Regionalausschuss Alstertal beschloss Antrag zur Deponie Hummelsbüttel in geänderter Form; 1988-Unterlagen fehlen.

Drucksache - 22-3505.1

-Ursprünglicher Antrag der CDU-Fraktion; die SPD-Fraktion, die Fraktion Die Grünen und dieFDP-Fraktion sind in der Sitzung als antragstellende Fraktionen beigetreten

-Der Regionalausschuss Alstertal beschloss den Antrag in der Sitzung vom 29.04.2026 einstimmigin geänderter Form

Zu der vor längerer Zeit erfolgten Schaffung von Parkplätzen undWanderwegen auf dem Nordteil der Mülldeponie Hummelsbüttel hates u.a. diverse Senatsanfragen und eine Kleine Anfrage im Bezirkgegeben.In der neuesten Senatsantwort Drucksache 23

3302 in der Antwortzu Frage 2 gibt es nun erstmals ganz konkrete Informationen:„Bei der Planung einer Deponie wird im Rahmen der Zulassung derDeponie eine Planung für die gesamte Lebensdauer der Deponieerstellt und durch die zuständige Behörde genehmigt. Zu diesenPlanungen gehört auch die endgültige Gestaltung derDeponieoberfläche bzw. die Rekultivierung derDeponie. Die Deponie Hummelsbüttel wurde mit Plangenehmigungvom 2. April 1991 zugelassen. Die Planungen wurden Ende der1980er Jahre erstellt. Die jetzt umgesetzte Oberflächengestaltungwurde in dieser Plangenehmigung festgesetzt.

Im Jahr 2022 wurde lediglich eine Ausführungsplanung ergänzt, diein enger Abstimmung midem Bezirksamt Wandsbek erfolgte. Zuden Planungen zudem folgende Auskünfte: Der Ausschuss fürUmwelt, Schule, Sport und Jugend beim Ortsamt Alstertal wurdeam 7. September 1988 (TOP 2 der Sitzung) erstmals umfassendüber den Antrag zur Deponieaufsattelung der ContainerdienstEggers & Sohn GmbH informiert. Der Gestaltungsplan für dieDeponieoberfläche nach Stilllegung der Deponie war Bestandteildes Antrags. Das Ortsamt Alstertal hat dem Vorhaben mitStellungnahme vom 24. Oktober 1988 zugestimmt.

Allerdings liegen weder dem Bezirksamt Wandsbek noch demStaatsarchiv die Unterlagen aus dem Jahre 1988 vor.Außerdem liegt dem Bezirksamt nur die vorläufigeAusführungsplanung aus dem Jahre 2022 vor.Die CDU-Fraktion in der Bezirksversammlung Wandsbek hat daher

die BUKEA um die fehlenden Unterlagen gebeten.

Folgende Unterlagen konnten noch zur Verfügung gestellt werden:

Finaler Rekultivierungsplan im Rahmen der Plangenehmigungaus dem Jahre 1988

Stellungnahme des Ortsamtes Alstertal vom 24.10.1988 miteiner Vielzahl von Verbesserungswünschen

Finaler Ausführungsplan 2022 in der Fassung vom 8.2.2023

Das Protokoll der Ausschusssitzung vom 7.9.1988 liegt auch derBUKEA nicht vor.

Vom Nordende der Straße Kiwittredder gibt es seit Jahrzehnteneinen Trampelpfad zur Zuwegung der Norderstedter Straße„Poppenbütteler Straße“zum jetzt neugebauten Parkplatz.Dieser Trampelpfad befindet sich in einem sehr schlechtenZustand, wird aber gernvon vielen Bürgern rege genutzt,Aus dem Rekultivierungsplan aus dem Jahre 1988 ergibt sich, dassgenau dieser Weg als „Reit-, Rad-und Fußweg“verbindlich bei derRekultivierung vorgesehen ist. Dieser wichtige Weg wurde in deraktuellen Ausführungsplanung einfach ignoriert. Auch gab esdesbezüglich keine Anhörung oder Information desRegionalausschusses Alstertal oder des zuständigenFachausschusses der Bezirksversammlung Wandsbek.

Die Frage 4 in der Senatsanfrage Drucksache 23

2313 vom 9.12.2025 lautet:„GemäßAntwort zu Frage 2 der Drs. 23

1199 vom 29.08.2025 ist dieReparatur der Erosionsschäden zwischenzeitlich erfolgt. Inzwischen gibt eserneut deutliche Erosionsschäden bei demneuen Weg. Ursache scheint zusein, dass beim Bau der neuen Wege versäumt wurde, eine gezielteWasserableitung für Regenwasser einzubauen. Wie sollen zukünftigeErosionen der neuen Wege durch Regenwasser verhindert werden? Wannsoll eine Umsetzung dieser Maßnahmen erfolgen?“Hierauf gab es die folgende Antwort:„Neue Erosionsschäden auf der Deponieoberfläche sind der zuständigenBehörde nicht bekannt.“Auch wenn das Gegenteil von der Stadt behauptet wird, gibt es immer nochdeutlich neue Erosionsschäden aufder Zufahrt sowie auf dem breiten Wegvom Parkplatz nach oben. Da der Weg aus einer sandigen Deckschichtbesteht, sorgt abfließendes Regenwassere im jetzigen Wegezustand immerwieder zu neuen Erosions-Schäden. Grund ist der fehlende Einbau vonRegenwasserableitungen.

Die zuständige Fachbehörde wird gebeten, alle Verpflichtungen des Deponiebetreibers aus dem Rekultivierungsplan aus 1988 und ggf. erfolgten weiteren Ergänzungen, die noch nicht umgesetzt worden sind, dem Regionalausschuss darzulegen und die Notwendigkeit der Umsetzung zu prüfen. Dabei sollen die Planungen für Olympia und die Mountainbikestrecke berücksichtigt werden.

Finaler Rekultivierungsplan im Rahmen der Plangenehmigung

amtes Alstertal vom 24.10.1988 mit

hrungsplan 2022 in der Fassung vom 8.2.2023