---
title: "Kommunale Arbeitsgemeinschaft Entwicklungsnetzwerk Hörselberge–Wartburg–Hainich–Werratal legt RES für den nördlichen Wartburgkreis vor; Umsetzungsphase beginnt nach Abschluss der Strategie"
sdDatePublished: "2026-05-06T09:06:00Z"
source: "https://www.eisenach.de/service/pressemitteilungen/pressemitteilung-im-detail/entwicklungsstrategie-wak/"
topics:
  - name: "regional development policy"
    identifier: "medtop:20001174"
  - name: "infrastructure policy"
    identifier: "medtop:20001264"
  - name: "tourism"
    identifier: "medtop:20000564"
  - name: "energy industry"
    identifier: "medtop:20000261"
  - name: "transport"
    identifier: "medtop:20000337"
locations:
  - "Germany"
  - "Wartburgkreis"
  - "Treffurt"
  - "Thüringen"
---


Kommunale Arbeitsgemeinschaft Entwicklungsnetzwerk Hörselberge–Wartburg–Hainich–Werratal legt RES für den nördlichen Wartburgkreis vor; Umsetzungsphase beginnt nach Abschluss der Strategie

ENTWICKLUNGSSTRATEGIE FÜR DEN NÖRDLICHEN WARTBURGKREIS LIEGT VOR: EISENACH IST TEIL DAVON: Wartburgstadt Eisenach

ENTWICKLUNGSSTRATEGIE FÜR DEN NÖRDLICHEN WARTBURGKREIS LIEGT VOR: EISENACH IST TEIL DAVON

Eine Mitteilung der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft “Entwicklungsnetzwerk Hörselberge–Wartburg–Hainich–Werratal”

Mit der regionale Entwicklungsstrategie (RES) für den Raum nördlich von Eisenach liegt jetzt eine umfassende, interkommunal abgestimmte Strategie für die Entwicklung der Region vor. Im Mittelpunkt stehen die Handlungsfelder Wirtschaft, Energie, Verkehr und Mobilität. Aber auch Tourismus und Naherholung stehen auf der Agenda.

Träger der Initiative ist die 2023 gegründete Kommunale Arbeitsgemeinschaft „Entwicklungsnetzwerk Hörselberge–Wartburg–Hainich–Werratal“. Darin arbeiten neben dem Wartburgkreis die Städte Eisenach, Treffurt und Amt Creuzburg, die Gemeinden Hörselberg-Hainich und Wutha-Farnroda sowie die Verwaltungsgemeinschaft Hainich-Werratal eng zusammen. Vorsitzender ist Sven Kellner, Bürgermeister von Hörselberg-Hainich.

„Die Region steht vor großen strukturellen Herausforderungen – gleichzeitig verfügt sie über erhebliche Potenziale. Mit der Regionalen Entwicklungsstrategie haben wir nun einen gemeinsamen Kompass, um diese Potenziale gezielt und abgestimmt zu nutzen“, erklärt Kellner. Für Kellner und seine Amtskollegen ist dabei die enge, kollegiale Zusammenarbeit mit der Wartburgstadt Eisenach, die sich im Rahmen der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft deutlich gefestigt hat, von ganz besonderer Bedeutung.

In sechs Workshops brachten die KAG-Mitgliedskommunen, Fachbehörden, Wirtschaft, Tourismus und Umwelt ihre Perspektiven ein. So konnten Herausforderungen gemeinsam analysiert, Ziele definiert und Kooperationsprojekte entwickelt werden.

Schlüssel- und Starterprojekte bilden das Herzstück der Strategie und dienen als Grundlage für Förderanträge und erste Umsetzungsschritte.

Flächenentwicklung – Wirtschaft und Energie:Ein Fokus liegt auf der interkommunalen Zusammenarbeit bei der Gewerbe- und Industrieflächenentwicklung und beim Ansiedlungsmanagement von Unternehmen. Gemeinsam sollen auch die Auswirkungen und Potenziale des Autobahnkreuzes A4

A44 betrachtet werden. Ziel ist es, regionale Wertschöpfungsketten zu festigen, die Wirtschaftsstruktur zu diversifizieren und damit die Zukunftsfähigkeit des Standorts zu sichern. Parallel dazu wollen sich die Kommunen mit dem Wissenstransfer und Kompetenzaufbau im Bereich Erneuerbaren Energien auseinandergesetzt werden.

Verkehr und Mobilität:Schwerpunkte sind der Netzausbau für den Alltagsradverkehr und die interkommunale Kooperation beim Ausbau von Verkehrswegen in Gewerbe- und Industriegebieten. Gestaltungsspielräume bestehen vor allem dort, wo Städte und Gemeinden selbst Baulastträger sind. Bei übergeordneten Verkehrswegen liegt der Beitrag der kommunalen Ebene insbesondere in der interkommunalen Abstimmung, in der Folgenabschätzung und in der gemeinsamen, nachdrücklichen Vertretung regionaler Interessen gegenüber den zuständigen Trägern.

Tourismus und Naherholung:Die Region will ihr Profil im Natur- und Kulturtourismus weiter schärfen. Im Fokus der Strategie stehen der Wander- und Aktivtourismus, insbesondere in den Hörselbergen und im Umfeld des Nationalparks Hainich. Für die Werratal-Orte zwischen Wartha-Göringen und Großburschla steht die qualitative, erlebnisorientierte Aufwertung der Wasserwanderinfrastruktur unter Berücksichtigung naturschutzfachlicher Anforderungen auf der Agenda.

Die Entwicklungsstrategie und ihre Projekte werden im Mai 2026 in mehreren öffentlichen Veranstaltungen vorgestellt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie regionale Akteure sind eingeladen, sich zu informieren und mit zu diskutieren:

6. Mai: Wutha-Farnroda, Hörselberghalle, 18.30 Uhr

11. Mai: Treffurt, Bürgerhaus, 18 Uhr

12. Mai: Creuzburg, Klostergarten, 18 Uhr

27. Mai: Eisenach, Stadtratssaal, 17.30 Uhr

Mit dem Abschluss der Strategie startet die Umsetzungsphase. Die jeweils projektbeteiligten Kommunen und Akteure beginnen mit der Umsetzung der Starterprojekte. Der Wartburgkreis und seine Partner unterstreichen damit ihren Anspruch, die regionale Entwicklung abgestimmt, nachhaltig und zukunftsorientiert voranzubringen und die interkommunale Zusammenarbeit weiter zu vertiefen.

Die Regionale Entwicklungsstrategie wurde im Auftrag des Wartburgkreises durch die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG Thüringen) im Zeitraum von Dezember 2024 bis Januar 2026 erarbeitet. Die Erstellung wurde durch den Freistaat Thüringen im Rahmen der Förderrichtlinie zu Projekten und Maßnahmen der Regionalentwicklung und zur Gestaltung der Folgen des demografischen Wandels gefördert.

Veröffentlicht am 06. Mai 2026