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title: "CEOs in der Schweiz prüfen, ob Unternehmen rasch genug transformieren, um mit KI mitzuhalten; 54% zweifeln an ausreichender Transformation"
sdDatePublished: "2026-05-01T04:46:00Z"
source: "https://www.pwc.ch/de/publications/2026/CEO_Survey_2026_summary_DE_WEB.pdf"
topics:
  - name: "financial service"
    identifier: "medtop:20001370"
locations:
  - "Switzerland"
  - "United Kingdom"
  - "Germany"
  - "India"
  - "United States"
  - "China"
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CEOs in der Schweiz prüfen, ob Unternehmen rasch genug transformieren, um mit KI mitzuhalten; 54% zweifeln an ausreichender Transformation

Schweizer Ergebnisse der «29th Global Annual CEO Survey»
Schlüsselthemen von Führungskräften in
der Schweiz im Jahr 2026 und folgenden
Mit Innovation gegen die
Unsicherheit im KI-Zeitalter

Auf den folgenden Seiten erhalten
Sie weitere Einblicke in wichtige
Herausforderungen von Schweizer
Wirtschaftsakteuren im Jahr 2026
und darüber hinaus.
54 %
der CEOs in der Schweiz treibt die
Frage um, ob ihre Unternehmen
rasch genug transformieren,
um mit dem Fortschritt neuer
Technologien wie KI mitzuhalten.

Die Themen im Überblick
In einer Welt voller Krisen
mit Resilienz führen
Mit KI Wert
schöpfen
Innovieren in der
Neukonfiguration der Wirtschaft
Durchs Jetzt navigieren und dabei
das Übermorgen gestalten

Gustav Baldinger
CEO, PwC Schweiz
Liebe Leser:innen und CEOs
Unsicherheit prägt auch im Jahr 2026 die globale und Schweizer Wirtschaft.
Unsere jüngste CEO-Studie zeigt, dass das Vertrauen in das Umsatzwachs-
tum angesichts geopolitischer Konflikte, Cyberrisiken und technologischer
Disruption nachgelassen hat. Doch hiesige CEOs bleiben in Bewegung. Die
Transformation ihrer Geschäftsmodelle und Wertschöpfung, Investitionen in
Innovation und den Aufbau von langfristiger Rentabilität stehen für Schweizer
Wirtschaftsakteure im Vordergrund. Diese Themen sind entscheidend, um die
Wettbewerbsfähigkeit auf regionalen und globalen Märkten zu sichern.
Künstliche Intelligenz (KI) ist zentral für eine solche Transformation. Gemäss
unseren Studiendaten erzielen die meisten Unternehmen noch keine nennens-
werten Gewinne aus KI. Jene hingegen, die mit einer guten Strategie, einer
klaren Governance und einer entsprechenden Kultur eine starke KI-Basis
aufbauen, schreiten zügig voran. Ausserdem übertreffen Unternehmen mit
starken Innovationsgrundlagen und weniger Vertrauensthemen ihre Wett-
bewerber beim Wachstum und der Rentabilität. Das bedeutet für Schweizer
Unternehmen, dass sie ihre zurückhaltende Risikobereitschaft ablegen, mutig
investieren und Lücken in ihrer Resilienz schliessen müssen.
Der Weg in die Zukunft erfordert eine entschlossene Führung und langfristige
Vision. Die aktuellen Dringlichkeiten wie Zölle, Lieferkettenprobleme und re-
gulatorische Unsicherheiten dürfen die Investitionsbereitschaft in Fähigkeiten
für das nächste Jahrzehnt nicht beeinträchtigen. Sich neu zu erfinden ist nicht
länger optional, es ist ein nachhaltiges Erfolgsrezept. Lassen Sie uns mit Agili-
tät, Weitblick und Zielorientierung führen, um in der sich schnell drehenden
Wirtschaftswelt für unsere Schweizer Unternehmen eine widerstandsfähige
Zukunft zu gestalten.

