---
title: "Pkw-Verkehr in Baden-Württemberg Jahresfahrleistungen; 14% Anstieg 2020–2024"
sdDatePublished: "2026-04-30T19:35:00Z"
source: "https://www.statistik-bw.de/fileadmin/user_upload/Service/Veroeff/Statistisches_Monatsheft/Beitrag_26_04_04.pdf"
topics:
  - name: "transport"
    identifier: "medtop:20000337"
  - name: "environment"
    identifier: "medtop:06000000"
  - name: "economy"
    identifier: "medtop:20000344"
  - name: "government policy"
    identifier: "medtop:20000621"
locations:
  - "Baden-Württemberg"
---


Pkw-Verkehr in Baden-Württemberg Jahresfahrleistungen; 14% Anstieg 2020–2024

Jahresfahrleistungen des Straßenverkehrs

Jahresfahrleistungen des Straßenverkehrs
Entwicklung und Zusammensetzung während und nach
der Coronapandemie
Die Jahresfahrleistungen der Kraftfahrzeuge sind eine zentrale Kenngröße des Verkehrssektors, aus ihnen
werden die Treibhausgasemissionen, aber auch Luftschadstoffemissionen wie Feinstaub oder Stickoxide
berechnet. Die Treibhausgasemissionen aus Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) fließen in
den Monitoringbericht der Landesregierung ein, der im Rahmen des Klimaschutz- und Klimawandelanpas-
sungsgesetzes, kurz Klimagesetz Baden-Württemberg (KlimaG BW), zu erstellen ist. Änderungen in der Höhe
der Fahrleistungen haben dabei auch immer Änderungen in der Höhe der Treibhausgasemissionen zur Folge.
Die Jahresfahrleistungen in Baden-Württemberg stiegen zwischen 1990 und dem Beginn der Coronapandemie
jedes Jahr um etwa 1 % von 75 Milliarden Kilometer (Mrd. km) auf 95 Mrd. km an. Zwar gab es in diesem Zeit-
raum immer mal wieder Abweichungen von dieser Entwicklung, wie beim Güterverkehr beispielsweise durch
die Finanzkrise 2008/2009 oder die Verschiebung von Pkw-Fahrleistungen hin zu benzingetriebenen Pkw auf-
grund des Dieselskandals. Die Coronapandemie jedoch führte innerhalb eines Jahres zu einem Rückgang der
Fahrleistungen um 16 %. Der Lockdown sowie weitere Einschränkungen wirkten sich sehr unterschiedlich auf
die Fahrleistungen der verschiedenen Fahrzeugarten aus. Im Folgenden werden diese und weitere Verschie-
bungen bei den Fahrleistungen, den Fahrzeugarten und unterschiedlichen Straßenarten untersucht. Die Ent-
wicklung der Straßenverkehrsemissionen in Baden-Württemberg ist nicht Gegenstand dieser Betrachtung.
Der Verkehr auf baden-württembergischen Straßen
(siehe Info-Box „Berechnung von Jahresfahrleistun-
gen“) ist nach dem pandemiebedingten Einbruch
2020 bis zum Jahr 2024 schnell wieder auf eine Höhe
von fast 92 Mrd. km angewachsen. Zuvor waren die
Fahrleistungen von dem Höchststand des Jahres 2019
mit 95 Mrd. km um 16 % auf 80 Mrd. km im Jahr 2020
zurückgegangen. Dies entspricht etwa dem Stand zum
Beginn der 1990er-Jahre. Mit den Lockerungen der
Coronamaßnahmen setzte bereits im Folgejahr wieder
ein starker Anstieg des Verkehrsaufkommens ein. Bis
2024 führte dies zu einer Gesamtsteigerung von 14 %
innerhalb von vier Jahren, was einem durchschnitt-
lichen jährlichen Anstieg von 3,3 % entspricht. Im Ver-
gleich dazu betrug der jährliche Anstieg im Zeitraum
20101 bis 2019 etwa 0,8 %, was deutlich unter dem
aktuellen Wachstumstempo liegt. Allerdings deutet
sich in den beiden letzten Jahren eine Abschwächung
des Wachstums an. Das Vor-Corona-Niveau wurde
bislang noch nicht wieder erreicht, die Fahrleistun‑
gen liegen knapp 4 % unter der Höchstmarke.
(Schaubild 1).
Güterverkehr erholt sich zunächst
schneller als der Pkw-Verkehr
Die Coronamaßnahmen zeigten unterschiedliche
Auswirkungen auf das Verkehrsaufkommen der ein‑
zelnen Fahrzeugarten. Am stärksten betroffen war
der Pkw-Verkehr, der 2020, im ersten Jahr der Pan‑
demie, um 18 % (–15 Mrd. km) zurückging. Pkw-Fahr-
ten dominieren mit einem Anteil von über 80 % den
Straßenverkehr. Der Güterverkehr insgesamt mit
leichten (<= 3,5 Tonnen zulässige Gesamtmasse)
und schweren Nutzfahrzeugen (> 3,5 Tonnen zuläs‑
sige Gesamtmasse) ging trotz des mit –5,2 % star-
Verkehr | Kfz und Verkehrsbelastung
39
Statistisches Monatsheft Baden-Württemberg | 4/2026
Umwelt und Verkehr
Umwelt und Verkehr

