Papst Leo XIV. erste Enzyklika Rom; Unterzeichnung am 15. Mai
Erste Enzyklika von Papst Leo XIV. für Mitte Mai erwartet - katholisch.de
Erste Enzyklika von Papst Leo XIV. für Mitte Mai erwartet
Rom‐ Seit 8. Mai 2025 ist Papst Leo XIV. im Amt. Nach langer Vorbereitungszeit und vielen Spekulationen hat er nun sein erstes großes Lehrschreiben verfasst. Die Enzyklika wird an einem historischen Datum erwartet.
Die erste Enzyklika von Papst Leo XIV. ist offenbar auf den 15. Mai terminiert. Wie die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) aus unterschiedlichen vatikanischen Quellen erfuhr, will der Papst an diesem Tag das Lehrschreiben unterzeichnen. Die mit Spannung erwartete Sozialenzyklika von Leo XIV. wurde dem Vernehmen nach unter dem Arbeitstitel “Magnifica humanitas” verfasst. Sie würde mit der Unterzeichnung am 15. Mai an die Tradition der großen päpstlichen Lehrschreiben des 19. und 20. Jahrhunderts anknüpfen.
Thematisch soll es dem Vernehmen nach unter anderem umKünstliche Intelligenz, denFriedenund dieKrise des Völkerrechtssowie um weitere aktuelle Gefährdungen der Menschheit gehen. Mit dem Datum 15. Mai wird, so heißt es im Vatikan, der historische Anspruch einer großangelegten Sozialenzyklika unterstrichen. Das erste derartige Lehrschreiben hatte Leo XIII. am 15. Mai 1891 mit dem Titel"Rerum novarum"veröffentlicht.
Erste Sozialenzyklika kam am 15. Mai
Damals setzte sich die katholische Kirche erstmals systematisch mit der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts und deren Folgen für Gesellschaft und Moral auseinander. Erst danach entwickelte sich in der katholischen Kirche die “Soziallehre”. Sie hat sich seither zu einem wichtigen Zweig der neuzeitlichen Theologie entwickelt.
40 Jahre später, am 15. Mai 1931, unterzeichnete Papst Pius XI. die Enzyklika “Quadragesimo anno”. In ihr wurde unter dem Einfluss des deutschenJesuiten Oswald von Nell-Breuningdie Soziallehre perfektioniert und das Prinzip der Subsidiarität entwickelt. Zudem erklärte die Enzyklika die Unvereinbarkeit von christlicher Lehre und Sozialismus, da dieser das Eigentum und die menschliche Person nicht genügend respektiere.
Weitere 30 Jahre später unterschrieb Johannes XXIII. seine Sozialenzyklika “Mater et magistra” ebenfalls an einem 15. Mai. Im Jahr 1961 machte er sich vor allem für Mitbestimmung in den Betrieben stark.
DieSozialenzyklika “Centesimus annus"im Jahr 1991 von Johannes Paul II. wurde abweichend von der Tradition am 1. Mai unterzeichnet, womit der polnische Papst seine Nähe zur Arbeiterbewegung betonte. In diesem Lehrschreiben ging es um die Folgen der Überwindung des Kommunismus in Europa. Es enthält die bislang klarste Würdigung der Marktwirtschaft als System, das Wohlstand schafft. (KNA)
Zeitung: Erste Enzyklika von Papst Leo XIV. kommt nach Ostern