In einer Welt voller Krisen
mit Resilienz führen
Cyberrisiken
Geopolitische Konﬂikte
Technologische Disruption
Verfügbarkeit von Schlüsselkompetenzen
Makroökonomische Volatilität
Zölle
Klimawandel
37%
24%
10%
16%
17%
0%
1%
28%
21%
17%
15%
13%
12%
10%
Risikoexposition in den nächsten 12 Monaten
Dargestellt sind «stark exponiert» und «extrem stark exponiert»
2025
2026
Cybersicherheit hat gegenüber den
Vorjahren an Bedeutung verloren, bleibt
aber die grösste Bedrohung für CEOs in der
Schweiz. Die technologische Neuordnung,
Zölle und der Klimawandel haben als
Risiken zugelegt. Die Führungskräfte
stehen immer mehr Risiken gegenüber,
die gleichzeitig auftreten.

Die Abhängigkeit der Schweiz von Exporten setzt Schweizer Unternehmen
externen Ereignissen besonders aus. Nur 19 % der CEOs in der Schweiz
erachten ihre Unternehmen hoch bis höchst flexibel, um auf Schwankungen
auf der Angebotsseite zu reagieren (global: 28 %).
Das sollten Sie tun: Integrieren Sie die geopolitische Risikobewertung in Ihre
Strategie. Diversifizieren Sie Ihre Lieferanten, erfassen Sie Ihre Klimarisiken,
bauen Sie operative Agilität auf und halten Sie Notfallpläne bereit.
Die technologische Disruption
nimmt zu, während geo-
politische und wirtschaftliche
Unsicherheiten bleiben
Die wachsende Anzahl von Bedrohungen und die erhöhte Komplexität haben
den Optimismus der CEOs in der Schweiz gedämpft. Die 3-Jahres-Prognose
für das Umsatzwachstum ist von 49 % im Vorjahr auf 32 % gesunken. Doch
volatile Zeiten belohnen diejenigen, die mutig agieren.
Das sollten Sie tun: Unterziehen Sie Ihre Strategien einem Stresstest,
vergleichen Sie sich mit Branchenstandards und erhalten Sie sich die
Fähigkeit, sich neu zu erfinden. Unsicherheit bietet manchmal die besten
Wachstumschancen.
Wie bauen wir Resilienz
auf, damit wir in einem
krisengeschüttelten Kontext,
der Geschäftsmodelle und
Lieferketten über Nacht
verändert, gedeihen können?
Wissen wir, wie wir Volatilität
in einen Wettbewerbsvorteil
umwandeln?

Mit KI Wert
schöpfen
Auswirkungen von KI auf die Unternehmen in den
letzten 12 Monaten
gestiegen
unverändert
Umsätze
Kosten
5 %
4 %
7 %
15 %
1 %
0 %
0 %
51 %
16 %
gesunken
der CEOs in der Schweiz
haben mit KI erfolgreich Kosten
gesenkt und Umsätze gestei-
gert. Weltweit sind es 12 %.
5 %
der Schweizer Unternehmen
sehen noch keine Vorteile
durch KI.
67 %
gestiegen
unverändert
gesunken
In der Vorjahresstudie wiesen die CEOs
in der Schweiz eine der höchsten
Akzeptanzraten von KI aus. Doch die
diesjährige Erhebung zeigt, dass die
Schweizer Unternehmen diese frühe
Phase des KI-Zeitalters noch nicht
verlassen haben, da sie mit höheren
Initialkosten und der Skalierung über
Pilotanwendungen hinaus kämpfen.
Die Dynamik von KI
konnten nur wenige
Unternehmen positiv
auf Kosten und Umsatz
umlegen

