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title: "Goldenstein-Schwestern zurück aus Rom Goldenstein, Österreich; Vorwürfe gegen Sprecher Schiffl verbreiten Unwahrheiten über Schwestern"
sdDatePublished: "2026-05-02T09:07:00Z"
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Goldenstein-Schwestern zurück aus Rom Goldenstein, Österreich; Vorwürfe gegen Sprecher Schiffl verbreiten Unwahrheiten über Schwestern

Goldenstein-Schwestern zurück aus Rom – Kritik an Kommissar-Sprecher - katholisch.de

Goldenstein-Schwestern zurück aus Rom – Kritik an Kommissar-Sprecher

Goldenstein‐ Die drei Schwestern von Goldenstein sind zurück in Österreich. Der Streit über die Reise geht weiter: War sie nun erlaubt oder nicht? Das sehen die beiden Seiten ganz verschieden – und sparen nicht an Vorwürfen.

Die drei betagten Augustiner-Chorfrauen sind nach ihrer Romreise wieder zurück in Goldenstein. Die Mitteilung über die Rückkehr am Freitagabend haben die Helferinnen der Schwestern mit Vorwürfen gegen den Sprecher des Apostolischen Kommissars verbunden. Für die drei Ordensfrauen sei mit dem Ausflug nach Rom ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen. "Leider wurde die Freude der Schwestern durch mediale Äußerungen von Harald Schiffl, einem Wiener Kommunikationsberater und Pressesprecher des Apostolischen Kommissars, erheblich getrübt, indem dieser ohne jede Rücksprache mit den Schwestern Unwahrheiten über sie verbreitet hat", heißt es in der Mitteilung des Helferinnenkreises.

Schiffl hatte imInterview mit katholisch.deundin einer Pressemitteilungbetont, dass es für die Reise keine Genehmigung gegeben habe und dass die Schwestern seiner Ansicht nach von verschiedenen Seiten instrumentalisiert würden.Zuvor wurde mitgeteilt, dass die Schwestern verschwunden seien. "Die schon vor Tagen von Herrn Schiffl verbreiteten Verschwörungstheorien, wonach die Schwestern gegen ihren Willen nach Rom verbracht oder gar entführt worden seien, waren so offenkundig unwahr, dass sie allenfalls für Erstaunen und Erheiterung gesorgt haben", so die Helferinnen.

Protest gegen Darstellung des Kommissar-Sprechers

Konkret weisen die Helferinnen vier Aussagen Schiffls zurück: So habe es weder ein Verbot für die Romreise gegeben noch habe es dafür eine ausdrückliche Erlaubnis des Ordensdikasteriums gebraucht. Außerdem habe Schiffl gesagt, die Gespräche über die näheren Umstände des Verbleibs der Schwestern in Goldenstein stünden kurz vor dem Abschluss. Tatsächlich hätten sie noch gar nicht begonnen. Das Ordensdikasterium habe angeordnet, dass an diesen Gesprächen der Anwalt der Schwestern und zwei Vertreterinnen der Helferinnen zu beteiligen seien. Dies sei bislang nicht geschehen, da diese Personen vom Apostolischen Kommissar oder seinem Vertreter nicht kontaktiert worden seien.

Schließlich seien die drei Schwestern auch in Rom erreichbar gewesen. Im Interview hatte Schiffl gesagt, dass die Schwestern für denAssistenten des Apostolischen Kommissars, den Salzburger Erzabt Jakob Sauer, seit Dienstag nicht erreichbar gewesen seien. Es sei bekannt gewesen, dass die Schwestern mit ihren Helferinnen in Rom gewesen seien und im Zweifelsfall diese jederzeit hätten erreicht werden können.

Vatikanist verrät seine Rolle bei der Romreise

Unterdessen hat der Vatikan-JournalistAndreas Englisch in der "Zeit"seine Rolle bei der Romreise der Schwestern beschrieben. Er sei daran "nicht ganz unbeteiligt" gewesen. Er habe den Schwestern bei einem Besuch in Goldenstein versprochen, dass er sie nach Rom hole, wenn sie das wollten. Hörer seines Podcasts hätten im März insgesamt 7.500 Euro für die Reise zur Verfügung gestellt. Englisch habe mit dem Geld Flugtickets gebucht und eine Unterkunft gemietet.

Der Fall der drei Schwestern ist seit dem vergangenen Jahr in den Medien:Die drei Ordensfrauen waren im September aus einem Caritas-Altenheim ausgezogen und hatten sich anschließend mit Hilfe eines Schlüsseldienstes Zugang zu ihrem ehemaligen Kloster verschafft.Das Kloster Goldenstein war 2022 in den Besitz des Erzbistums Salzburg und des österreichischen Chorherrenstifts Reichersberg übergegangen. Mittlerweile haben sich die drei Schwestern ein breites Netzwerk aufgebaut, das sie in ihrem von ihnen besetzten alten Kloster unterstützt. (fxn)

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