Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages wählt Fördervorhaben im SKS-Programm in Deutschland; Zwei Kölner Projekte ausgewählt

Mitteilung

Dezernat, Dienststelle IV/52/520

Vorlagen-Nummer 05.05.2026

1303/2026 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Sportausschuss 07.05.2026

Sportentwicklungsplanung – Sachstand Interessenbekundungsverfahren Förderprogramm des Bundes „Sanierung kommunaler Sportstätten„ Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner Sitzung vom 22.04.2026 mit Blick auf die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel in Höhe von 333 Millionen Euro 314 Vorhaben für eine Bundesförderung im Programm Sanierung kommunaler Sportstätten ausgewählt. Er orientiert sich bei seiner Entscheidung an verschiedenen Bewertungskriterien wie etwa der Projektreife, Barrierefreiheit, Projekt- struktur, Verwendung nachhaltiger Baumaterialien etc.

Aus den seitens der Stadt Köln eingereichten Interessensbekundungen wurden die beiden Projekte „Skateanlage auf der Prälat-Ludwig-Wolker Bezirkssportanlage“ mit ei- ner Fördersumme von 607.500 Euro und „Sanierung Waldbad Dünnwald“ mit einer Fördersumme von 3.819.031,24 Euro ausgewählt.

Mit Beschluss vom 14.01.2026 (Beschlussvorlage Nr. 3314/2025) hatte der Rat der Stadt Köln der Interessensbekundung für insgesamt 11 Projekte zur Sanierung der Kölner Sportinfrastruktur zugestimmt. Über diese Beschlussvorlage wurden der Sport- ausschuss und die Bezirksvertretungen mit einer Mitteilung (Vorlagen Nr. 0154/2026) informiert.

Insgesamt wurden bundesweit mehr als 3.600 Projektskizzen zur Förderung der Sa- nierung kommunaler Sportinfrastruktur beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) eingereicht.

Weiteres Vorgehen:

In der zweiten Phase folgt nun die eigentliche Beantragung der Bundesförderung in Form eines Projektantrags. Zunächst werden mit dem BBSR Koordinierungs- bzw. Antragsgespräche terminiert, die der Konkretisierung und Finalisierung der Zuwen- dungsanträge dienen sollen. Es wird zudem am 19.05.2026 für alle Kommunen eine digitale Informationsveranstaltung stattfinden, in der die weiteren Schritte inklusive der konkreten Terminschiene abgestimmt werden.

Innerhalb der nächsten Wochen ist die qualifizierte Planung mit Kostenberechnung zu erarbeiten sowie eine Ratsvorlage, die den Bau- und Planungsbeschluss sowie die Si- cherstellung des städtischen Eigenanteils abbildet, zu erwirken.

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Für Herbst 2026 ist darüber hinaus eine neue Förderrunde zum Bundesprogramm „Sanierung Kommunaler Sportstätten“ (SKS II) geplant. In diese können die zum jetzi- gen Zeitpunkt abgelehnten Projekte erneut eingebracht werden.

Die Verwaltung wird den Sportausschuss über die weiteren Entwicklungen selbstver- ständlich informiert halten.

Die ausgewählten Projekte im Einzelnen:

Generalsanierung der Prälat-Ludwig-Wolker Bezirkssportanlage in Köln-Ehren- feld, Modellprojekt aus der Sportentwicklungsplanung - Bauabschnitt: Skatean- lage

Ein Konzept für die Sanierung und Weiterentwicklung der Prälat-Ludwig-Wolker Be- zirkssportanlage wurde im Modellprojekt „Quartierbezogene Freiraumentwicklung Everhardstraße“ der Sportentwicklungsplanung (0149/2019) in mehreren Workshops unter Beteiligung der aktuellen und potenziellen Nutzerinnen und Nutzer entwickelt. Mit Beschluss 1590/2020 beauftragte die Bezirksvertretung Ehrenfeld die Verwaltung mit der Planung der Gesamtanlage. Mit Mitteilung 2927/2021 wurden der Sportaus- schuss und die Bezirksvertretung Ehrenfeld über die Ergebnisse der Öffentlichkeitsbe- teiligung informiert. Bei dem hier vorgeschlagenen Projekt handelt es sich um den ersten Bauabschnitt zur Generalsanierung der Prälat-Ludwig-Wolker Bezirkssportanlage. Dieser beinhaltet die Umsetzung einer Roll- und Skateanlage, die in der Öffentlichkeitsbeteiligung die höchste Nachfrage aufweisen konnte. Die Skateanlage soll auf einer bestehenden, je- doch in schlechtem Zustand befindlichen Rollsportfläche aus Asphalt errichtet werden. Die Planung erfolgt durch ein Fachplanungsbüro für Skateanlagen als intersektorales Projekt unter Einbindung des Amtes für Kinder, Jugend und Familie sowie der Nut- zer*innen der Skateanlage.

Freies Ortskartell Waldbad Dünnwald e.V.

Das Waldbad Dünnwald ist ein über 100 Jahre altes Freibad in gemeinnütziger Trä- gerschaft. Die Sanierungsmaßnahme soll den weiteren Bestand sichern, da ohne die Sanierung eine wirtschaftliche und ökologisch vertretbare Nutzung nicht mehr möglich wäre und das Freibad in absehbarer Zeit geschlossen werden müsste. Die Bevölke- rung im Stadtbezirk ist aufgrund der Sozialstruktur auf eine öffentliche Infrastruktur für Sport- und Freizeitangebote angewiesen. Das Freibad ist Stützpunkt der DLRG und wird von Schulen und Vereinen dringend benötigt.

Gez. Voigtsberger