Landratsamt Nordsachsen Zulassung des Gemeingebrauchs Seelhausener See; Wassersportler und Angler nutzen See erstmals
Seelhausener See: Zulassung des Gemeingebrauchs erfolgt - LMBV
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Seelhausener See: Zulassung des Gemeingebrauchs erfolgt
Nach jahrelanger Vorbereitung: “Sachsen hat eine neue Badewanne”
Löbnitz. Die Nutzung des Seelhausener Sees in Sachsen ist seit dem 5. Mai 2026 offiziell durch das Landratsamt Nordsachsen geregelt. Bei der feierlichen Eröffnung am Löbnitzer Strand wurde der Erlass der Allgemeinverfügung zur Zulassung des Gemeingebrauchs auf dem sächsischen Teil des LMBV- Bergbaufolgesees unterschrieben. Kurz danach durften Wassersportler und Angler das Gewässer erstmals nutzen.
Nach der Begrüßung durch Dr. Eckhard Rexroth, den 1. Beigeordneten des Landrats, gab Elke Kreische-König, Leiterin LMBV-Sanierungsbereich Mitteldeutschland, einen Rückblick auf die Sanierungsarbeiten am Seelhausener See. Der Löbnitzer Bürgermeister Detlef Hoffmann stellte künftige Projekte am See vor und würdigte die See-Eröffnung als wichtigen Meilenstein für die Entwicklung von Tourismus, Naherholung und Naturerlebnis in der Region.
Mit der Allgemeinverfügung des Landratsamtes Nordsachsen zur Zulassung des Gemeingebrauchs auf dem Seelhausener See beginnt die offizielle Folgenutzung der ehemals bergbaulich beanspruchten Tagebaufläche. Hierfür wurde der Strand Löbnitz als § 4‑Maßnahme in den vergangenen zwei Jahren errichtet. Auf drei Hektar Fläche ist ein über ein Kilometer langer, sanft abfallender Strand entstanden. Böschungen wurden terrassiert, Wege angelegt und für den Lärmschutz der zukünftigen Ferienhaussiedlung gesorgt. Neben dem Badebereich sind eine Slip- und Steganlage vom Anglerverband Leipzig e. V. und eine Surferstelle entstanden. (CH)
Der Seelhausener See entstand aus dem ehemaligen Baufeld Rösa. Dieses war 1985 im Tagebaukomplex Goitsche aufgeschlossen worden. Bereits 1991 nach der politischen Wende wurde der Tagebaubetrieb eingestellt. Zurück blieb ein Tagebaurestloch, das ab 1999 im Zuge der Bergbausanierung durch die LMBV geflutet wurde und in den Jahren 2002 und 2013 zweifach durch das Mulde-Hochwasser in Mitleidenschaft gezogen worden war.
Der Bund und die beiden Braunkohleländer Sachsen und Sachsen-Anhalt haben von 1991 bis 2026 insgesamt rund 85 Millionen Euro investiert, um aus der Bergbaufolgelandschaft zwischen Bitterfeld und Löbnitz, dem Tagebaurestlochkomplex Goitsche
Rösa, den Großen Goitzschesee und den Seelhausener See zu sanieren. Rund 16 Millionen Euro der Kosten entfielen dabei auf die Beseitigung der Hochwasserschäden. Auch in den kommenden Jahren werden außerhalb der Seen noch Sanierungsarbeiten umgesetzt werden, darunter die Einbindung des Lober-Leine-Kanals in den Seelhausener See, die Herstellung des Überleiters Rösa-Döbern für den Abschlag von den Überschusswässern aus dem Seelhausener in den Großen Goitzschesee sowie weiterer Restberäumung bergbaulicher Anlagen.
Eindrücke von der feierlichen Eröffnung (Fotos: LMBV
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