Aminata Touré und AOK Nordwest Übergabe Förderbescheide 1,2 Mio Euro in Kiel heute; Verbesserte Versorgungsqualität in Pflege, Praxisnah umgesetzt

Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung:Thema:Ministerien & Behörden

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Neue Anlaufstelle für die Digitalisierung der häuslichen Pflege: Sozialministerin Aminata Touré übergibt gemeinsam mit der AOK Nordwest Förderbescheid über 1,2 Millionen Euro an das Forum Pflegegesellschaft e.V. vertreten durch die schleswig-holsteinische Geschäftsstelle des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa)

KIEL. Sozialministerin Aminata Touré und die AOK Nordwest haben heute Förderbescheide mit einer Gesamtsumme von 1,2Mio.Euro für das Projekt „ZAPF@DigitAl - Zentrale Anlaufstelle Pflege zur Digitalisierung und Alltagsgestaltung“ an das Forum Pflegegesellschafte.V.- vertreten durch die schleswig-holsteinische Geschäftsstelle des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienstee.V.(bpa) - übergeben. Mit der Förderung wird ein innovatives Projekt für Pflegeeinrichtungen und die dort Beschäftigten initiiert, um gezielt bei der Nutzung digitaler Lösungen und bei der alltagsnahen Gestaltung von Pflege zu unterstützen. Ziel von ZAPF@DigitAl ist es, Digitalisierung in der Pflege nah an der Praxis erlebbar zu machen. Damit soll ein Beitrag zur Verbesserung der Versorgungsqualität und zur Entlastung der professionell und informell Pflegenden geleistet werden.„Das ist ein wichtiges Projekt für die Digitalisierung in der häuslichen Pflege im Land. Digitale Lösungen können nur dann funktionieren, wenn die Fachkräfte und Pflegehaushalte mitgenommen und die Anwendungen in der Praxis erfolgreich eingesetzt werden. Genau dafür gibt ihnen die neue Anlaufstelle wichtiges Wissen an die Hand. Es existieren bereits sehr viele digitale Anwendungen, die das Potential haben, die Pflege zu entlasten. Mit dem Projekt wollen wir dazu beitragen, dass dieser Wandel schneller voranschreitet und Pflegebedürftige sowie Angehörige zu digitalen Anwendungen in der Häuslichkeit, deren Förderung und der Nutzung durch Fachkräfte beraten werden können“, sagte Ministerin Touré heute bei der Bescheidübergabe anlässlich des Jahresempfangs der bpa-Landesgruppe Schleswig-Holstein in Kiel.Die Ministerin zeigte sich zugleich ernüchtert über die Arbeit der Bundesregierung an der angekündigten Pflegereform:„Es ist offensichtlich, dass der der Bund die Nöte und Bedürfnisse der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen nicht richtig sieht. Der Vorschlag, die pauschalen Leistungsausweitungen von 2017 und 2022 nun pauschal zurückzunehmen und damit zwangsläufig die Eigenanteile der Pflegebedürftigen zu erhöhen, halte ich für hoch problematisch. Hier wird auf dem Rücken der Schwächsten dieser Gesellschaft ausgetragen, was die Bundesregierung über Jahre versäumt hat.“Umso erfreulich sei es, dass die Zusammenarbeit in Schleswig-Holstein so reibungslos laufe.Das Projekt ZAPF@DigitAl wird vom bpa für das Forum Pflegegesellschaft e. V. durchgeführt. Dabei stehen insbesondere niedrigschwellige Beratung, Information und Vernetzung im Mittelpunkt. Die zentrale Anlaufstelle Pflege soll als kompetente Schnittstelle fungieren, die Orientierung bietet, digitale Kompetenzen stärkt und innovative Lösungen in den Pflegealltag integriert. Das Projekt ist befristet bis Ende 2028.Das Land Schleswig-Holstein stellt seit dem Haushaltsjahr 2025 die Kofinanzierung für Modellvorhaben nach§123SGBXI bereit. Insgesamt sind dafür 4 Millionen Euro für die Jahre 2025 bis 2028 vorgesehen. Zusammen mit den Mitteln aus dem Ausgleichsfonds der Pflegeversicherung stehen damit für Schleswig-Holstein insgesamt 8 Millionen Euro für entsprechende Modellvorhaben zur Verfügung.Maik Vonau von der AOK NordWest hob hervor, dass ZAPF@DigitAl einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen leisten könne, indem digitale Angebote sinnvoll mit den realen Bedarfen von Pflegebedürftigen und Pflegenden verknüpft werden: „Es liegen viele Anträge auf Anerkennung von digitalen Pflegeanwendungen beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Sollten die ersten während der Laufzeit des Modellvorhabens anerkannt werden, hätten wir ein gutes Testfeld, um diese zu den Pflegebedürftigen und den pflegenden An- und Zugehörigen zu bringen.Mathias Steinbuck, Vorsitzender der bpa Landesgruppe Schleswig-Holstein und Michael Saitner, Sprecher des Forum Pflegegesellschafte.V., unterstrichen, dass das Projekt insbesondere den Pflegeeinrichtungen praktische Unterstützung bieten und dazu beitragen könne, bestehende Ressourcen effizienter zu nutzen sowie neue Handlungsspielräume zu eröffnen. Jetzt gelte es das Modellvorhaben schnell in die Umsetzung zu bringen, um die knappe Zeit bis Ende 2028 bestmöglich nutzen zu können.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Patrick Tiede | Fenja Hardel | Hannah Beyer | Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein | Adolf-Westphal-Straße 4, 24143 Kiel | Telefon 0431 988-5317 | E-Mail: | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unterwww.schleswig-holstein.de| Das Ministerium finden Sie im Internet unterwww.schleswig-holstein.de

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