---
title: "ver.di Niedersachsen-Bremen ruft Beschäftigte zur Teilnahme an Maikundgebungen in Niedersachsen und Bremen auf; Bündnis starker Sozialstaat gegen Abbau öffentlicher Leistungen"
sdDatePublished: "2026-04-30T14:08:00Z"
source: "https://nds-bremen.verdi.de/++file++69f31ac4ee964ccbc4b631c0/download/Standpunkte%20%28KW%2018-2026%29.pdf"
topics:
  - name: "labour relations"
    identifier: "medtop:20000524"
  - name: "labour"
    identifier: "medtop:09000000"
  - name: "politics and government"
    identifier: "medtop:11000000"
  - name: "arts, culture, entertainment and media"
    identifier: "medtop:01000000"
locations:
  - "Lower Saxony"
  - "Cuxhaven"
  - "Hannover"
  - "Bremen"
  - "Oldenburg"
  - "Hildesheim"
---


ver.di Niedersachsen-Bremen ruft Beschäftigte zur Teilnahme an Maikundgebungen in Niedersachsen und Bremen auf; Bündnis starker Sozialstaat gegen Abbau öffentlicher Leistungen

Standpunkte (KW 18-2026)

ver.di Landesbezirk
Niedersachsen-Bremen
standpunkte
Informationen des ver.di-Landesbezirks
Niedersachsen – Bremen
Die Landesbezirksleitung und die Vorsitzende des Landes-
bezirksvorstandes von ver.di Niedersachsen-Bremen rufen
die Beschäftigten dazu auf, die Kundgebungen am 1. Mai,
dem Tag der Arbeit, zu besuchen. Sie stehen in diesem Jahr
unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“.
„Gemeinsam zeigen wir auf unzähligen Kundgebungen in
Niedersachsen und Bremen, wie wichtig wir Gewerkschaf-
ten gerade in heutigen Zeiten sind, wenn es darum geht,
die Interessen der Beschäftigten zu wahren und zu vertei-
digen“, sagt Andrea Wemheuer, die ver.di-Landesbezirks-
leiterin in Niedersachsen und Bremen.
Zum 1. Mai übt Wemheuer insbesondere Kritik an den immer
wieder aufflammenden Angriffen auf den Sozialstaat, der von
verschiedenen Seiten als „aufgebläht“ oder „nicht mehr
finanzierbar“ bezeichnet wird.. „Die Fakten zeigen etwas
anderes: Die Sozialausgaben sind, gemessen an der Wirtschafts-
leistung, über Jahre hinweg stabil geblieben. Der Sozialstaat ist
daher nicht zu teuer, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil
einer demokratischen und gerechten Gesellschaft“, sagt die
Landesbezirksleiterin. Gemeinsam mit 18 anderen Gewerkschaf-
ten und Organisationen hat sich ver.di in Niedersachsen Anfang
KW 18 / 2026
HERAUS ZUM 1. MAI 2026
ver.di ruft zur Teilnahme an Kundgebungen zum Tag der Arbeit
in unserem Landesbezirk auf
dieses Jahres deshalb zum „Bündnis starker Sozialstaat“ zusam-
mengeschlossen, um zusammen gegen den Abbau staatlicher
Leistungen und Unterstützung im Ernstfall vorzugehen.
Zum Tag der Arbeit stehen zudem auch die ver.di-Tarifrunden im
Nahverkehr, im Einzel- und Großhandel, bei der Telekom und bei
der Postbank, die Unterfinanzierung der Kommunen in Nieder-
sachsen und Bremen sowie die Kommunalwahlen im September
im Fokus. Die ver.di-Landesbezirksleiterin Andrea Wemheuer
wird am 1. Mai bei der DGB-Kundgebung in Cuxhaven die
Hauptrede halten. Ihre Stellvertreterinnen Ute Gottschaar und
Stefanie Reich sind ebenfalls als Rednerinnen eingeplant. Ute
Gottschaar spricht bei der Maikundgebung in Alfeld. Stefanie
Reich hält ihre Mai-Rede bei der Veranstaltung in Oldenburg. Die
Vorsitzende des Landesbezirksvorstandes Christina Domm
nimmt an der Podiumsdiskussion in Hildesheim teil.
DGB