79 % der befragten CEOs in der Schweiz verfügen über eine Unternehmens-
kultur, die die Einführung von KI ermöglicht. Das liegt deutlich über dem globa-
len Durchschnitt von 69 %. Doch beim Definieren eines klaren Fahrplans und
der Gewinnung von KI-Talenten hinken sie hinterher. Unternehmen empfinden
das Tempo des Wandels als rasant und verzetteln sich in ihren Bemühungen.
Doch wer sich auf die richtigen Grundlagen konzentriert, kann sich auf die Zu-
kunft vorbereiten.
Das sollten Sie tun: Pflegen Sie eine Kultur der Innovation und Neugier. Stel-
len Sie sicher, dass Sie die entsprechenden Investitionen bereitstellen, um Ihre
Ziele zu erreichen. Entwickeln Sie eine KI-Strategie mit einem klaren Fahrplan.
Und vergessen Sie diesen wichtigen menschlichen Aspekt nicht: Qualifizierte
Talente anzuziehen bleibt entscheidend, besonders in der KI-Ära.
Nur 16 % der befragten CEOs in der Schweiz verzeichnen einen Umsatzzu-
wachs durch KI, verglichen mit 29 % weltweit. 14 % geben an, KI in hohem bis
sehr hohem Ausmass für das Generieren der Nachfrage eingesetzt zu haben,
11 % für Produkte, Dienstleistungen und Erlebnisse und 14 % für die Rich-
tungssetzung. Mit der zunehmenden technologischen Neuordnung und der
Konvergenz der Branche birgt KI ein enormes Potenzial, neue Wertströme für
ein Unternehmen zu schaffen.
Das sollten Sie tun: Priorisieren Sie KI-Projekte aus einer klaren Gewinn- und
Verlustoptik. Setzen Sie KI vermehrt im Frontoffice ein und unterstützen Sie
Ihre Mitarbeitenden dabei, KI in die Hände Ihrer Kund:innen zu bringen.
Wie können wir über KI-
Pilotprojekte hinauswachsen
und in richtige KI-Grundlagen
investieren?
Was hindert uns daran,
KI umfassender für
unser Umsatzwachstum
einzusetzen?

Innovieren in der Neu-
konfiguration der Wirtschaft
42 %
Global
Schweiz
49%
Unternehmen, die in den letzten fünf Jahren ausserhalb
ihrer Branche oder ihres Sektors konkurriert haben
CEOs in der Schweiz treten schneller
in neue Sektoren ein als ihre globalen
Pendants. Doch der Fokus auf Innovation als
Wettbewerbsvorteil bleibt entscheidend, um
in einem sich rasant wandelnden globalen
Markt den Vorsprung zu verteidigen.

Die Grenzen zwischen den Branchen verschwimmen. Fast die Hälfte der CEOs
in der Schweiz gehen auf der Suche nach Wachstum über diese Grenzen hinaus.
CEOs, die sektorübergreifend agieren, verschaffen sich einen Vorteil, verzeichnen
höhere Margen und grösseres Vertrauen in Wachstumschancen. Da einige der
wichtigsten Branchen der Schweiz auf dem Spiel stehen – etwa Pharma & Life
Sciences oder Asset & Wealth Management – ist die Zeit reif, um diese neuen
Wachstumsbereiche auszuloten.
Das sollten Sie tun: Suchen Sie nach neuen Möglichkeiten für ergänzende
Fähigkeiten und operative Flexibilität. Verbessern Sie Ihre Systeme und Daten-
umgebungen, um die Zusammenarbeit mit neuen Partnern und Kund:innen zu er-
möglichen. Haben Sie ein wachsames Auge auf unerwartete Herausforderungen.
In der Konvergenz der Sektoren
schreiten Innovatoren schneller voran
Schweizer CEOs sind bei Innovationsrisiken besonders vorsichtig: Nur 12 %
geben an, ein hohes Risiko bei Innovationsprojekten zu tolerieren, verglichen mit
25 % weltweit. Diese konservative Haltung widerspiegelt den Ruf der Schweiz
für Qualität und Zuverlässigkeit. Doch in einem Kontext, in dem Marktführer
mit Geschwindigkeit und mutigen Aktionen gewinnen, kann eine übersteigerte
Risikovorsicht Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit einschränken.
Das sollten Sie tun: Überprüfen Sie Ihre Innovationsgewohnheiten. Streichen
Sie schwache Projekte und investieren Sie in spezielle Hubs. Integrieren Sie
Schnelltests und externe Kooperationen in Ihre Kultur und Systeme. Legen Sie
Ihre Risikoaversion ab und wagen Sie mutige Experimente, die Sie inszenieren
und unvoreingenommen durchführen.
Wie können wir unsere
Wettbewerbsvorteile nutzen,
um Wertpotenzial in neuen
Sektoren zu erschliessen?
Finden wir eine Balance
zwischen dem Erhalt von
Qualität und Vertrauen und
einem Risikoniveau, das
für schnelle Innovationen
erforderlich ist?

