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title: "BBB fordert Auswertung der Gewaltstatistik 2025 in Bayern; Entzug der Fahrerlaubnis als Präventionsmaßnahme"
sdDatePublished: "2026-05-06T14:38:00Z"
source: "https://www.bllv.de/fileadmin/BLLV/Download/BLLV/BBB/260505-PM-BBB-Gewaltschutzkonzept-Gewaltstatistik.pdf"
topics:
  - name: "law enforcement"
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  - "Munich"
  - "Germany"
  - "Bavaria"
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BBB fordert Auswertung der Gewaltstatistik 2025 in Bayern; Entzug der Fahrerlaubnis als Präventionsmaßnahme

PRESSE

BBB-Pressemitteilung vom 5. Mai 2026
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Anette Egle
M 01792225221
BBB: Gewalt gegen Beschäftigte braucht konkrete Auswertung und
den Entzug der Fahrerlaubnis!

Der Bayerische Beamtenbund (BBB) begrüßt die Ergebnisse der Gewaltstatistik 2025, die das
Bayerische Staatsministerium der Finanzen heute veröffentlicht hat. „Weniger Gewaltvorfälle
sind gut“, sagt BBB-Vorsitzender Rainer Nachtigall. „Aber für die Zukunft brauchen wir konkre-
tere Auswertungen, um einen ganzheitlicheren Überblick über das Gewaltphänomen zu bekom-
men! Und auch die Folgen der Gewalt gegen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes müssen
verschärft werden.“

„Wer Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes zur Durchsetzung seiner Interessen tätlich angreift, bei
dem ist auch zu erwarten, dass er auch in konflikthaften Verkehrssituationen impulsiv agiert“, ist sich
Nachtigall sicher. „Deshalb muss nach jeder Gewalttat gegenüber Beschäftigten des Öffentlichen Diens-
tes die charakterliche Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen geprüft und gegebenenfalls der Entzug
der Fahrerlaubnis durch die jeweilige Straßenverkehrsbehörde konsequent erfolgen“, fordert der Vorsit-
zende des BBB.

Straftaten, die ein hohes Aggressionspotential offenbaren, stellen die charakterliche Eignung zum Füh-
ren von Kraftfahrzeugen insgesamt in Frage. Durch entsprechende Meldungen der Polizei an die Stra-
ßenverkehrsbehörden der zuständigen Kommunen werden diese in die Lage versetzt, den Sachverhalt
zu prüfen und Maßnahmen auf dem Verwaltungswege einzuleiten. Der Entzug bzw. die Nichterteilung
einer Fahrerlaubnis nach entsprechenden Gewaltdelikten stellt nach Ansicht des BBB eine wirksame
Präventionsmaßnahme dar.

Der BBB hatte das der Statistik zugrundliegende Gewaltschutzkonzept gemeinsam mit dem Bayeri-
schen Finanzministerium vor fünf Jahren ins Leben gerufen. Seither wurde es konsequent weiterentwi-
ckelt. Der aktuellen Gewaltstatistik liegt die im Konzept vorgesehene Evaluation zugrunde.

„Wir müssen wissen, welche Art von Straftaten in welchen Ressorts vorkommen und diese müssen in
einheitlicher Weise dokumentiert werden, um anschließend valide Auswertungen zuzulassen und Ent-
wicklungen darzulegen“, verlangt Nachtigall. Nur so könnten wirksame Gegenmaßnahmen ergriffen
werden. Auch wäre es wichtig in diesem Zusammenhang die Kommunen mitzudenken, bei denen ein
einheitliches Konzept noch gänzlich fehlt.

Der BBB hat sich deshalb auch an Bundesinnenminister Alexander Dobrindt mit der Bitte gewandt, die
Gewalt gegen Polizeibeamte hinaus, die Ausweitung entsprechender Recherchemöglichkeiten in der
polizeilichen Kriminalstatistik auch für andere Bereiche des Öffentlichen Dienstes zu prüfen.

„Für die Beschäftigten ist es unglaublich wichtig, den Dienstherrn und Arbeitgeber hier an ihrer Seite zu
wissen – egal ob sie tatsächlich betroffen sind, oder nicht“. Dafür sei man der Bayerischen Staatsregie-
rung sehr dankbar.

Zu Bedenken ist darüber hinaus auch, dass die vorgelegte Statistik ausschließlich die Gewalt gegen
Beschäftigte der Staatsregierung wiedergibt. Gewaltdelikte gegenüber Beschäftigten der kommunalen
Ebene, sind davon nicht erfasst. Auf dieser Ebene fehlen uns gänzlich Erkenntnisse zur Entwicklung
dieses Gewaltphänomens. Auch dafür wäre die Grundlage eine durchgängigere Dokumentation der

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Gewaltvorfälle. Nachtigall: „Wir stehen für die konsequente Weiterentwicklung des Gewaltschutzpro-
gramms bereit!“