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title: "USA erwägen Wiederaufnahme der Operation zur Begleitung von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus; Öl über 100 USD Renditen steigen"
sdDatePublished: "2026-05-08T07:05:00Z"
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  - "Hangzhou"
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  - "Melbourne"
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  - "Bavaria"
  - "Bamberg"
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  - "Ulm"
  - "Osaka"
  - "Daegu"
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  - "Sydney"
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USA erwägen Wiederaufnahme der Operation zur Begleitung von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus; Öl über 100 USD Renditen steigen

Marktkommentar_Aktien_International

Marktkommentar
8. Mai 2026

Aktien International

Täglicher Marktkommentar aus dem BEKB-Handelsraum

Übersicht
Übersee
Schluss
Veränderung (in %)
Volumen (Mrd.)
Dow Jones Industrial
49'597
- 0.6
S&P 500
7'337
- 0.4
NYSE: 1.57
Nasdaq Composite
25'806
- 0.1
Nasdaq: 9.26
Nikkei 225
62'541
- 0.5
Hang Seng
26'324
- 1.1
Shanghai Composite
4'167
- 0.3

Europa
Vortag
Trading Range
Weitere Kurse
DAX
24'664
24'490 – 24'820
USD/CHF 0.7800 EUR/CHF 0.9150
EuroStoxx 50
5'973
5'860 – 6'050
Gold 4'715 USD/Unze
Stoxx 50
5'114
5'030 – 5'200
NY WTI-Rohöl-Future 95.85 USD

New York
Nach den Allzeithochs der vergangenen Tage haben
Anleger an der Wall Street gestern Donnerstag Gewin-
ne mitgenommen. Denn positive Schlagzeilen zu den
Friedenverhandlungen im Nahen Osten blieben aus.
Vielleicht sei man am Vortag zu optimistisch hinsicht-
lich des möglichen Endes des Iran-Krieges gewesen,
hiess es. Der Iran hat laut einem Sprecher noch keine
Entscheidung über Verhandlungen mit den USA getrof-
fen. Für sinkende Aktienkurse und steigende Ölpreise
sorgte ein Bericht des Wall Street Journal, wonach die
USA erwägen, die Operation zur Begleitung von Han-

www.bekb.ch | Marktkommentar | 8. Mai 2026
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delsschiffen durch die Strasse von Hormus wieder
aufzunehmen. Präsident Donald Trump hatte die Opera-
tion am Vortag ausgesetzt. Die Marineeskorten ("Project
Freedom") hatten erst am letzten Montag begonnen. Im
Handel interpretierte man die Schlagzeilen als Abkehr
einer diplomatischen Lösung zur Öffnung der Straße
von Hormus.
Die Ölpreise gaben zunächst deutlich nach, erholten
sich aber mit den Schagzeilen zum Iran-Krieg deutlich.
Brent-Öl verteuerte sich um 0,7 % und kostete wieder
über 100 Dollar je Fass. Mit dem Ölpreisanstieg drehten
die US-Renditen ins Plus. Das Anspringen der Ölpreise
liess Inflationssorgen wieder etwas hochkochen. Die
Zehnjahresrendite stieg daher um 3 Basispunkte auf
4,39 %. Die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten fielen
zudem einen Tick besser als befürchtet aus. Die Daten
zeigten, dass der US-Arbeitsmarkt weiterhin robust
ist, was Zinssenkungen durch die Fed unwahrschein-
licher machen könnte.
Im Technologiesektor wartete Arm einerseits mit gu-
ten Quartalszahlen auf, andererseits aber auch mit der
Nachricht, dass die Nachfrage derart steige, dass man
Schwierigkeiten habe, ihr nachzukommen. Zudem warn-
te der Konzern vor einer Flaute in der Mobiltelefon-
branche - eine wichtige Erlösquelle des Halbleiteranbie-
ters. Für die Aktien ging es darauf um 10,1 % nach un-
ten. Die am Vortag sehr festen AMD und Intel gaben
um rund 3 % nach. Apple stiegen auf Allzeithoch,
schlossen dann aber knapp im Minus. McDonald's
drehten mit dem Gesamtmarkt 0,2 % ins Minus - trotz
übertroffenen Umsatz- und Gewinnerwartungen im ers-
ten Quartal. Whirlpool knickten um 11,9 % ein. Der
Hersteller von Kühlschränken und Waschmaschinen
hatte seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr etwa
halbiert und angekündigt, die Dividende auszusetzen,
um sich auf den Schuldenabbau zu konzentrieren. Tesla
zogen nach starkem China-Absatz um 3,3 % an. Snap
und Perplexity hatten eine Vereinbarung zur direkten
Integration der KI-basierten Antwortmaschine des Star-
tups Perplexity in die Social-Media-Plattform aufgeho-
ben. Damit entwich bei Snap die Fantasie einer verbes-
serten Rentabilität. Der Kurs sank 1,9 %. Doordash
kletterten nach Geschäftsausweis um 2,1 %. Das Liefer-
unternehmen gewann im Quartal mehr Kunden für seine
US-Angebote im Bereich Lebensmittel und Einzelhandel.
Fortinet schossen um 20 % nach oben. Der Anbieter
von Cybersicherheit hatte die Gewinnerwartungen über-
troffen und einen starken Ausblick abgegeben.

