „nicht mehr finanzierbar“ bezeichnet wird.. „Die Fakten zeigen etwas anderes: Die Sozialausgaben sind, gemessen an der Wirtschafts- leistung, über Jahre hinweg stabil geblieben. Der Sozialstaat ist daher nicht zu teuer, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil einer demokratischen und gerechten Gesellschaft“, sagt die Landesbezirksleiterin. Gemeinsam mit 18 anderen Gewerkschaf- ten und Organisationen hat sich ver.di in Niedersachsen Anfang KW 18 / 2026 HERAUS ZUM 1. MAI 2026 ver.di ruft zur Teilnahme an Kundgebungen zum Tag der Arbeit in unserem Landesbezirk auf dieses Jahres deshalb zum „Bündnis starker Sozialstaat“ zusam- mengeschlossen, um zusammen gegen den Abbau staatlicher Leistungen und Unterstützung im Ernstfall vorzugehen. Zum Tag der Arbeit stehen zudem auch die ver.di-Tarifrunden im Nahverkehr, im Einzel- und Großhandel, bei der Telekom und bei der Postbank, die Unterfinanzierung der Kommunen in Nieder- sachsen und Bremen sowie die Kommunalwahlen im September im Fokus. Die ver.di-Landesbezirksleiterin Andrea Wemheuer wird am 1. Mai bei der DGB-Kundgebung in Cuxhaven die Hauptrede halten. Ihre Stellvertreterinnen Ute Gottschaar und Stefanie Reich sind ebenfalls als Rednerinnen eingeplant. Ute Gottschaar spricht bei der Maikundgebung in Alfeld. Stefanie Reich hält ihre Mai-Rede bei der Veranstaltung in Oldenburg. Die Vorsitzende des Landesbezirksvorstandes Christina Domm nimmt an der Podiumsdiskussion in Hildesheim teil. DGB
ver.di BETRIEBSRÄTEKONFERENZ HANDEL Tarifrunde 2026 - Zusammen handeln – für bessere Tarife! Die Lohn- und Gehaltstarifverträge im Handel im Landes- bezirk Niedersachsen-Bremen sind gekündigt. Am 6. Mai starten die Tarifverhandlungen im Einzel- und Versand- handel. Zwei Tage später beginnen die Kolleginnen vom Groß- und Außenhandel und vom genossenschaftlichen Großhandel ihre Gespräche mit den Arbeitgeberinnen. Rund 60 Betriebsrätin- nen sind deshalb Mitte April in Hannover zusammengekommen. Sie haben sich mit Unterstützung des ver.di Bildungswerks qualifiziert und sich mit Blick auf ihre Handlungsmöglichkeiten im Betrieb ausgetauscht. Alle sind bereit für eine aktive und erfolgreiche Tarifrunde 2026. ver.di THEATER-BÜNDNIS IN NIEDERSACHSEN Künstlerinnen fordern Taten statt Worte bei der Theater- und Orchesterfinanzierung Das Bündnis #rettedeintheater hat mit einer Kundgebung am 29. April 2026 in Hannover erneut auf die massiven finanziellen Schwierigkeiten der Theater in Niedersachsen aufmerksam gemacht. In bunten Kostümen und mit Instru- menten hatten die Künstlerinnen sich gegen 10:30 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz versammelt und so die Aufmerksamkeit zahlreicher Passantinnen erregt. Hinter dem Zusammenschluss stehen Beschäftigte der freien, kommunalen und staatlichen Theater in Niedersachsen sowie des Göttinger Symphonieorchesters. Sie fordern eine nachhaltige und verlässliche Finanzierung der nieder- sächsischen Theater. Denn nach wie vor steigen die öffentlichen Zuschüsse nicht im gleichen Maße wie die Betriebskosten und die tariflich gebundenen Personalkos- ten. Die Folgen: Bereits jetzt gibt es spürbare Einsparun- gen und künstlerische Einschränkungen. Nach Schätzun- gen des Bündnisses brauchen die Theater in Niedersach- sen in den kommenden fünf Jahren rund 25 Millionen Euro. „Wer qualitativ hochwertige Theater-Kunst will, muss hochquali- fizierte Kunstarbeiter*innen entsprechend gut bezahlen“, sagte Silke Köhler, die im ver.di-Landesbezirk die Theaterszene betreut. Wenn die Landesregierung jetzt nicht mehr Geld als bisher für die Kunst und Kultur zur Verfügung stelle, werde das die Sparzwänge bei den Theatern verschärfen. „Bei den kommuna- len Theatern mit verbindlich geregelten Tarifsteigerungen wird sich das beim Angebot bemerkbar machen und in der freien Szene werden die Arbeitsbedingungen noch prekärer werden. Beides ist nicht akzeptabel“, so Köhler weiter. standpunkte V.i.S.d.P.:
