52.000 Demonstranten demonstrieren am Tag der Arbeit in Niedersachsen; Größte Kundgebung in Braunschweig, ca. 10.000
52.000 demonstrieren beim Tag der Arbeit in Niedersachsen für starke Arbeitnehmerrechte und einen starken Sozialstaat
52.000 demonstrieren beim Tag der Arbeit in Niedersachsen für starke Arbeitnehmerrechte und einen starken Sozialstaat
Unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ hat derDeutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Niedersachsenzum Tag der Arbeit aufgerufen. 52.000 Menschen sind diesem Ruf auf mehr als 60 Veranstaltungen in Niedersachsen gefolgt und haben sich für Gute Arbeit, eine starke Wirtschaft und soziale Sicherheit stark gemacht. Dieses Jahr standen die ständigen Angriffe auf die Arbeitnehmer*innenrechte und den Sozialstaat im Mittelpunkt der Kundgebungen. Die Gewerkschaften fordern die Sicherung des Acht-Stunden-Tages, eine verlässliche Rente und eine solidarische Krankenversicherung statt ungeregelter Arbeitszeiten und steigender Belastungen für die Versicherten und Beschäftigten.
Zur Kundgebung in der Landeshauptstadt Hannover kamen über den Tag verteilt ca. 8.500 Teilnehmende.Claudia Tiedge, die stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), fand in ihrer Rede in Hannover klare Worte gegen drohenden Arbeitsplatzabbau und gegen die zunehmende Tarifflucht der Arbeitgeber: „Wir nehmen nicht hin, dass Beschäftigte wie bei Reemtsma zu Sündenböcken gemacht werden. Wir nehmen nicht hin, dass Konzerne wie Continental Standorte schließen und sich aus der Verantwortung stehlen. Wir nehmen nicht hin, dass Tarifflucht und Union Busting weiter um sich greifen. Unsere Antwort heißt Solidarität. Unsere Antwort heißt Organisation. Unsere Antwort heißt Gewerkschaft.“
Der Niedersächsische Ministerpräsident, Olaf Lies, hielt seine Rede in Salzgitter vor 4.000 Zuhörenden. In Wolfsburg sprach Thorsten Gröger, der Leiter des IG Metall Bezirks Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, vor 2.500 Teilnehmenden. Elke Hannack, die stellvertretende Bundesvorsitzende des DGB, hielt ihre Mairede in Helmstedt vor 200 Leuten. Sehr gut besucht war auch die Maifeier in Göttingen. Vor 3.500 Zuhörenden sprach hier die Hauptrednerin Ulrike Schilling, stellvertretende Landesfachbereichsleiterin für Erwachsenenbildung vom ver.di-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen.
Die größte Kundgebung fand mit ca. 10.000 Teilnehmenden in Braunschweig statt. Dort war derVorsitzende des DGB Niedersachsen, Dr. Ernesto Harder, Mairedner. Er machte in seiner Rede klar: „Wir wollen, dass die Menschen gesund bis zur Rente arbeiten können, sich nicht krank zur Arbeit schleppen müssen und im Alter von ihrer Rente gut leben können. Dafür braucht es starke Rechte für Beschäftigte und einen verlässlichen und starken Sozialstaat. Ein starker Sozialstaat ist auch ein Standortvorteil für Deutschland, denn er sorgt für Sicherheit, Stabilität und damit auch für gute Rahmenbedingungen für eine florierende Wirtschaft.“