SV Babelsberg 03 gewinnen vorgezogene Partie gegen den Halleschen FC in Regionalliga Nordost im Abstiegskampf; 4:1-Sieg stärkt Abstiegskampf-Chance

Regionalliga Nordost: Zusammenfassung 32. Spieltag - Nordostdeutscher Fußballverband e.V.

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Regionalliga Nordost: Zusammenfassung 32. Spieltag

Am Mittwoch (29.04.26) eröffneten den Spieltag:Der SV Babelsberg 03 gewann die vorgezogene Partie gegen den Halleschen FC mit 4:1 und verschaffte sich im Abstiegskampf wichtige Luft. Halle haderte mit einem nicht anerkannten Polat-Treffer, fand nach dem 1:1 durch Becker aber vor allem nach der Pause kaum noch offensive Lösungen. Hasse brachte Babelsberg kurz vor der Pause per Traumtor erneut in Führung, Queißer und Joker Wiehe entschieden die Begegnung durch konsequent ausgespielte Umschaltmomente.

Die weiteren Partien des 32. Spieltages:

Hertha BSC II - FSV 63 Luckenwalde

Hertha II ist 11., Luckenwalde 10., beide stehen bei 39 Punkten. Hertha hat die bessere Historie: 12 Siege aus 16 Regionalliga-Duellen gegen Luckenwalde. Die aktuelle Form spricht aber nicht klar für einen Favoriten: Hertha zuletzt 4 Siege und 6 Niederlagen aus 10 Spielen, Luckenwalde 3 Siege, 2 Remis, 5 Niederlagen. Herthas Defensive ist mit 55 Gegentoren anfälliger, Luckenwalde trifft insgesamt seltener.

  1. FC Lokomotive Leipzig - BFC Preussen

Lok ist Tabellenführer mit 58:24 Toren und der besten Ausgangslage im Titelrennen. Die letzten 10 Spiele: 6 Siege, 1 Remis, 3 Niederlagen. BFC Preussen ist 8., aber mit 52 Gegentoren defensiv klar anfälliger. Lok hat mit Maderer und Adetula zwei der auffälligsten Offensivspieler der Liga, was gegen Preussens offene Defensive ein klarer Faktor ist.

FC Carl Zeiss Jena - BFC Dynamo

Jena ist 2. mit 63 Punkten und hat in 31 Spielen 59 Tore erzielt. Der direkte Vergleich spricht ebenfalls klar für Jena: 10 Siege, 3 Remis, 3 Niederlagen gegen BFC Dynamo. Jenas letzte 10 Spiele zeigen 7 Siege, keine Remis und 3 Niederlagen; Dynamo ist zwar stabiler geworden, steht aber nur auf Rang 13 und hat eine negative Tordifferenz.

FC Eilenburg - Greifswalder FC

Das ist ein echtes Kellerduell: Eilenburg ist 17. mit 23 Punkten, Greifswald 16. mit 31 Punkten. Greifswald hat den direkten Vergleich komplett auf seiner Seite: 5 Siege aus 5 Regionalliga-Duellen. Eilenburg holte aus den letzten 10 Spielen nur einen Sieg, während Greifswald immerhin 3 Siege und 3 Remis schaffte.

FSV Zwickau - FC Rot-Weiß Erfurt

Zwickau gegen Erfurt ist das engste Topspiel dieses Spieltags: Platz 5 gegen Platz 4, beide mit 58 Punkten. Zwickau ist formstark mit 7 Siegen aus den letzten 10 Spielen, Erfurt ebenfalls solide mit 5 Siegen, 3 Remis, 2 Niederlagen. Der direkte Vergleich ist mit 2-1-2 komplett ausgeglichen. Zudem sind bei Zwickau laut Transfermarkt Gabriel Figurski Vieira und Daniel Haubner als Ausfälle gelistet, was die Kaderbreite etwas drückt.

VSG Altglienicke Berlin - Chemnitzer FC

Altglienicke ist 6., Chemnitz 7.; beide gehören zur oberen Mittelfeldzone. Altglienicke hat den direkten Vergleich mit 5 Siegen, 3 Remis, 3 Niederlagen leicht vorn und ist in der Formkurve stabiler: 4 Siege, 4 Remis, 2 Niederlagen. Chemnitz ist offensiv gefährlich, aber die letzten 10 Spiele mit 5 Niederlagen zeigen Schwankungen. Interessant für Tore: Altglienickes Jonas Nietfeld führt die Torjägerliste mit 19 Treffern an, Chemnitz hat mit Dejan Bozic ebenfalls einen Top-Torjäger.

