CEOs in der Schweiz prüfen, ob Unternehmen rasch genug transformieren, um mit KI mitzuhalten; 54% zweifeln an ausreichender Transformation
Schweizer Ergebnisse der «29th Global Annual CEO Survey» Schlüsselthemen von Führungskräften in der Schweiz im Jahr 2026 und folgenden Mit Innovation gegen die Unsicherheit im KI-Zeitalter
Auf den folgenden Seiten erhalten Sie weitere Einblicke in wichtige Herausforderungen von Schweizer Wirtschaftsakteuren im Jahr 2026 und darüber hinaus. 54 % der CEOs in der Schweiz treibt die Frage um, ob ihre Unternehmen rasch genug transformieren, um mit dem Fortschritt neuer Technologien wie KI mitzuhalten.
Die Themen im Überblick In einer Welt voller Krisen mit Resilienz führen Mit KI Wert schöpfen Innovieren in der Neukonfiguration der Wirtschaft Durchs Jetzt navigieren und dabei das Übermorgen gestalten
Gustav Baldinger CEO, PwC Schweiz Liebe Leser:innen und CEOs Unsicherheit prägt auch im Jahr 2026 die globale und Schweizer Wirtschaft. Unsere jüngste CEO-Studie zeigt, dass das Vertrauen in das Umsatzwachs- tum angesichts geopolitischer Konflikte, Cyberrisiken und technologischer Disruption nachgelassen hat. Doch hiesige CEOs bleiben in Bewegung. Die Transformation ihrer Geschäftsmodelle und Wertschöpfung, Investitionen in Innovation und den Aufbau von langfristiger Rentabilität stehen für Schweizer Wirtschaftsakteure im Vordergrund. Diese Themen sind entscheidend, um die Wettbewerbsfähigkeit auf regionalen und globalen Märkten zu sichern. Künstliche Intelligenz (KI) ist zentral für eine solche Transformation. Gemäss unseren Studiendaten erzielen die meisten Unternehmen noch keine nennens- werten Gewinne aus KI. Jene hingegen, die mit einer guten Strategie, einer klaren Governance und einer entsprechenden Kultur eine starke KI-Basis aufbauen, schreiten zügig voran. Ausserdem übertreffen Unternehmen mit starken Innovationsgrundlagen und weniger Vertrauensthemen ihre Wett- bewerber beim Wachstum und der Rentabilität. Das bedeutet für Schweizer Unternehmen, dass sie ihre zurückhaltende Risikobereitschaft ablegen, mutig investieren und Lücken in ihrer Resilienz schliessen müssen. Der Weg in die Zukunft erfordert eine entschlossene Führung und langfristige Vision. Die aktuellen Dringlichkeiten wie Zölle, Lieferkettenprobleme und re- gulatorische Unsicherheiten dürfen die Investitionsbereitschaft in Fähigkeiten für das nächste Jahrzehnt nicht beeinträchtigen. Sich neu zu erfinden ist nicht länger optional, es ist ein nachhaltiges Erfolgsrezept. Lassen Sie uns mit Agili- tät, Weitblick und Zielorientierung führen, um in der sich schnell drehenden Wirtschaftswelt für unsere Schweizer Unternehmen eine widerstandsfähige Zukunft zu gestalten.
In einer Welt voller Krisen mit Resilienz führen Cyberrisiken Geopolitische Konflikte Technologische Disruption Verfügbarkeit von Schlüsselkompetenzen Makroökonomische Volatilität Zölle Klimawandel 37% 24% 10% 16% 17% 0% 1% 28% 21% 17% 15% 13% 12% 10% Risikoexposition in den nächsten 12 Monaten Dargestellt sind «stark exponiert» und «extrem stark exponiert» 2025 2026 Cybersicherheit hat gegenüber den Vorjahren an Bedeutung verloren, bleibt aber die grösste Bedrohung für CEOs in der Schweiz. Die technologische Neuordnung, Zölle und der Klimawandel haben als Risiken zugelegt. Die Führungskräfte stehen immer mehr Risiken gegenüber, die gleichzeitig auftreten.