ver.di-LBZ Niedersachsen-Bremen, Andrea Wemheuer, Tel. 0511 / 12400 101, Mail: pressestelle.nds-hb@verdi.de Disclaimer: Wer den Newsletter nicht mehr bekommen möchte, schreibt eine Mail mit dem Betreff „abbestellen“ an die Mail-Adresse pressestelle.nds-hb@verdi.de. ver.di
In der Tarifrunde Deutsche Telekom hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) am Dienstag und Mittwoch ihre Warnstreiks ausgeweitet, nachdem die zweite Tarifverhandlungsrunde unmittelbar zuvor ohne ein Angebot der Arbeitgeber zu Ende gegangen war. Allein in Niedersachsen und Bremen beteiligten sich rund 1100 Kolleg*innen an den Aktionen. Bundesweit waren mehr als 3000 Telekom-Beschäftigte im Warnstreik. ver.di fordert in der diesjährigen Tarifrunde Deutsche Telekom eine Entgeltsteigerung in Höhe von 6,6 Prozent, bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Zusätzlich fordert ver.di die Einführung eines ver.di-Mitgliederbonus in Höhe von 660 Euro im Jahr. Die Ausbildungsvergütungen sowie die Entgel- te der dual Studierenden sollen um monatlich 120 Euro erhöht werden. Für diese fordert ver.di einen zusätzlichen Mitgliederbo- TARIFRUNDE DEUTSCHE TELEKOM Starke Beteiligung an Warnstreiks in Niedersachsen und Bremen mit rund 1100 Beteiligten nus in Höhe von 240 Euro im Jahr. „Die Arbeitgeber sind bislang überhaupt nicht auf unsere Forderungen eingegangen und haben kein Angebot eingebracht. Deshalb bauen nun die Beschäftigten mit Warnstreiks Druck auf die Arbeitgeber auf“, sagte Pascal Röckert von ver.di. Der Telekom-Konzern in Deutschland besteht aus insgesamt 20 verschiedenen tarifgebundenen Konzernunternehmen, in denen jeweils eigenständige Tarifverträge gelten. Ein Großteil der Entgelttarifverträge hatte eine Laufzeit bis zum 31. März 2026. ver.di und Deutsche Telekom AG haben im Vorfeld der Tarifrunde eine Vereinbarung über gemeinsame Verhandlungen für diese Gesellschaften geschlossen. Die dritte Tarifverhandlungsrunde ist für den 11./12. Mai 2026 angesetzt. Finanzielle Engpässe, sowohl bei den freien als auch bei den öffentlich getragenen Theatern und Orchestern, wurden bislang nur kurzfristig, punktuell und nicht ausreichend ausgeglichen. Nach wie vor ist eine solide Finanzierung für die niedersächsi- schen Theater nicht gegeben. Besondere Dringlichkeit erhält die Situation durch den anstehenden Doppelhaushalt 2027/2028 des Landes Niedersachsen, der die Investitionen in die Kultur für zwei Jahre festschreiben wird. Nach aktuellem Stand sind dort keine zusätzlichen Gelder von Minister Falko Mohrs für die Finanzierung der Theater eingestellt worden. Niedersachsen befindet sich bereits seit Jahren auf dem vorletzten Platz im Vergleich der Pro-Kopf-Ausgaben für die Kultur der Länder, ist aber nicht das zweitärmste Bundesland. „Wird der Etat nicht substanziell erhöht, droht ein weiterer Kulturabbau mit allen negativen Folgen für die Standort-Attrak- tivität, die Lebensqualität und den Tourismus in unserem Bundesland“, sagte Silke Köhler. ver.di ver.di ver.di