ZFC Meuselwitz - BSG Chemie Leipzig

Meuselwitz ist 15., Chemie Leipzig 14.; beide brauchen Punkte gegen den Abstieg. Die Form spricht klar eher für Chemie: 5 Siege, 3 Remis, 2 Niederlagen aus den letzten 10 Spielen, während Meuselwitz 7 der letzten 10 verlor. Auch der direkte Vergleich spricht mit 8 Siegen aus 13 Duellen für Chemie Leipzig.

FC Hertha 03 Zehlendorf - 1. FC Magdeburg II

Zehlendorf ist Letzter mit 14 Punkten und 69 Gegentoren – das ist die schwächste Defensive der Liga. Magdeburg II steht auf Platz 9, hat 51 Tore erzielt und ist formklar überlegen: 5 Siege, 2 Remis, 3 Niederlagen aus den letzten 10 Spielen. Zehlendorf verlor 9 der letzten 10 Spiele; zusätzlich ist Davud Keskin bei Zehlendorf mit Knieverletzung gelistet.

Babelsberg verdirbt Halles Sprung auf Rang zwei

SV Babelsberg 03 – Hallescher FC 4:1 (2:1)

Der SV Babelsberg 03 hat in der vorgezogenen Partie des 32. Spieltags ein kräftiges Lebenszeichen im Abstiegskampf gesetzt und dem Halleschen FC den erhofften Sprung auf Rang zwei verdorben. Beim 4:1 der Filmstädter, das wegen verspäteter Anreiseprobleme einiger HFC-Fans erst mit 15 Minuten Verzögerung angepfiffen wurde, verdichteten sich Blitzstart, ein nicht anerkanntes Polat-Tor, Hasses technisch brillanter Führungstreffer kurz vor der Pause und Babelsbergs konsequentes Umschaltspiel nach dem Seitenwechsel zu einem Abend, der für Halle immer bitterer wurde.

Babelsberg begann, als habe die Mannschaft von Interimstrainer Johannes Lau die Wartezeit nur dazu genutzt, noch einmal zusätzliche Spannung in die Muskeln zu laden. Keine zwei Minuten waren gespielt, da segelte Büchs Flanke von links in den Strafraum, wo Covic gegen Becker entschlossener zum Ball ging und per Kopf zum 1:0 einnickte. Der frühe Treffer verlieh den Gastgebern sichtbar Sicherheit. Hasse schob auf der rechten Seite immer wieder an, Büch brachte von links Druck in die Partie, und Halle fand zunächst kaum Zugriff auf die zweiten Bälle.

Der HFC, der mit einem Sieg an Jena hätte vorbeiziehen können, wirkte in der Anfangsphase unsortiert, kam aber nach und nach besser in die Begegnung. Damelangs abgefälschter Abschluss blieb noch leichte Beute für Babke, ehe die erste große Kontroverse des Abends entstand: Polat zog in der 20. Minute von halblinks ab, der Ball prallte an beide Pfosten und sprang anschließend wieder heraus. Die Hallenser reklamierten vehement, die Bilder legten später nahe, dass der Ball tatsächlich hinter der Linie gewesen war. Bei schwierigen Sichtverhältnissen durch die untergehende Sonne blieb der Treffer jedoch ohne Anerkennung – ein Moment, der dem Spiel eine Schieflage gab, ohne es allein zu erklären.

Denn Halle reagierte sportlich. Halili gewann in der 31. Minute ein Kopfballduell, Ehrlich legte klug ab, und Becker, beim frühen 0:1 noch überspielt, jagte den Ball aus 15 Metern wuchtig zum 1:1 in die Maschen. Nun war der HFC besser eingebunden, verlegte das Spiel häufiger in die Babelsberger Hälfte und kam durch Polat nach einer Ecke beinahe zur Führung, doch dessen flacher Abschluss rauschte knapp rechts vorbei. Babelsberg hatte in dieser Phase weniger Kontrolle, blieb aber gefährlich: Schon zuvor hatte Ogbidi nach einem schnellen Angriff Queißer bedient, dessen Abschluss aus elf Metern Bendel zu einer starken Reaktion zwang.