Durchs Jetzt navigieren und dabei
das Übermorgen gestalten
Zeithorizont der CEO-Aktivitäten
Da kurzfristige Risiken steigen,
konzentrieren sich die CEOs oft auf
unmittelbare Herausforderungen. Doch
um zu gedeihen, müssen sie sich von der
Dringlichkeit der Gegenwart lösen und
eine langfristige Draufsicht erlangen.
CEOs in der Schweiz
setzen mehr als die
Hälfte ihrer Zeit für
kurzfristige Ziele ein
Weniger als 1 Jahr
1 Jahr bis weniger als 5 Jahre
5 Jahre und länger
Schweiz
56 %
32 %
12 %
Global
47 %
37 %
16 %
UK
55 %
34 %
11 %
USA
54 %
35 %
11 %
Deutschland
49 %
36 %
15 %
Indien
44 %
37 %
20 %
China
24 %
49 %
28 %

Echte Veränderung erfordert ein Engagement über Jahre. Doch nur 12 % der
CEOs in der Schweiz blicken auf einen Horizont von fünf oder mehr Jahren.
43 % der Befragten beklagen sich über unnötige bürokratische Prozesse. Die
Führungskräfte müssen ihr Zeitmanagement überdenken und interne Hinder-
nisse beseitigen, die den Fortschritt behindern.
Das sollten Sie tun: Überdenken Sie ständig, wie Sie Ihre Zeit nutzen. Eine
gesunde Balance zwischen Dringlichkeiten und Visionen zeichnet effektive
Führungskräfte aus. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und fordern Sie Ihr
Top-Management auf, dasselbe zu tun.
KI und andere neue Technologien verändern die Arbeitswelt grundlegend. Am
stärksten betroffen sind die Nachwuchskräfte. Gleichzeitig sind nur ein Viertel
der CEOs in der Schweiz davon überzeugt, dass ihr Unternehmen qualifizierte
Talente gewinnen kann. Nur 28 % halten ihre Führungsteams für gut darauf
vorbereitet, technologische Chancen zu nutzen.
Das sollten Sie tun: Bauen Sie die antizipativen Fähigkeiten Ihrer Führungs-
kräfte auf. Nutzen Sie Einstiegspositionen für Wachstum. Stärken Sie Ihre
Führungspipelines mit Umschulungen und klaren Karrierewegen. Sprechen Sie
mit Ihren Mitarbeitenden über die Zukunft und motivieren Sie sie zum Engage-
ment. Gemäss einer globalen PwC-Studie von 2025 bei fast 50’000 Arbeitneh-
menden sind jene, die optimistisch auf die Zukunft ihrer Rolle blicken, doppelt
so motiviert wie diejenigen, die sich nicht optimistisch zeigen.
Spiegelt meine Agenda meine
Prioritäten wider, um den
langfristigen Fortbestand
meines Unternehmens zu
gewährleisten?
Wie können wir als Führung
und Belegschaft unser
Unternehmen zukunftssicher
machen, um technologische
Disruptionen zu antizipieren?

www.pwc.ch/ceo-survey
Ihre Kontaktperson in der Schweiz
Gustav Baldinger
CEO, PwC Schweiz