AWO fordert Bekenntnis zu Subsidiaritätsprinzip und Tarifbindung in sozialen Berufen in Berlin; höhere Finanzierung durch Vermögen statt Kürzungen
Resolution für sozialen Zusammenhalt
AWO fordert Bekenntnis zu Sozialstaat
Berlin, den 5. Mai 2026. Das Präsidium der Arbeiterwohlfahrt fordert in einer Resolution ein Bekenntnis der Politik zu Subsidiaritätsprinzip und Tarifbindung in der sozialen Arbeit. Notwendige Reformen dürften nicht weiter allein auf Kosten des Sozialen gehen, stattdessen sollten hohe Einkommen und Vermögen stärker in die Finanzierung des Gemeinwesens einbezogen werden.
Kathrin Sonnenholzner, Präsidentin der Arbeiterwohlfahrt: „Die Liste der Sozialkürzungen der unionsgeführten Bundesregierung wird von Woche zu Woche länger. Was diese einseitige Sparpolitik anrichtet, können wir in unseren Einrichtungen in den Quartieren schon länger beobachten. Viele Menschen wissen kaum noch, wie sie es ans Ende des Monats schaffen sollen, und auch viele der unerlässlichen Dienste selbst kämpfen ums Bestehen. Das darf nicht so weitergehen – die Politik muss umdenken und wieder wirklich gestalten, statt nur noch zu kürzen.“
Der Wohlfahrtsverband fordert vor allem eine Zusage an Subsidiaritätsprinzip und Tarifbindung in sozialen Berufen, um den Sozialstaat langfristig zu stabilisieren.
Michael Groß, Präsident der Arbeiterwohlfahrt: „Der Sozialstaat darf nicht länger zur Verhandlungsmasse gemacht werden. Wir sehen uns den Menschen in diesem Land verpflichtet, auch deshalb bringen wir uns in die Weiterentwicklung des Sozialstaats zum Besten von Allen ein. Wenn das Fortbestehen vielfältiger sozialer Angebote und Dienstleistungen von der Politik grundsätzlich in Frage gestellt wird, ist das keine konstruktive Zusammenarbeit für die Menschen in diesem Land mehr.“