Als sich die Partie scheinbar mit einem leistungsgerechten Remis in die Kabinen schleppen wollte, schlug Babelsberg noch einmal zu. Nach einer Ecke in der dritten Minute der Nachspielzeit prallte Lessels Versuch zunächst ab, ehe Hasse den freien Ball mit vollendeter Technik nahm und in den linken Winkel setzte. Das 2:1 war angesichts der Hallenser Steigerung etwas glücklich, in der Ausführung aber ein Treffer von seltener Klarheit: kein Zufallsprodukt, sondern ein sauberer Schuss aus Balance, Timing und Mut.

Nach der Pause versuchte Schröder mit Stierlin für Becker früh zu justieren, später kamen Landgraf, Hartmann und Fakhro für Zaruba, Damelang und Ehrlich. Doch die Gäste verloren nach dem Seitenwechsel zunehmend ihre Struktur. Polats Kopfball am zweiten Pfosten fehlte die Wucht, eine Wosz-Flanke sorgte kurz für Unruhe, doch insgesamt blieb Halle zu statisch, zu selten im Tempo, zu ungenau im letzten Drittel. Babelsberg verteidigte kompakter, hielt die Abstände enger und lauerte auf Räume hinter der aufrückenden HFC-Ordnung.

Diese Räume wurden in der 62. Minute zum entscheidenden Einfallstor. Covic spielte Queißer rechts frei, der Angreifer nahm den Ball aus spitzem Winkel, blieb vor Kastull stabil und überwand Bendel zum 3:1. Es war Queißers dritter Treffer in Serie – und zugleich der Punkt, an dem Halle zwar noch Zeit, aber kaum noch Überzeugung hatte. Nur zwei Minuten später hätten Ogbidi und Queißer die Partie endgültig schließen können, doch Bendel parierte zunächst gegen Ogbidi, ehe Queißer im Nachsetzen drüber schob.

In der Schlussphase bemühte sich Halle um mehr Strafraumpräsenz. Löhmannsröben versuchte es aus der Distanz, Fakhro verpasste am Fünfer knapp eine Hereingabe, und Halili hatte in der 86. Minute die beste Gelegenheit der zweiten Halbzeit: frei im rechten Strafraum zog er ab, doch Babke tauchte ab und kratzte den Ball aus dem linken Eck. Es blieb die einzige Szene, in der der HFC noch einmal ernsthaft am Anschluss rüttelte.

Babelsberg dagegen blieb bis zuletzt bissig und belohnte sich tief in der Nachspielzeit mit dem vierten Treffer. Nach einem Konter in Überzahl lief der eingewechselte Wiehe auf Kastull zu, tanzte ihn aus und traf, nicht einmal voll getroffen, ins rechte Eck. Der 19-Jährige setzte damit den Schlusspunkt unter einen Abend, an dem Babelsberg die eigenen Möglichkeiten entschlossener nutzte und Halle nach der Pause den Zugriff verlor.

Für den SVB war es ein eminent wichtiger Dreier im Kampf um den Klassenerhalt, getragen von frühem Mut, robuster Defensive und klaren Kontern. Der HFC hingegen wird sich nicht allein am übersehenen Polat-Tor abarbeiten dürfen: Nach dem Seitenwechsel fehlten Tempo, Durchschlagskraft und die zwingende Antwort auf Babelsbergs Umschaltmomente.

Schiedsrichter:Benjamin Strebinger – Lars Albert, Matthias Lämmchen

Tore:1:0 (2.) Covic; 1:1 (31.) Becker; 2:1 (45.+3) Hasse; 3:1 (60.) Queißer; 4:1 (90.+2) Wiehe

SV Babelsberg 03:Babke, Lang, Wegener, Covic (78. Silic), Schmidt (26. Schätzle), Lessel, Didoss (78. Werbelow), Hasse, Queißer (86. Dahlke), Ogbidi (86. Wiehe), Büch

Hallescher FC:Bendel, Zaruba (60. Fakhro), Halili, Polat, Kulke, Ehrlich (60. Hartmann), Wosz (68. Löhmannsröben), Hauptmann, Becker (46. Stierlin), Kastull, Damelang (60. Landgraf)

Besondere Vorkommnisse:Gelbe Karten: Wegener, Didoss, Büch (SV Babelsberg 03) – Becker, Stierlin (Hallescher FC)

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