ken Rückgangs der Wirtschaftsleistung (Brutto-
inlandsprodukt) nur gering um –0,5 Prozent zurück
(Schaubild 2). Die negative Entwicklung des Bruttoin-
landsprodukts (BIP) hatte jedoch innerhalb des Güter-
verkehrs unmittelbar Auswirkungen auf die Fahrleis-
tungen der schweren Nutzfahrzeuge, die in ähnlicher
Größenordnung (–5 %) auf nun 6,2 Mrd. km zurück-
gingen. Kompensiert wurde dieser Rückgang durch
die leichten Nutzfahrzeuge, die mit einem Anstieg von
knapp 4 % auf nun 7,2 Mrd. km sogar mehr Kilometer
auf baden-württembergischen Straßen zurücklegten
als je zuvor. Sie waren im ersten Coronajahr die einzige
Fahrzeugart mit positiver Veränderungsrate. Ein Grund
dafür ist der in diesem Zeitraum sehr stark gestiegene
Onlinehandel, was sich aus dem im Vergleich zu 2019
um 10,9 % erhöhten Sendungsvolumen der Kurier-,
Express- und Paketdienste (KEP-Branche) ablesen
lässt.2 Dieses deutliche Wachstum ist laut Branchen-
verband vor allem auf Paketlieferungen zum Endver-
braucher zurückzuführen, während beispielsweise
Sendungen in die Branchen Fahrzeug- und Maschinen-
bau deutlich zurückgingen.
79 26
Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
1) Änderung in der Methodik, Umstellung auf Verkehrsmonitoring.
Datenquellen: Verkehrszählungsergebnisse des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg und eigene Modellrechnungen.
Jahresfahrleistungen in Baden-Württemberg 1990 bis 2024
nach Fahrzeugkategorie
Schaubild 1
in Mrd. km
100
80
60
40
20
0
2024
2020
2015
20101)
2005
2000
1995
1990
Schwere
Nutzfahrzeuge
Krafträder
Leichte
Nutzfahrzeuge
Otto-Pkw
Busse
Diesel-Pkw
40
Statistisches Monatsheft Baden-Württemberg | 4/2026
Umwelt und Verkehr

