15 Jugendliche zu neuen Schülerrichterinnen und Schülerrichtern ausgebildet in Passau; Keine rechtskräftigen Urteile möglich
Jugendliche sprechen Recht – Verantwortung übernehmen in Passau
Pressemitteilung Jugendliche sprechen Recht – Verantwortung übernehmen in Passau 15 Jugendliche wurden in Passau zu neuen Schülerrichterinnen und Schülerrichtern ausgebildet. Im Projekt „Brücke Passau“ übernehmen sie Verantwortung, verhandeln Fälle Gleichaltriger und setzen auf Einsicht statt Strafe – ein erfolgreicher Ansatz der Jugendhilfe mit Vorbildcharakter. Erschienen am: 04.05.2026 Herausgeber: Caritasverband für die Diözese Passau e. V. Steinweg 8 94032 Passau 0851 392-0 0851 392-177 0851 392-0 0851 392-177 0851 392-177 info@caritas-passau.de www.caritas-passau.de
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Jugendliche sprechen Recht – Verantwortung übernehmen in Passau
15 Jugendliche wurden in Passau zu neuen Schülerrichterinnen und Schülerrichtern ausgebildet. Im Projekt „Brücke Passau“ übernehmen sie Verantwortung, verhandeln Fälle Gleichaltriger und setzen auf Einsicht statt Strafe – ein erfolgreicher Ansatz der Jugendhilfe mit Vorbildcharakter.
Gruppenfoto am Amtsgericht Passau: Die neuen Schülerrichterinnen und Schülerrichter der Brücke Passau gemeinsam mit Richterin Sarah Fenster und Staatsanwältin Julia Renovanz.Foto: can
Am Amtsgericht Passau sind neue Schülerrichterinnen und Schülerrichter vereidigt worden. Insgesamt 15 Jugendliche wurden für ihre Tätigkeit im Schülergericht der Brücke Passau ausgebildet. Die “Brücke Passau” ist ein Angebot des Caritasverbands für die Diözese Passau e.V. und richtet sich an straffällig gewordene Jugendliche und junge Erwachsene. Ziel ist es, durch sozialpädagogische Begleitung eine Auseinandersetzung mit der Tat zu ermöglichen und erneute Straftaten zu vermeiden. Zum Angebot gehören unter anderem das Schülergericht (Teen Court), soziale Trainingskurse und weitere pädagogische Maßnahmen.
Die Teilnehmenden kommen aus vier Schulen der Region: dem Gymnasium Vilshofen, dem Adalbert-Stifter-Gymnasium Passau, der Gisela-Realschule Niedernburg sowie der Mittelschule St. Nikola Passau.
Im Schülergericht verhandeln Jugendliche Fälle, in denen Gleichaltrige eine Tat eingeräumt haben. Die Teilnahme ist freiwillig. Die Schülerrichterinnen und Schülerrichter erarbeiten Vorschläge für Maßnahmen mit erzieherischem Charakter, etwa Arbeitsauflagen oder persönliche Entschuldigungen. Wird die vereinbarte Maßnahme erfüllt, kann das Verfahren durch die Staatsanwaltschaft eingestellt werden. Die Schülergerichte sind kein Bestandteil der ordentlichen Gerichtsbarkeit; rechtlich bindende Urteile werden dort nicht gesprochen. Das Modell ist ein kriminalpädagogischer Ansatz, der in mehreren Bundesländern umgesetzt wird; Bayern gilt dabei als Vorreiter.
Die Ausbildung der Schülerrichterinnen und Schülerrichter erfolgt durch sozialpädagogische Mitarbeitende der Caritas. Verantwortlich sind Elisabeth Schachner und Marc Aubry.
In Bayern wurden im Jahr 2024 rund 375 Fälle im Rahmen solcher Projekte bearbeitet. Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit Staatsanwaltschaften und Einrichtungen der Jugendhilfe.
Die neuen Schülerrichterinnen und Schülerrichter im Überblick:
Isabella Weinzierl, Luisa Pfefferkorn, Emily Aigner, Johanna Lehner, Paul Worlitschek
Hala Al Krad, Laura Laslo, Amindat Saka, Sana Amer
Die neu ausgebildeten Schülerrichterinnen und Schülerrichter werden künftig in den Verfahren des Schülergerichts der Brücke Passau eingesetzt. (ex)
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