H2HUBPlus entwickelt Lernallianz in Mitteldeutschland; 5,3 Mio Euro BMWE-Förderung
Lernallianz für die regionale Wasserstoffindustrie
Mitteldeutschland entwickelt sich zunehmend zu einem wichtigen Standort der Wasserstoffwirtschaft. Zahlreiche Projekte sind bereits gestartet – ihr Erfolg hängt jedoch maßgeblich von ausreichend qualifizierten Fach- und Führungskräften ab. Gleichzeitig bietet die Region ideale Voraussetzungen für die Herstellung und Nutzung von grünem Wasserstoff, etwa zur Energiespeicherung oder als Grundlage für industrielle Prozesse.
Um dieses Potenzial auszuschöpfen, braucht es gezielte Qualifizierungsangebote, neue Lernformate und eine enge Verzahnung von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Nur so kann der steigende Bedarf an Fachkräften gedeckt und die Transformation hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung erfolgreich gestaltet werden.
Mit dem FolgeprojektH2HUBPlus, das im Dezember 2025 startet, wird die bestehende Lernallianz H2HUB gezielt weiter ausgebaut. Ziel ist es, innovative und vernetzte Bildungsangebote im Bereich Wasserstoff zu entwickeln und unterschiedlichen Zielgruppen zugänglich zu machen – von Fach- und Führungskräften über Studierende bis hin zur breiten Öffentlichkeit.
Der Ansatz kombiniert wissenschaftliche Expertise mit praxisnahen Qualifizierungsformaten. Dazu gehören unter anderem der Ausbau von Bildungspartnerschaften mit Unternehmen, neue berufsbegleitende Weiterbildungsangebote sowie flexible Lernformate wie Microcredentials. Digitale Lösungen wie virtuelle Lernumgebungen (VR
AR) und KI-gestützte Wissensvermittlung ergänzen das Angebot. Gleichzeitig werden neue Formate wie Summer Schools, öffentliche Dialogangebote und Demonstratoren etabliert, um Wissen breiter zu vermitteln und die gesellschaftliche Akzeptanz zu stärken.
Die beteiligten Partner – Hochschule Anhalt, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Hochschule Merseburg sowie die Fraunhofer-Institute IWES und IMWS – bringen ihre jeweiligen Stärken gezielt ein und schaffen gemeinsam eine leistungsfähige Lernplattform für die Region.
Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung, zur Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit und zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende in Mitteldeutschland. Gefördert wird H2HUBPlus mit rund 5,3 Mio. Euro durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) im Rahmen der STARK-Richtlinie.
Ausbau von Bildungspartnerschaften mit Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen
Entwicklung von weiteren berufsbegleitenden Weiterbildungsformaten
Flexibilisierung der Angebote durch die Entwicklung von Microcredentials
Etablierung von öffentlichen Angeboten wie zum Beispiel Bürgerdialogen, Demonstratoren und Bildungslaboren
Entwicklung von digitalen Qualifizierungskomponenten, darunter VR
Implementierung einer Summer School und hybriden Bildungsformaten für den Übergang vom Studium in den Beruf
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Komm. Gruppenleiterin »Materialdiagnostik für H2-Technologien«
Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen