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title: "Catherine Deneuve POTICHE Metropolis Kino Hamburg; O.m.U. Einführung durch Nathalie David"
sdDatePublished: "2026-04-30T22:54:00Z"
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Catherine Deneuve POTICHE Metropolis Kino Hamburg; O.m.U. Einführung durch Nathalie David

www.theatergemeinde-hamburg.de
05
Jahrgang	39
Spielzeit 2025/2026
Ausgabe	05.2026
Staatsoper Hamburg

» Frauenliebe und -sterben «
     Inszenierung: Tobias Kratzer

Die TheaterGemeinde Hamburg
und das Metropolis Kino präsen­
tieren gemeinsam die Reihe
"KulturKino im Metropolis" und
zeigen Ihnen in loser Folge Filme,
die entweder ein aktuelles ge­
sellschaftliches Thema aufgrei­
fen, oder mit dem Thema „Dar­
stellende Kunst“ verbunden sind,
oder aber von Filmschaffenden
produziert wurden, die auch im
Theaterbereich tätig sind.
Am Donnerstag, 28.05.2026 um 19.00 Uhr
sehen Sie im KulturKino im Metropolis
POTICHE
 (Das Schmuckstück)
Ein Spielfilm von
François Ozon,
2010, Frankreich, 103 Min., O.m.U.
Einführung:
Nathalie David
Es ist das Jahr 1977. Suzanne Pujol (Ca­
therine Deneuve) ist Hausfrau und Mutter.
Wenn sie nicht gerade kocht, geht sie gern
joggen und schreibt Gedichte. Ihr Mann Ro­
bert (Fabrice Luchini) leitet derweil seine
Regenschirmfabrik mit eiserner Hand.
Nicht nur im Beruf, sondern auch privat er­
weist sich Robert als egoistischer Macho,
der seine Ehefrau lediglich als dekoratives
Schmuckstück betrachtet. Zudem betrügt
er Suzanne mit seiner Sekretärin Nadège.
Doch Robert wird in der Firma von streiken­
den Arbeitern festgesetzt. Nun ist Suzanne
gezwungen, selbst das Steuer in die Hand
zu nehmen. Sie übernimmt kurz entschlos­
sen - und sehr erfolgreich - den Posten der
Direktorin. Doch der festgehaltene Firmen­
leiter nebst dem alarmierten Politiker Mau­
rice Babin (Gérard Depardieu) beäugen ihr
Treiben skeptisch - und verbünden sich
schließlich auch noch mit dem Gewerk­
schaftsführer…
In dieser französischen Filmkomödie nach
dem Theaterstück „Potiche“ von Pierre Bar­
illet und Jean-Pierre Grédy setzt der Filme­
macher François Ozon bewusst an „Die
KulturKino im Metropolis
Metropolis Kino
Kleine Theaterstraße 10, 20354 Hamburg
ermäßigter Preis: 7,60 €
Bestellnummer 0170
(inkl. HVV)
Mai
Do 28. 19:00
Regenschirme von Cherbourg“ an - der
Film, mit dem Catherine Deneuve 1964 na­
tional und international bekannt wurde.
Nathalie David, Filmemacherin und Kurato­
rin der Reihe „KulturKino im Metropolis“,
wird in ihrer kurzen Einführung auf die filmi­
sche Arbeit von François Ozon eingehen.
Regie: François Ozon
Mit: Catherine Deneuve, Gérard Depardieu,
Fabrice Luchini, Jérémie Renier u.a.

TheaterGemeinde Hamburg
Ida-Ehre-Platz 14, 20095 Hamburg
Postfach 10 55 23, 20038 Hamburg
Fax: 040 / 30 70 10 77
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www.theatergemeinde-hamburg.de
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Spielzeit:
2025/2026
Ausgabe:
05.2026
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Seite 07
Oper
Ballett
Tanz
Seite 08–16
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Kleine Bühne
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Theater
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KulturVorteil
Seite 06
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außerhalb des
Abonnements
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 EXTRAS
Der Versand des Juni-MAGAZINs erfolgt am
29.05.2026; ab dem 30.05.2026 können Sie
auf die neuen Termine zugreifen und online
oder telefonisch bestellen.
Telefonservice:
040 / 30 70 10 70
(Mo. bis Fr. 13 - 19 Uhr)
Der Mai hat seine eigene Stimmung. Mehr Licht,
mehr Leben, mehr Lust, unterwegs zu sein und
schöne Abende nicht allein zu erleben. Für die
TheaterGemeinde Hamburg ist genau das ein
besonderer Moment, denn dieser Monat zeigt auf
wunderbare Weise, wofür wir stehen: Kultur
gemeinsam erleben und lieben, miteinander ins
Gespräch kommen und Räume öffnen, in denen
aus einem Theaterabend mehr werden kann als ein
Besuch, nämlich ein echtes gemeinsames Erlebnis.
Besonders freuen wir uns auf unseren Abend der
Begegnungen am 11. Mai im Thalia in der
Gaußstraße. Gemeinsam mit dem Thalia Theater
laden wir zu einer besonderen Veranstaltung mit
Sonja Anders und Mitgliedern des Ensembles ein.
Im Mittelpunkt stehen Einblicke in die künstlerische
Handschrift des Hauses, erste Ausblicke auf die
kommende Spielzeit und die Menschen, die ein
Theater mit Ideen, Haltung und Energie prägen.
Künstlerische Beiträge verleihen dem Abend eine
eigene Atmosphäre. Beim anschließenden kuli-
narischen Ausklang mit kleinen Häppchen und
Getränken bleibt Zeit, Eindrücke nachklingen zu