Bereits im zweiten Coronajahr 2021 nahmen die
Fahrleistungen insgesamt sehr stark um 5,1 % zu
(+4,1 Mrd. km). Auch das BIP in Baden-Württemberg
stieg in diesem Zeitraum in gleicher Größenordnung
an (+5,6 %). Bei den einzelnen Fahrzeugarten waren
die Zuwächse unterschiedlich stark ausgeprägt. Den
größten Anstieg erzielte der Güterverkehr (+11 %) und
dies in annähernd gleicher Größenordnung sowohl bei
den schweren als auch bei den leichten Nutzfahrzeu-
gen. Die KEP-Branche transportierte fast eine Milliarde
Sendungen mehr als vor Corona und erreichte in dem
Jahr beim Liefervolumen ihren Höchststand (4,5 Mrd.
Sendungen). In den Folgejahren schwächte sich das
Wirtschaftswachstum zusehends ab, was spürbare
Auswirkungen vor allem auf den Güterverkehr nach
sich zog. 2022 betrug das Wirtschaftswachstum im
Land noch 2,1 %, während der Güterverkehr insge-
samt nur noch um 1 % anstieg. Getragen wurde dieser
Anstieg erneut von den leichten Nutzfahrzeugen,
deren Fahrleistungen um fast 3 % zunahmen, während
die der schweren Nutzfahrzeuge bereits ein Minus von
1,3 % verzeichneten. Diese negative Entwicklung ver-
stärkte sich in den Jahren 2023 und 2024 noch weiter,
dort betrugen die jährlichen Rückgänge jeweils –2 %.
Das BIP stieg in Baden-Württemberg 2023 zwar noch
um 0,2 %, 2024 wurde jedoch ein Minuswachstum von
–0,4 % verzeichnet (Deutschland –0,3 % und –0,2 %).
Vor allem das Verarbeitende Gewerbe und die Bau-
branche waren stark betroffen.3 Damit gingen die Fahr-
leistungen der schweren Lkw deutlich stärker zurück
als die Wirtschaftsleistung. Die leichten Nutzfahrzeuge
mit Anstiegen von 0,9 % (2023) und 1,7 % (2024)
konnten diese Rückgänge noch kompensieren, sodass
die Fahrleistungen des Güterverkehrs insgesamt nur
stagnierten.
80 26
Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
1) Ab 2010 Änderung in der Methodik, Umstellung auf Verkehrsmonitoring. – 2) Bruttoinlandsprodukt (preisbereinigt, verkettet). – 3) Leichte
und schwere Nutzfahrzeuge. – 4) Bis 2000: Stichtag 01.07. des Jahres. Ab 2001: Stichtag 01.01. des Jahres. Ab 2008: Nur noch angemeldete
Fahrzeuge ohne vorübergehende Stilllegungen/Außerbetriebsetzungen.
Datenquellen: Verkehrszählungsergebnisse des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg, Arbeitskreis VGR der Länder und eigene Modell-
rechnungen. Berechnungsstand Herbst 2025.
Jahresfahrleistungen, Pkw-Bestand, Bevölkerung und Bruttoinlandsprodukt
in Baden-Württemberg 1995 bis 2024
Schaubild 2
1995 = 100
200
140
160
120
100
80
0
2024
2020
2015
2010
2005
2000
1995
180
Pkw-Bestand4)
Jahresfahrleistungen Pkw-Verkehr1)
Jahresfahrleistungen Güterverkehr3)
BIP2)
Bevölkerung im Jahresmittel
41
Statistisches Monatsheft Baden-Württemberg | 4/2026
Umwelt und Verkehr