Die Abhängigkeit der Schweiz von Exporten setzt Schweizer Unternehmen externen Ereignissen besonders aus. Nur 19 % der CEOs in der Schweiz erachten ihre Unternehmen hoch bis höchst flexibel, um auf Schwankungen auf der Angebotsseite zu reagieren (global: 28 %). Das sollten Sie tun: Integrieren Sie die geopolitische Risikobewertung in Ihre Strategie. Diversifizieren Sie Ihre Lieferanten, erfassen Sie Ihre Klimarisiken, bauen Sie operative Agilität auf und halten Sie Notfallpläne bereit. Die technologische Disruption nimmt zu, während geo- politische und wirtschaftliche Unsicherheiten bleiben Die wachsende Anzahl von Bedrohungen und die erhöhte Komplexität haben den Optimismus der CEOs in der Schweiz gedämpft. Die 3-Jahres-Prognose für das Umsatzwachstum ist von 49 % im Vorjahr auf 32 % gesunken. Doch volatile Zeiten belohnen diejenigen, die mutig agieren. Das sollten Sie tun: Unterziehen Sie Ihre Strategien einem Stresstest, vergleichen Sie sich mit Branchenstandards und erhalten Sie sich die Fähigkeit, sich neu zu erfinden. Unsicherheit bietet manchmal die besten Wachstumschancen. Wie bauen wir Resilienz auf, damit wir in einem krisengeschüttelten Kontext, der Geschäftsmodelle und Lieferketten über Nacht verändert, gedeihen können? Wissen wir, wie wir Volatilität in einen Wettbewerbsvorteil umwandeln?
Mit KI Wert schöpfen Auswirkungen von KI auf die Unternehmen in den letzten 12 Monaten gestiegen unverändert Umsätze Kosten 5 % 4 % 7 % 15 % 1 % 0 % 0 % 51 % 16 % gesunken der CEOs in der Schweiz haben mit KI erfolgreich Kosten gesenkt und Umsätze gestei- gert. Weltweit sind es 12 %. 5 % der Schweizer Unternehmen sehen noch keine Vorteile durch KI. 67 % gestiegen unverändert gesunken In der Vorjahresstudie wiesen die CEOs in der Schweiz eine der höchsten Akzeptanzraten von KI aus. Doch die diesjährige Erhebung zeigt, dass die Schweizer Unternehmen diese frühe Phase des KI-Zeitalters noch nicht verlassen haben, da sie mit höheren Initialkosten und der Skalierung über Pilotanwendungen hinaus kämpfen. Die Dynamik von KI konnten nur wenige Unternehmen positiv auf Kosten und Umsatz umlegen
79 % der befragten CEOs in der Schweiz verfügen über eine Unternehmens- kultur, die die Einführung von KI ermöglicht. Das liegt deutlich über dem globa- len Durchschnitt von 69 %. Doch beim Definieren eines klaren Fahrplans und der Gewinnung von KI-Talenten hinken sie hinterher. Unternehmen empfinden das Tempo des Wandels als rasant und verzetteln sich in ihren Bemühungen. Doch wer sich auf die richtigen Grundlagen konzentriert, kann sich auf die Zu- kunft vorbereiten. Das sollten Sie tun: Pflegen Sie eine Kultur der Innovation und Neugier. Stel- len Sie sicher, dass Sie die entsprechenden Investitionen bereitstellen, um Ihre Ziele zu erreichen. Entwickeln Sie eine KI-Strategie mit einem klaren Fahrplan. Und vergessen Sie diesen wichtigen menschlichen Aspekt nicht: Qualifizierte Talente anzuziehen bleibt entscheidend, besonders in der KI-Ära. Nur 16 % der befragten CEOs in der Schweiz verzeichnen einen Umsatzzu- wachs durch KI, verglichen mit 29 % weltweit. 14 % geben an, KI in hohem bis sehr hohem Ausmass für das Generieren der Nachfrage eingesetzt zu haben, 11 % für Produkte, Dienstleistungen und Erlebnisse und 14 % für die Rich- tungssetzung. Mit der zunehmenden technologischen Neuordnung und der Konvergenz der Branche birgt KI ein enormes Potenzial, neue Wertströme für ein Unternehmen zu schaffen. Das sollten Sie tun: Priorisieren Sie KI-Projekte aus einer klaren Gewinn- und Verlustoptik. Setzen Sie KI vermehrt im Frontoffice ein und unterstützen Sie Ihre Mitarbeitenden dabei, KI in die Hände Ihrer Kund:innen zu bringen. Wie können wir über KI- Pilotprojekte hinauswachsen und in richtige KI-Grundlagen investieren? Was hindert uns daran, KI umfassender für unser Umsatzwachstum einzusetzen?
Innovieren in der Neu- konfiguration der Wirtschaft 42 % Global Schweiz 49% Unternehmen, die in den letzten fünf Jahren ausserhalb ihrer Branche oder ihres Sektors konkurriert haben CEOs in der Schweiz treten schneller in neue Sektoren ein als ihre globalen Pendants. Doch der Fokus auf Innovation als Wettbewerbsvorteil bleibt entscheidend, um in einem sich rasant wandelnden globalen Markt den Vorsprung zu verteidigen.
