BUND Kreuz zerstört am Braunkohlentagebau Hambach; Strafanzeige erstattet
Vandalismus am Tagebau
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Das BUND-Grundstück bildet den letzten Puffer zwischen dem Braunkohlentagebau Hambach und dem Hambacher Wald.
Seit fast 30 Jahren schützt die BUND-Wiese am Braunkohlentagebau Hambach den wertvollen Hambacher Wald vor den Braunkohlenbaggern. Als weithin sichtbares Symbol des anhaltenden Widerstands gegen das Vorgehen der RWE Power AG wird das Grundstück seit vielen Jahren von einem großen gelben Kreuz markiert. Das scheint einigen Kohle-Sympathisanten ein Dorn im Auge zu sein, denn das Kreuz wurde jetzt zum wiederholten Male zerstört. Die Täter gingen dabei sehr gründlich vor, denn die dicken Holzbalken wurden fachmännisch in etliche Einzelteile zersägt.
“Es ist schon traurig, dass von einigen Kohlefreunden die Zerstörung fremden Eigentums als legitimer Teil der Auseinandersetzung um die Kohle betrachtet wird”, sagt Dirk Jansen vom BUND. “Dabei ist das eine nicht zu akzeptierende Straftat. Ich habe umgehend Strafanzeige erstattet.”
Der jetzige Vorfall reiht sich ein in eine Kette von Hausfriedensbruch und Sachbeschädigungen. Erst im letzten Dezember wurde das BUND-Grundstück im Rahmen von Bodentransporten in den Tagebau durch schwere Fahrzeuge verwüstet. Die deutlichen “Betreten verboten”-Schilder wurden entfernt. Schon in den Jahren zuvor war insbesondere das große gelbe Kreuz Ziel der Zerstörungswut. Die jeweils bei der Kreispolizeibehörde erstatteten Anzeigen liefen ins Leere.
Dass die Täter so frei agieren können ist schon erstaunlich. Ansonsten ist der RWE-Werkschutz im Tagebauumfeld allgegenwärtig.
Der BUND hatte das Grundstück im Jahre 1997 erworben. Seit 2015 versucht die RWE Power AG dessen Zwangsenteignung durchzusetzen. Dagegen wehrt sich der BUND vor Gericht. Der noch nicht entschiedene Rechtsstreit führte letztlich auch zur Änderung der Abbauplanung.
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