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title: "TeleBielingue-Mitarbeitende protestieren vor der Redaktion des Senders TeleBielingue; 41 von 55 Mitarbeitenden entlassen"
sdDatePublished: "2026-05-06T15:06:00Z"
source: "https://syndicom.ch/medienmitteilung/es-braucht-einen-sozialplan-bei-telebielingue/"
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  - "Biel/Bienne"
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TeleBielingue-Mitarbeitende protestieren vor der Redaktion des Senders TeleBielingue; 41 von 55 Mitarbeitenden entlassen

Es braucht einen Sozialplan bei TeleBielingue. syndicom unterstützt Protestaktion der Belegschaft.

Es braucht einen Sozialplan bei TeleBielingue. syndicom unterstützt Protestaktion der Belegschaft.

Am Mittwoch haben die Mitarbeitenden von TeleBielingue mit Unterstützung der Mediengewerkschaft syndicom vor der Redaktion des Senders protestiert. Mit der von der Personalkommission organisierten Aktion forderte die Belegschaft die Leitung von Gassmann Media unmissverständlich dazu auf, Verhandlungen über einen Sozialplan aufzunehmen. Als Ausdruck des geschlossenen Widerstands wurde dem CEO von Gassmann Media, Christian Bärenfaller, eine Petition der betroffenen Mitarbeitenden überreicht.

Der Stellenabbau bei TeleBielingue nach dem Verlust der Konzession, trifft die Belegschaft hart: 41 von rund 55 Mitarbeitenden verlieren ihre Stelle. Trotz dieser gravierenden Einschnitte verweigert Gassmann Media bislang die Aufnahme von Sozialplanverhandlungen und argumentiert, dass ein solcher wirtschaftlich nicht realisierbar sei. Für syndicom ist klar: Ein solch umfangreicher Stellenabbau ohne sozialen Ausgleich ist inakzeptabel.

Die an CEO Christian Bärenfaller übergebene Petition formuliert die Forderungen der Angestellten:

Eine faire finanzielle Abfederung für die entlassenen Kolleg:innen

Ausreichend Zeit für die berufliche Neuorientierung

Konkrete Unterstützungsangebote bei der Stellensuche und Weiterbildung

syndicom und die Belegschaft fordern Gassmann Media dazu auf, ihre soziale Verantwortung gegenüber den Angestellten wahrzunehmen.

Intransparente Kommunikation über «TeleBielingue 2.0»

Die Konsultationsfrist endete am 22. April 2026. syndicom zeigt sich befremdet über das Vorgehen von Gassmann Media. Anstatt die für das angekündigte, reduzierte Weiterbestehen von «TeleBielingue 2.0» notwendigen Stellen transparent auszuschreiben, wurden Angestellte gezielt und selektiv angesprochen. Dieses intransparente Vorgehen hat in der Redaktion grosse Verunsicherung ausgelöst und ein starkes Gefühl der Ungleichbehandlung erzeugt. Besonders problematisch ist, dass diese Sondierungsgespräche parallel zu den Kündigungsgesprächen stattfanden. Für die Betroffenen war dadurch weder klar, nach welchen Kriterien entschieden wurde, noch, wie ihre berufliche Zukunft konkret aussieht.

Barbara Roelli, Journalistin bei TeleBielingue & Präsidentin Branchenvorstand Presse und elektronische Medien bei syndicom, hält fest:

Die Kommunikation von Gassmann Media ist enttäuschend. Gerade für ein Medienunternehmen, das wissen sollte, wie Kommunikation funktioniert.

Neues Format rechtfertigt keinen fehlenden Sozialplan

Grundsätzlich begrüsst syndicom den Entscheid von Gassmann Media, TeleBielingue in einem neuen konzessionslosen Format weiterzuführen und bis zu 17 Angestellte weiterhin zu beschäftigen. Dies sollte aber nicht in Konkurrenz gesetzt werden zu einem Sozialplan für die überwiegende Mehrheit der Belegschaft, die nicht weiterbeschäftigt werden kann. Darüber hinaus hatte das Unternehmen nach dem Konzessionsentscheid zwei Jahre Zeit, um sich auf die gegenwärtige Situation vorzubereiten.

syndicom fordert Gassmann Media mit Nachdruck auf, endlich transparent über die Zukunft von TeleBielingue zu informieren und ihrer sozialen Verantwortung nachzukommen. Dazu gehören ehrliche Kommunikation, faire Verfahren und ein Sozialplan, der den Namen verdient.

Für Barbara Roelli ist klar:

Das Ziel ist weiterhin mit den Verantwortlichen von Gassmann Media gemeinsam an einen runden Tisch zu sitzen, um konkrete Lösungen zu verhandeln. Das hat oberste Priorität für uns.

Roelli betont in ihrer Rolle als Mitarbeiterin und Mitglied der Personalkommission (PeKo) zudem die Bedeutung des gewerkschaftlichen Rückhalts im laufenden Prozess:

Die Gründung einer PeKo war elementar wichtig für den Zusammenhalt im Team. Der Rückhalt von syndicom stärkt und motiviert uns, weiter für unsere Forderungen einzustehen.