lassen, miteinander ins Gespräch zu kommen und
neue Kontakte zu knüpfen.
Nur zwei Tage später, am 13. Mai, folgt mit
unserem Konzert in der Elbphilharmonie ein
weiterer Höhepunkt. Das Stuttgarter Kammer-
orchester ist unter der Leitung von Thomas
Zehetmair zu Gast, Daniel Ottensamer übernimmt
den Solopart in Mozarts Klarinettenkonzert.
Gemeinsam mit Werken von Linda Buckley und
Franz Schubert entsteht ein Programm, das
Klangschönheit, Tiefe und Entdeckerfreude mit-
einander verbindet.
Gerade solche Abende machen spürbar, was die
TheaterGemeinde
Hamburg
auszeichnet.
Wir
begleiten Menschen in Kulturorte dieser Stadt,
schaffen Nähe und laden dazu ein, Erlebnisse zu
teilen. So entstehen Austausch, Gemeinschaft und
manchmal sogar neue Freundschaften.
Wir freuen uns darauf, diesen besonderen Mai mit
Ihnen zu erleben und wünschen Ihnen einen ins-
pirierenden Monat voller Theater, Musik und
schöner Begegnungen.
Ihre TheaterGemeinde Hamburg
Bühne frei
für den Mai

04 |
Seit zwölf Jahren leitet Konstanze Ullmer das Sprechwerk in einer ehemali­
gen Speditionshalle im Stadtteil Borgfelde. Fast ebenso lange gibt es die Reihe
„Wortgefechte“ mit Eigenproduktionen, die einen Raum für Dialoge eröffnen.
Konstanze, am Sprechwerk bist du die Frau der ers­
ten Stunde und hast ab 2004 gemeinsam mit Andre­
as Lübbers die Spielstätte aufgebaut.
Konstanze: Zu Anfang haben wir hier alle umsonst
gearbeitet. Ich hatte gerade meine Zwillinge bekom­
men und lebte zwei Jahre lang von Erziehungsgeld. In
dieser Zeit musste ich mir etwas aufbauen, um mich
selbst finanzieren zu können. Andreas hat damals
noch das Sprechwerk geleitet, 2014 habe ich dann
die Intendanz und künstlerische Leitung übernom­
men. Andreas ist aber immer noch eine große Hilfe.
Du stammst aus einer Schauspielerfamilie, hast
selbst in Berlin Schauspiel studiert und bist an vielen
deutschen Bühnen aufgetreten. Später hast du in
Hamburg als Kultur- und Medienmanagerin diplo­
miert. Warum diese Umorientierung?
Konstanze: Ich wollte gar nicht aufhören mit der
Schauspielerei, sondern dachte, mich dadurch bes­
ser vermarkten zu können. Für Frauen ab Mitte drei­
ßig beginnt am Theater eine Durststrecke. Das
Sprechwerk war dann ein Aha-Erlebnis. Ich dachte:
Das ist es! Hier kann ich sowohl mein organisatori­
sches Talent einsetzen als auch meine künstleri­
schen Ideen umsetzen. Als Schauspielerin hat mich
immer gestört, dass ich keinen Einfluss darauf hat­
te, was auf der Bühne geschieht.
Auf welche Entwicklungen am Sprechwerk in den
zwölf Jahren deiner Intendanz bist du besonders
stolz?
Konstanze: Mein Herz schlägt natürlich für die Reihe
„Wortgefechte“, in der wir unsere Eigenproduktionen
zeigen. Leider sind sie nicht immer so gut besucht,
wie sie es verdient hätten. Außerdem ist es mir sehr
wichtig, Kunst zu ermöglichen, also der freien Szene
ein Podium zu bieten. Zum einem werden bei uns
Produktionen gezeigt, die von der Kulturbehörde ge­
fördert werden. Aber sehr oft kommen auch Künst­
lerinnen und Künstler zu uns, die auf Selbstausbeu­
tungsbasis arbeiten – wie ich immer sage –, die
aber trotzdem Profis sind. Gerne fragen auch enthu­
siastische Anfänger bei uns an, die gerade von der
Schauspielschule kommen, mit ihren Kommilitonen
zusammen eine Gruppe gründen und jetzt einfach
ein Projekt machen wollen. Auch denen muss eine
Chance gegeben werden. Und wenn es mal nicht so
gut läuft, finanzieren wir uns über Vermietungen.
Deswegen ist unser Spielplan immer so ein Kessel
Buntes.
Ihr bekommt eine institutionelle Förderung, die einen
Teil der Festkosten deckt. Eure Eigenproduktionen
sind davon aber ausgenommen…
Konstanze: Alle kleinen Theater wie das Lichthof
Theater, das Monsun Theater, das MUT! Theater,
das Opernloft und eben auch wir bekommen nur
eine zweijährige Teilförderung und keine Förderung
für die Projekte. Dafür haben wir Zugriff auf den Pri­
vattheater-Projektfördertopf, der einmal im Jahr
ausgeschrieben wird. Über diesen Topf beantragen
wir dann unsere zusätzlichen Projekte.
Konstanze Ullmer
Interview
Konstanze Ullmer
„Woran liegt es, dass Männern