Der berufliche Pkw-Verkehr wächst
zunächst langsamer
Im Pkw-Verkehr fiel der Zuwachs bei den Fahrleistun-
gen 2021 trotz des mit +4 % höchsten Anstiegs seit
1995 deutlich verhaltener als im Güterverkehr aus.
Von den insgesamt 4,1 Mrd. km, um die die Fahrleis‑
tungen 2021 anstiegen, entfielen etwa zwei Drittel
auf den Pkw- und ein Drittel auf den Güterverkehr.
Der Zuwachs an Pkw-Fahrten erfolgte ausschließlich
auf Autobahnen und Außerortsstraßen, auf den Inner-
ortsstraßen ging der Pkw-Verkehr um 3,1 % zurück
(Schaubild 3). Im Gegensatz dazu fand beim Güter-
verkehr der stärkste Anstieg auf den Innerortsstraßen
statt. Er lag um fast 20 Prozentpunkte über dem Pkw-
Verkehr. Aber auch auf den anderen Straßenkategorien
entwickelte sich der Pkw-Verkehr schwächer. 2021 war
noch geprägt von diversen Corona-Beschränkungen
beispielsweise für Schulen und Kitas, aber auch in
der Gastronomie und Beherbergungseinrichtungen.
Aus Sicht der Arbeitnehmenden wurde mit der Pflicht
zum Homeoffice dieser Anteil an der Erwerbsarbeit
stark ausgeweitet.4 Die Homeofficequote (abhängig
Beschäftigte mit mindestens einem Tag Homeoffice
in der Woche) betrug in Baden-Württemberg 24,1 %
(1,27 Mio. Beschäftigte). Der Anteil der Beschäftig-
ten, die jeden Tag zu Hause arbeiteten, lag bei 9,2 %
(484 Tsd.). Dies führte in der Folge zu reduzierten
Pendlerbewegungen, was sich indirekt auch aus den
Ergebnissen der Dauerzählstellen ablesen lässt.5
Diese erfassen den Verkehr permanent, sodass daraus
Entwicklungen im zeitlichen Verlauf abgeleitet werden
81 26
Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
1) Leichte und schwere Nutzfahrzeuge.
Datenquellen: Verkehrszählungsergebnisse des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg und eigene Modellrechnungen.
Fahrleistungen des Pkw- und Güterverkehrs in Baden-Württemberg
2020 bis 2024 nach Straßenkategorie
Schaubild 3
Veränderung gegenüber Vorjahr in %
20
0
10
2024
2023
2022
2021
2020
15
5
–5
–25
–20
–10
–15
Güterverkehr1)
Pkw
AB
AO
IO
AB
AO
IO
AB
AO
IO
AB
AO
IO
AB
AO
IO
AB = Autobahnen
AO = Außerortsstraßen (Bundes-, Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen außerorts)
 IO = Innerortsstraßen (Ortsdurchfahrten, Gemeindestraßen innerorts)
42
Statistisches Monatsheft Baden-Württemberg | 4/2026
Umwelt und Verkehr

können (Schaubild 4). Während 2021 der Kfz-Verkehr
an Werktagen mit +4 % lediglich auf den Autobahnen
zunahm, fiel der Anstieg des Verkehrs an Sonn- und
Feiertagen auf allen betrachteten Straßenarten zum
Teil um ein Vielfaches höher aus. Die Fernstraßen zeig-
ten hier die stärksten Zuwächse (Autobahnen +11 %,
Bundesstraßen +4 %). Aufgrund des Sonntagsfahr-
verbots für Lastkraftwagen6 sind an diesen Tagen zum
überwiegenden Teil nur privat genutzte Kraftfahrzeuge
auf den Straßen unterwegs. Diese Fahrten waren 2020
stärker eingeschränkt als der beruflichen Zwecken
dienende Werktagsverkehr. An Sonn- und Feiertagen
betrug die Abnahme der Verkehrsleistung auf Auto-
bahnen und Außerortsstraßen ca. 25 %, während das
Minus zwischen Montag und Freitag mit ungefähr 14 %
weitaus geringer ausfiel. Hingegen stiegen mit begin-
nenden Lockerungen im Folgejahr die privaten Fahrten
wieder stärker an, wie die um mehrere Prozentpunkte
höheren Veränderungsraten des Kfz-Verkehrs an
Sonn- und Feiertagen zeigen. Dagegen entwickelte
sich der Werktagsverkehr aller Kfz schwächer und
lag zwischen ein und drei Prozentpunkten unter den
Steigerungsraten des Schwerverkehrs (schwere Nutz-
fahrzeuge und Busse).
82 26
Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
1) Motorräder, Pkw, Busse, leichte Nutzfahrzeuge, schwere Nutzfahrzeuge. – 2) Schwere Nutzfahrzeuge und Busse.
Datenquelle: Ergebnisse und Ganglinien der Dauerzählstellen des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg.
Ergebnisse der Dauerzählstellen: Kfz-Verkehr an Werk- bzw. Sonn- und
Feiertagen in Baden-Württemberg 2020 bis 2024 nach Straßenkategorie
Schaubild 4
Veränderung gegenüber Vorjahr in %
40
0
10
2024
2023
2022
2021
2020
15
5
–5
–25
–30
–20
–10
–15
Schwerverkehr an Werktagen2)
Kfz-Verkehr an Sonn- und Feiertagen
Kfz-Verkehr