Die Grenzen zwischen den Branchen verschwimmen. Fast die Hälfte der CEOs in der Schweiz gehen auf der Suche nach Wachstum über diese Grenzen hinaus. CEOs, die sektorübergreifend agieren, verschaffen sich einen Vorteil, verzeichnen höhere Margen und grösseres Vertrauen in Wachstumschancen. Da einige der wichtigsten Branchen der Schweiz auf dem Spiel stehen – etwa Pharma & Life Sciences oder Asset & Wealth Management – ist die Zeit reif, um diese neuen Wachstumsbereiche auszuloten. Das sollten Sie tun: Suchen Sie nach neuen Möglichkeiten für ergänzende Fähigkeiten und operative Flexibilität. Verbessern Sie Ihre Systeme und Daten- umgebungen, um die Zusammenarbeit mit neuen Partnern und Kund:innen zu er- möglichen. Haben Sie ein wachsames Auge auf unerwartete Herausforderungen. In der Konvergenz der Sektoren schreiten Innovatoren schneller voran Schweizer CEOs sind bei Innovationsrisiken besonders vorsichtig: Nur 12 % geben an, ein hohes Risiko bei Innovationsprojekten zu tolerieren, verglichen mit 25 % weltweit. Diese konservative Haltung widerspiegelt den Ruf der Schweiz für Qualität und Zuverlässigkeit. Doch in einem Kontext, in dem Marktführer mit Geschwindigkeit und mutigen Aktionen gewinnen, kann eine übersteigerte Risikovorsicht Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit einschränken. Das sollten Sie tun: Überprüfen Sie Ihre Innovationsgewohnheiten. Streichen Sie schwache Projekte und investieren Sie in spezielle Hubs. Integrieren Sie Schnelltests und externe Kooperationen in Ihre Kultur und Systeme. Legen Sie Ihre Risikoaversion ab und wagen Sie mutige Experimente, die Sie inszenieren und unvoreingenommen durchführen. Wie können wir unsere Wettbewerbsvorteile nutzen, um Wertpotenzial in neuen Sektoren zu erschliessen? Finden wir eine Balance zwischen dem Erhalt von Qualität und Vertrauen und einem Risikoniveau, das für schnelle Innovationen erforderlich ist?
Durchs Jetzt navigieren und dabei das Übermorgen gestalten Zeithorizont der CEO-Aktivitäten Da kurzfristige Risiken steigen, konzentrieren sich die CEOs oft auf unmittelbare Herausforderungen. Doch um zu gedeihen, müssen sie sich von der Dringlichkeit der Gegenwart lösen und eine langfristige Draufsicht erlangen. CEOs in der Schweiz setzen mehr als die Hälfte ihrer Zeit für kurzfristige Ziele ein Weniger als 1 Jahr 1 Jahr bis weniger als 5 Jahre 5 Jahre und länger Schweiz 56 % 32 % 12 % Global 47 % 37 % 16 % UK 55 % 34 % 11 % USA 54 % 35 % 11 % Deutschland 49 % 36 % 15 % Indien 44 % 37 % 20 % China 24 % 49 % 28 %
Echte Veränderung erfordert ein Engagement über Jahre. Doch nur 12 % der CEOs in der Schweiz blicken auf einen Horizont von fünf oder mehr Jahren. 43 % der Befragten beklagen sich über unnötige bürokratische Prozesse. Die Führungskräfte müssen ihr Zeitmanagement überdenken und interne Hinder- nisse beseitigen, die den Fortschritt behindern. Das sollten Sie tun: Überdenken Sie ständig, wie Sie Ihre Zeit nutzen. Eine gesunde Balance zwischen Dringlichkeiten und Visionen zeichnet effektive Führungskräfte aus. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und fordern Sie Ihr Top-Management auf, dasselbe zu tun. KI und andere neue Technologien verändern die Arbeitswelt grundlegend. Am stärksten betroffen sind die Nachwuchskräfte. Gleichzeitig sind nur ein Viertel der CEOs in der Schweiz davon überzeugt, dass ihr Unternehmen qualifizierte Talente gewinnen kann. Nur 28 % halten ihre Führungsteams für gut darauf vorbereitet, technologische Chancen zu nutzen. Das sollten Sie tun: Bauen Sie die antizipativen Fähigkeiten Ihrer Führungs- kräfte auf. Nutzen Sie Einstiegspositionen für Wachstum. Stärken Sie Ihre Führungspipelines mit Umschulungen und klaren Karrierewegen. Sprechen Sie mit Ihren Mitarbeitenden über die Zukunft und motivieren Sie sie zum Engage- ment. Gemäss einer globalen PwC-Studie von 2025 bei fast 50’000 Arbeitneh- menden sind jene, die optimistisch auf die Zukunft ihrer Rolle blicken, doppelt so motiviert wie diejenigen, die sich nicht optimistisch zeigen. Spiegelt meine Agenda meine Prioritäten wider, um den langfristigen Fortbestand meines Unternehmens zu gewährleisten? Wie können wir als Führung und Belegschaft unser Unternehmen zukunftssicher machen, um technologische Disruptionen zu antizipieren?
www.pwc.ch/ceo-survey Ihre Kontaktperson in der Schweiz Gustav Baldinger CEO, PwC Schweiz