oft mehr zugetraut wird?“

Konstanze Ullmer

| 05
Deine erste Inszenierung am Sprechwerk, Pavel Ko­
houts Bühnenfassung von George Orwells dystopi­
schem Roman „1984“, wurde 2014 zum Überra­
schungserfolg.
Konstanze: Das hat die Leute wirklich wahnsinnig
interessiert. Der Saal war voll, und wir konnten noch
weitere Vorstellungen anberaumen. Nach diesem
Erfolg dachte ich, wir sollten das weitermachen. So
kam die Idee für die „Wortgefechte“-Reihe zustande.
In dieser Reihe hast du auch zwei Stücke inszeniert,
für die du als Autorin verantwortlich zeichnest: „Ent­
waffnung“ und „Goldes Wert“. Im letzten Stück ging
es um drei Frauen aus drei Generationen und die Fra­
ge, wie Kinder und Beruf unter einen Hut gebracht
werden können. Hast du als dreifache Mutter dabei
auch aus deinem eigenen Erfahrungsschatz ge­
schöpft?
Konstanze: Ich habe mir die Frage gestellt, welche
Karriere ich gemacht hätte, wenn ich ein Mann ge­
wesen wäre? Wenn man etwas, wovon man ge­
träumt hat, nicht erreicht, denkt man ja meistens,
dass es an einem selber liegt und man nicht gut ge­
nug war. Als Frau wird einem dann irgendwann klar,
dass es sich dabei vielleicht um ein gesellschaftli­
ches beziehungsweise politisches und eben nicht
um ein individuelles Problem handelt. Altersarmut
bei Frauen gibt es, weil sie Kinder kriegen, dann –
vielleicht auch begünstigt durch das Ehegattensplit­
ting – aufhören zu arbeiten und niemals wieder an
der Stelle einsteigen können, wo sie aufgehört ha­
ben. Relevant wird das Problem, wenn die Partner
sich irgendwann trennen, was für 60 Prozent der ge­
schlossenen Ehen gilt. Dann reicht bei der Frau das
Geld nicht, zumal auch die Kinder meistens bei ihr
bleiben.
Führen wir das Gedankenspiel einmal zu Ende: Wie
hätte dein Berufsweg als Mann ausgesehen?
Konstanze: Vielleicht hätte ich nie Kulturmanage­
ment studiert, sondern als Schauspieler eine Karrie­
re gemacht. Viele der klassischen Stücke haben ja
eine starke Männerlast. Vielleicht wäre ich auch als
männlicher Regisseur oder Theaterleiter weiter ge­
kommen, als es jetzt der Fall ist. Das heißt nicht,
dass ich unglücklich bin. Ich bin stolz darauf, das
Sprechwerk zu leiten, aber man stellt sich manch­
mal eben die Frage: Liegt es an mir oder am gesell­
schaftlichen Klima, dass Männern oft mehr zuge­
traut wird?
Wobei Hamburg auch viele Intendantinnen vorzuwei­
sen hat…
Konstanze: Aber je weiter man nach unten geht, des­
to mehr Frauen trifft man. Im freien Bereich sind
wahnsinnig viele Frauen leitend tätig. Je wichtiger
und besser bezahlt die Jobs sind, desto mehr Män­
ner werden es.
Das Sprechwerk zeigt Performances, zeitgenössi­
schen Tanz, Improtheater, Komödien, klassische Dra­
men, Musik-Kabarett, Konzerte, Abschlussarbeiten
der Hamburger Tanz- und Schauspielschulen und
Aufführungen von Jugendclubs anderer Spielstätten.
Wie treu ist euer Publikum?
Konstanze: Wir haben ganz unterschiedliche Publi­
ka. Die Leute kommen wegen dem, was auf der Büh­
ne stattfindet. Das hat sehr viel mit dem Netzwerk
der Künstlerinnen und Künstler zu tun, weshalb wir
auch ungern Gastspiele aus anderen Städten auf­
nehmen. Es ist einfach für alle Seiten enttäuschend,
wenn am Ende nur zehn Leute im Saal sitzen.
Das aktuelle „Wortgefechte“-Stück heißt „Schwarze
Schwäne“. Worum geht es?
Konstanze: Das Stück handelt von zwei Schwestern,
deren alte Mutter nicht mehr alleine zu Hause blei­
ben kann. Die ältere möchte, dass die Mutter in ein
Pflegeheim geht, die jüngere möchte ihrer Mutter
das nicht antun und nimmt sie bei sich zu Hause
auf, ist aber letzten Endes vollkommen überfordert,
weil sie auch noch eine