Greenpeace zieht Bilanz der Energiepolitik des Wirtschaftsministeriums in Hamburg; 28 Änderungen am Energiewende-Monitoring-Bericht Greenpeace zieht nach einem Jahr kritische Bilanz zur Energiepolitik des Wirtschaftsministeriums | Greenpeace e.V. Presseportal Greenpeace zieht nach einem Jahr kritische Bilanz zur Energiepolitik des Wirtschaftsministeriums Dossier beleuchtet Ministerin Reiches Kurswechsel anhand interner Dokumente Hamburg, 30. 4. 2026 – Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) verteidigt die Interessen der Öl- und Gasindustrie und benachteiligt den Ausbau der erneuerbaren Energien. Das ist das Fazit eines heute veröffentlichten investigativen Greenpeace-Dossiers (https: 4mV2uPc). Rund ein Jahr nach Amtsantritt von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) legt Greenpeace hiermit eine umfassende Bilanz ihrer bisherigen Amtszeit vor. Das Dossier dokumentiert anhand interner Unterlagen, ministerieller Entscheidungen und unabhängiger Bewertungen einen energiepolitischen Kurswechsel: weg vom beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien, hin zu erneuten fossilen Abhängigkeiten und wachsender Unsicherheit bei der Umsetzung der Energiewende. Das Papier dokumentiert Vorwürfe wegen Lobby-Nähe, belegt Eingriffe in Gutachten und schildert das gestörte Arbeitsklima im Ministerium. „Die Bilanz zeigt eine gezielte Unterminierung der Energiewende. Das bedroht Milliardeninvestitionen und steigert Kosten”, urteilt Karsten Smid, Energieexperte von Greenpeace. Greenpeace erstritt nach dem Umweltinformationsgesetz hunderte Seiten interner Dokumente und konnte belegen, dass das Wirtschaftsministerium mindestens28 gezielte inhaltliche Änderungenan einem unabhängig erstellten Monitoring-Bericht zur Energiewende veranlasste und kritische Aussagen abschwächte, um politische Positionen zu stützen. Bislang unveröffentlichte Unterlagen verhärten den Eindruck der ministeriellen Einflussnahme. In den von Greenpeace erstrittenen und später ergänzend übersandten Akten findet sich etwa die Erklärung des Ministeriums, warum ein zum 31. Juli 2025 fälliger vorläufiger Berichtsentwurf zum Energiewende-Monitoring nicht existiert: „Im Projektverlauf haben sich Auftragnehmer und BMWE gemeinsam auf eine lediglich mündliche Vorstellung des Berichtsentwurfs verständigt [...] Somit existiert faktisch kein schriftlicher Bericht.“ Damit fehlt eine wichtige Dokumentation in der Erstellung des Gutachtens, das als Basis für politische Entscheidungen diente. Ministerium hinkt beim Ausbau der Stromnetze für erneuerbare Energien hinterher Gleichzeitig zeigen interne Unterlagen, dass das Ministerium beim Ausbau der Stromnetze kaum Fortschritte macht. Die Dokumente belegen erhebliche Defizite des Hauses im Projektmanagement, die zu Verzögerungen beim Ausbau des Stromverteilnetzes beitragen. Doch anstatt die Ursachen zu beheben, weist Ministerin Reiche die Verantwortung von sich. „Die Kosten und Probleme sollen der Erneuerbaren-Branche angelastet werden, während große Energiekonzerne beim Netzausbau versagen”, erklärt Smid. Nach Einschätzung von Greenpeace zeigt das erste Amtsjahr Reiches eine desolate Bilanz: Zentrale Ausbaupfade der Energiewende werden politisch infrage gestellt, während neue Gaskraftwerke, fossiler Wasserstoff und CCS-Technologien in den Mittelpunkt ministerieller Planung rücken. “Mit ihrer rückwärtsgewandten Politik zugunsten der Gasindustrie hat Reiche nicht nur große Teile der Erneuerbaren-Energie-Branche gegen sich aufgebracht, sondern auch scharfe Kritik aus der Energiewirtschaft provoziert – unter anderem von Vattenfall und RWE”, so Smid. Greenpeace arbeitet international, setzt sich mit direkten, gewaltfreien Aktionen für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen von Mensch und Natur und Gerechtigkeit für alle Lebewesen ein. Das verwendete Bildmaterial steht 14 Tage nach Veröffentlichung zum Download für Medien zur Verfügung. Lieferbedingungen: keine Weitergabe an Dritte, kein Weiterverkauf, keine Archivierung, nur für redaktionelle Zwecke, Quellenangabe obligatorisch. Michael WeilandPressesprecher Energiewende, Gasausstiegmichael.weiland@greenpeace.org0160-1745772vCard herunterladen Karsten SmidExperte für Nationale und Internationale Energie- und Klimapolitik sowie Corporate Social Responsibility von Energiekonzernenkarsten.smid@greenpeace.org0171-8780821vCard herunterladen Experte für Nationale und Internationale Energie- und Klimapolitik sowie Corporate Social Responsibility von Energiekonzernen Donnerstag, 30. April 2026, 05:30 Uhr CEST Zukunft statt Gas: Klimabündnis ruft zu Demonstration in Hamm aufUnter dem Motto „Zukunft statt Gas - Gemeinsam für die Energiewende“ ruft ein deutschlandweites Bündnis für Samstag, den 30. Mai, in Hamm zu einer Demonstration für eine gerechte Energiewende und g... Unter dem Motto „Zukunft statt Gas - Gemeinsam für die Energiewende“ ruft ein deutschlandweites Bündnis für Samstag, den 30. Mai, in Hamm zu einer Demonstration für eine gerechte Energiewende und g... Greenpeace zum 40. Jahrestag des Super-GAUs in TschornobylHeinz Smital, Kernphysiker von Greenpeace, sieht die Zukunft der Energieversorgung dezentral und erneuerbar. Heinz Smital, Kernphysiker von Greenpeace, sieht die Zukunft der Energieversorgung dezentral und erneuerbar. Greenpeace zur Rede von Bundeskanzler Merz beim Petersberger KlimadialogBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich beim Petersberger Klimadialog klar zum Pariser Klimaschutzabkommen, der multilateralen Zusammenarbeit und dem europäischen Emissionshandel bekannt. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich beim Petersberger Klimadialog klar zum Pariser Klimaschutzabkommen, der multilateralen Zusammenarbeit und dem europäischen Emissionshandel bekannt. Greenpeace zum Start des Petersberger KlimadialogsMartin Kaiser, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace Deutschland erwartet besonders von der Bundesregierung, wieder stärker auf Klimaschutz zu setzen. Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace Deutschland erwartet besonders von der Bundesregierung, wieder stärker auf Klimaschutz zu setzen. --- Source: https://presseportal.greenpeace.de/264998-greenpeace-zieht-nach-einem-jahr-kritische-bilanz-zur-energiepolitik-des-wirtschaftsministeriums/ sdDatePublished: 2026-04-30T08:12:00Z Topics: environmental policy, energy industry, renewable energy, oil and gas, government policy, lobbying, public inquiry, business information Locations: Hamburg, Germany