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title: "SC Freiburg Internatsschüler trainieren mit Insassen in JVA Adelsheim; Berührungsängste abgebaut"
sdDatePublished: "2026-05-06T16:06:00Z"
source: "https://www.scfreiburg.com/aktuell/nachrichten/junioren/2025/26/gemeinsames-kicken-hinter-gefaengnismauern"
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  - "Neckar-Odenwald-Kreis"
  - "Freiburg (im Breisgau)"
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SC Freiburg Internatsschüler trainieren mit Insassen in JVA Adelsheim; Berührungsängste abgebaut

Gemeinsames Kicken hinter Gefängnismauern | SC Freiburg

Die Internatsschüler des SC Freiburg waren zu Gast bei der Justizvollzugsanstalt Adelsheim. Im Mittelpunkt der Exkursion stand eine gemeinsame Trainingseinheit mit Insassen – und damit die Begegnung zweier Lebenswelten auf dem Fußballplatz.

Der Besuch ist Teil des ganzheitlichen Ausbildungsansatzes beim SC Freiburg. Neben der sportlichen Entwicklung sollen die Nachwuchsspieler auch als Persönlichkeiten wachsen und andere Lebensrealitäten kennenlernen. „Wir wollen die Jungs bewusst aus ihrer gewohnten Umgebung herausholen und ihren Horizont erweitern“, erklärt Pädagoge Joshua Klein.

Nach der Ankunft in der JVA erhielten die Spieler zunächst eine Führung über das Gelände. Neben Einblicken in den Alltag der Insassen besuchten sie unter anderem auch die Schreinerei, eine von insgesamt 13 gefängnisinternen Ausbildungsstätten.

Besonders der Blick in einen Haftraum hinterließ Eindruck. „Spätestens auf dem Gang zu den Zellen wurde es still“, beschreibt Klein. Enge Flure, schwere Stahltüren und die Atmosphäre vor Ort hätten vielen Spielern verdeutlicht, wie einschneidend das Leben in Haft ist. Die Erfahrung habe bei den Jugendlichen spürbar nachgewirkt und ihnen eine Perspektive eröffnet, die weit außerhalb ihrer gewohnten Umgebung liegt.

Im Anschluss an die Führung stand eine gemeinsame Sporteinheit mit Insassen auf dem Programm. Auf dem Platz traten Unterschiede schnell in den Hintergrund: Es wurde gepasst, gedribbelt und auf die Tore geschossen – unabhängig davon, aus welcher Lebenswelt die Spieler kamen.

Gerade diese Begegnung auf Augenhöhe war ein zentrales Element des Besuchs. „Im Spiel selbst hat man dann gar keinen Unterschied mehr gesehen“, so Klein. „In den gemischten Teams haben sie als Einheit agiert“. Der Fußball habe dabei geholfen, Berührungsängste abzubauen und einen direkten Zugang zueinander zu schaffen.

Auch abseits des Spielfelds bot der Besuch wertvolle Impulse. In Gesprächen und gemeinsamen Momenten konnten die Spieler Fragen stellen und Eindrücke verarbeiten. Solche Erfahrungen sind ein wichtiger Bestandteil der dualen Ausbildung beim SC Freiburg. Sie tragen dazu bei, den Blick der Nachwuchsspieler zu erweitern – nicht nur im Hier und Jetzt, sondern auch mit Blick auf ihre persönliche Zukunft.

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