Stadt Ulm verstärkt Engagement gegen Einsamkeit in Ulm; Netzwerk Einsamkeit vernetzt Akteure
Stadt Ulm - Stadt Ulm verstärkt Engagement gegen Einsamkeit
Stadt Ulm verstärkt Engagement gegen Einsamkeit
Einsamkeit ist ein wachsendes Phänomen in unserer Gesellschaft – über alle Altersgruppen und Milieus hinweg. Die Stadt Ulm verstärkt daher ihr Engagement gegen diese Entwicklung. In der Sitzung des Gemeinderats am 29. April 2026 hat Bürgermeisterin Iris Mann, zuständig für Bildung und Soziales sowie Kultur, die Aktivitäten der Stadt Ulm gegen Vereinsamung vorgestellt.
Ziel ist die Stärkung des sozialen Zusammenhalts in der Stadt, die Unterstützung der Demokratie sowie die Förderung des gesundheitlichen Wohlbefindens. Dadurch sollen auch gesellschaftliche Folgekosten, sei es durch fehlenden Zusammenhalt oder steigende Belastungen im Transferleistungs- und Gesundheitssystem, reduziert werden.
„Die Folgen von Einsamkeit sind vielfältig: Sie kann die psychische und körperliche Gesundheit beeinträchtigen, krank machen und auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährden. Dem wollen wir durch die Zusammenarbeit aller relevanten Akteurinnen und Akteure frühzeitig entgegenwirken“, sagt Bürgermeisterin Iris Mann.
Bündelung vieler verschiedener Angebote und Mitwirkender
Bereits heute setzt Ulm eine Vielzahl an Maßnahmen um. Unter dem MottoUlm trifft sichwerden bestehende Angebote gebündelt, neue Formate entwickelt und gezielt Menschen angesprochen, die von Einsamkeit betroffen oder gefährdet sind. Zentrale Grundlage ist ein integrierter Ansatz, der verschiedene Bereiche der Stadtverwaltung, zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure sowie lokale Initiativen zusammenbringt. Ziel ist es, Begegnung zu fördern, Teilhabe zu ermöglichen und soziale Netzwerke nachhaltig zu stärken.
„Im Jahr 2025 wurde das Netzwerk Einsamkeit ins Leben gerufen, das Akteurinnen und Akteure aus Politik, Sozialarbeit, Gesundheitswesen, Vereinen, Kirchen, Wohlfahrtsverbänden und Initiativen zusammenbringt. Das Netzwerk tagt zweimal jährlich, tauscht Erfahrungen aus, stößt gemeinsame Projekte an und nutzt Synergien. Bestehende Strukturen sollen sichtbarer und zugänglicher gemacht und neue Angebote bedarfsgerecht entwickelt werden“, sagt Sarah Waschler, Leiterin der Strategischen Sozialplanung bei der Stadt Ulm.Mit dem ProjektGemeinsam im Quartier weniger einsam, gefördert durch den Europäischen Sozialfonds, werden Angebote erfasst, Bedarfe analysiert und neue zielgruppenspezifische Begegnungsformate entwickelt. In einem nächsten Schritt werden Ulmerinnen und Ulmer online nach ihren Wünschen für Begegnungsformate befragt. Im weiteren Projektverlauf werden Angebote und Bedarfe abgeglichen sowie neue Formate erprobt und evaluiert. Ziel ist es, insbesondere niedrigschwellige und wohnortnahe Angebote weiter auszubauen und sichtbarer zu machen.
Konkrete Begegnungsangebote stehen ebenfalls im Fokus. Das Projekt „Gemeinsam unterwegs in„“ Ulm lädt Bürgerinnen und Bürger zu gemeinsamen Spaziergängen in den Stadtteilen ein und schafft unkomplizierte Möglichkeiten für Austausch, Bewegung und neue Kontakte. (Siehe hierzu auch:Spazieren in Ulm).Ergänzend dazu hat die Stadt mitGemeinsam genießen in Ulmgemeinschaftliche Koch- und Essensangebote etabliert. Diese Formate fördern Begegnung unabhängig von Sprache oder Herkunft und stärken das Miteinander im Quartier.Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements. In Zusammenarbeit mit der Freiwilligenagentur engagiert in ulm werden Vereine und Initiativen dabei unterstützt, ihre Angebote inklusiv zu gestalten und neue Engagierte einzubinden. Gleichzeitig werden Menschen gezielt an Engagementmöglichkeiten herangeführt, um soziale Kontakte zu stärken und gesellschaftliche Teilhabe zu fördern.
Flankiert werden die Maßnahmen durch Öffentlichkeitsarbeit und Sensibilisierung, um das Thema Einsamkeit zu enttabuisieren und Betroffene besser zu erreichen.Auch künftig wird die Stadt Ulm ihre Aktivitäten weiterentwickeln. Geplant sind unter anderem die stärkere Vernetzung bestehender Angebote, die Beteiligung der Bürgerschaft zur Ermittlung weiterer Bedarfe sowie der Ausbau wohnortnaher, barrierearmer Begegnungsformate.„Mit unserem umfassenden Maßnahmenpaket möchten wir ein klares Zeichen setzen: Wir wollen niemanden allein lassen und durch konkrete Angebote, starke Netzwerke und eine lebendige Stadtgesellschaft Einsamkeit bekämpfen“, sagt Oberbürgermeister Martin Ansbacher.Vor diesem Hintergrund gewinnen die Prävention und Bekämpfung von Einsamkeit zunehmend an Bedeutung, sowohl auf kommunaler als auch auf Landes- und Bundesebene.
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