ver.di
BETRIEBSRÄTEKONFERENZ HANDEL
Tarifrunde 2026 - Zusammen handeln – für bessere Tarife!
Die Lohn- und Gehaltstarifverträge im Handel im Landes-
bezirk Niedersachsen-Bremen sind gekündigt. Am 6. Mai
starten die Tarifverhandlungen im Einzel- und Versand-
handel.
Zwei Tage später beginnen die Kolleg*innen vom Groß- und
Außenhandel und vom genossenschaftlichen Großhandel ihre
Gespräche mit den Arbeitgeber*innen. Rund 60 Betriebsrät*in-
nen sind deshalb Mitte April in Hannover zusammengekommen.
Sie haben sich mit Unterstützung des ver.di Bildungswerks
qualifiziert und sich mit Blick auf ihre Handlungsmöglichkeiten
im Betrieb ausgetauscht. Alle sind bereit für eine aktive und
erfolgreiche Tarifrunde 2026.
ver.di
THEATER-BÜNDNIS IN NIEDERSACHSEN
Künstler*innen fordern Taten statt Worte bei der Theater- und Orchesterfinanzierung
Das Bündnis #rettedeintheater hat mit einer Kundgebung
am 29. April 2026 in Hannover erneut auf die massiven
finanziellen Schwierigkeiten der Theater in Niedersachsen
aufmerksam gemacht. In bunten Kostümen und mit Instru-
menten hatten die Künstler*innen sich gegen 10:30 Uhr
auf dem Bahnhofsvorplatz versammelt und so die
Aufmerksamkeit zahlreicher Passant*innen erregt. Hinter
dem Zusammenschluss stehen Beschäftigte der freien,
kommunalen und staatlichen Theater in Niedersachsen
sowie des Göttinger Symphonieorchesters. Sie fordern
eine nachhaltige und verlässliche Finanzierung der nieder-
sächsischen Theater. Denn nach wie vor steigen die
öffentlichen Zuschüsse nicht im gleichen Maße wie die
Betriebskosten und die tariflich gebundenen Personalkos-
ten. Die Folgen: Bereits jetzt gibt es spürbare Einsparun-
gen und künstlerische Einschränkungen. Nach Schätzun-
gen des Bündnisses brauchen die Theater in Niedersach-
sen in den kommenden fünf Jahren rund 25 Millionen
Euro.
„Wer qualitativ hochwertige Theater-Kunst will, muss hochquali-
fizierte Kunstarbeiter*innen entsprechend gut bezahlen“, sagte
Silke Köhler, die im ver.di-Landesbezirk die Theaterszene betreut.
Wenn die Landesregierung jetzt nicht mehr Geld als bisher für
die Kunst und Kultur zur Verfügung stelle, werde das die
Sparzwänge bei den Theatern verschärfen. „Bei den kommuna-
len Theatern mit verbindlich geregelten Tarifsteigerungen wird
sich das beim Angebot bemerkbar machen und in der freien
Szene werden die Arbeitsbedingungen noch prekärer werden.
Beides ist nicht akzeptabel“, so Köhler weiter.
standpunkte
V.i.S.d.P.:

ver.di-LBZ Niedersachsen-Bremen, Andrea Wemheuer, Tel. 0511 / 12400 101, Mail: pressestelle.nds-hb@verdi.de
Disclaimer:
Wer den Newsletter nicht mehr bekommen möchte, schreibt eine Mail mit dem Betreff „abbestellen“ an die
Mail-Adresse pressestelle.nds-hb@verdi.de.
ver.di

In der Tarifrunde Deutsche Telekom hat die Vereinte
Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) am Dienstag und
Mittwoch ihre Warnstreiks ausgeweitet, nachdem die
zweite Tarifverhandlungsrunde unmittelbar zuvor ohne
ein Angebot der Arbeitgeber zu Ende gegangen war. Allein
in Niedersachsen und Bremen beteiligten sich rund 1100
Kolleg*innen an den Aktionen. Bundesweit waren mehr
als 3000 Telekom-Beschäftigte im Warnstreik.
ver.di fordert in der diesjährigen Tarifrunde Deutsche Telekom
eine Entgeltsteigerung in Höhe von 6,6 Prozent, bei einer
Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Zusätzlich fordert
ver.di die Einführung eines ver.di-Mitgliederbonus in Höhe von
660 Euro im Jahr. Die Ausbildungsvergütungen sowie die Entgel-
te der dual Studierenden sollen um monatlich 120 Euro erhöht
werden. Für diese fordert ver.di einen zusätzlichen Mitgliederbo-
TARIFRUNDE DEUTSCHE TELEKOM
Starke Beteiligung an Warnstreiks in Niedersachsen und Bremen mit rund 1100 Beteiligten
nus in Höhe von 240 Euro im Jahr. „Die Arbeitgeber sind bislang
überhaupt nicht auf unsere Forderungen eingegangen und
haben kein Angebot eingebracht. Deshalb bauen nun die
Beschäftigten mit Warnstreiks Druck auf die Arbeitgeber auf“,
sagte Pascal Röckert von ver.di.
Der Telekom-Konzern in Deutschland besteht aus insgesamt 20
verschiedenen tarifgebundenen Konzernunternehmen, in denen
jeweils eigenständige Tarifverträge gelten. Ein Großteil der
Entgelttarifverträge hatte eine Laufzeit bis zum 31. März 2026.
ver.di und Deutsche Telekom AG haben im Vorfeld der Tarifrunde
eine Vereinbarung über gemeinsame Verhandlungen für diese
Gesellschaften geschlossen.
Die dritte Tarifverhandlungsrunde ist für den 11./12. Mai 2026
angesetzt.
Finanzielle Engpässe, sowohl bei den freien als auch bei den
öffentlich getragenen Theatern und Orchestern, wurden bislang
nur kurzfristig, punktuell und nicht ausreichend ausgeglichen.
Nach wie vor ist eine solide Finanzierung für die niedersächsi-
schen Theater nicht gegeben. Besondere Dringlichkeit erhält die
Situation durch den anstehenden Doppelhaushalt 2027/2028
des Landes Niedersachsen, der die Investitionen in die Kultur für
zwei Jahre festschreiben wird.
Nach aktuellem Stand sind dort keine zusätzlichen Gelder von
Minister Falko Mohrs für die Finanzierung der Theater eingestellt
worden. Niedersachsen befindet sich bereits seit Jahren auf dem
vorletzten Platz im Vergleich der Pro-Kopf-Ausgaben für die
Kultur der Länder, ist aber nicht das zweitärmste Bundesland.
„Wird der Etat nicht substanziell erhöht, droht ein weiterer
Kulturabbau mit allen negativen Folgen für die Standort-Attrak-
tivität, die Lebensqualität und den Tourismus in unserem
Bundesland“, sagte Silke Köhler.
ver.di
ver.di
ver.di