Asien
Neue Spannungen im Nahost-Konflikt und Gewinn-
mitnahmen sorgen heute Freitag an den Aktienmärkten
in Ostasien für Verunsicherung und fallende Indizes.
Der Iran hat nach Angeben des US-Militärs nahe der
Strasse von Hormus Angriffe auf US-Kriegsschiffe mit
Raketen, Drohnen und Kleinbooten unternommen, die
abgewehrt wurden. US-Präsident Donald Trump sagte
aber, der Waffenstillstand mit dem Iran sei weiterhin in
Kraft. Nach den kräftigen Gewinnen und teilweise Re-
kordhochs zuvor, halten sich die Abgaben aber in Gren-
zen beziehungsweise haben sich im Handelsverlauf
deutlich verringert. Auch bei den Ölpreisen fällt die
Reaktion noch überschaubar aus. Brent-Öl verteuert sich
um knapp 2 % auf knapp 102 Dollar.
Der Topix in Tokio kommt um 0,5 % zurück, der Kospi in
Seoul um 0,8 %. Etwas grösser fallen die Abgaben in
Hongkong mit 1,1 % aus. Shanghai büsst 0,3 % ein, in
Sydney verliert das Marktbarometer 0,3 %. In Tokio
bremsen neben der Geopolitik auch Zinserhöhungs-
sorgen, nachdem die Reallöhne in Japan im März den
dritten Monat in Folge gestiegen sind. Dass die Indizes
teils deutlich über ihren Tagestiefs liegen, dazu könnte
auch beitragen, dass das US-Handelsgericht den glo-
balen Zehn-Prozent-Zoll von US-Präsident Trump für
unrechtmässig erklärt hat.
Etwas stärker nach unten geht es für jüngst sehr gut
gelaufene Aktien aus dem Halbleiterbereich. In Seoul
kommen beispielsweise SK Hynix und Samsung
Electronics um bis zu 2 % zurück, in Tokio verlieren
Softbank Group 4,6 %, in Hongkong SMIC 4,4 %. Vola-
til geht es in Sydney bei der Aktie der Macquarie-Group
zu. Nachdem die Investmentbank einen starken Jahres-
gewinn meldete und die Erwartungen übertraf, stieg der
Kurs zunächst um über 3 % auf ein Rekordhoch, ehe er
die Richtung wechselte und nun 1,6 % im Minus liegt -
möglicherweise gedrückt von Gewinnmitnahmen.

Europa
Nach zuletzt zwei Gewinntagen haben die europäischen
Aktienmärkte gestern Donnerstag Federn lassen müs-
sen. Und auch der Start in den letzten Handelstag der
Woche sieht schwächer aus.
Zölle und insbesondere der Krieg im Iran bleiben wei-
terhin die bestimmenden Themen. Wie es zuletzt hiess,
haben sich die USA und der Iran trotz Waffenruhe in der
Strasse von Hormus gegenseitig beschossen. Das
Wall Street Journal meldete zudem, dass die USA erwä-
gen, die Blockade der Strasse wieder aufzunehmen. Die
Ölpreise haben daraufhin zuletzt wieder leicht zugelegt.

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Auf der Terminseite steht am Nachmittag der US-
Arbeitsmarktbericht im Fokus. Unternehmensseitig
gibt es erneut eine Quartalszahlen.
Die Ölpreise haben zuletzt wieder etwas zugelegt. Ein
Barrel der Nordsee-Sorte Brent kostet heute Freitag-
morgen gut 102 Dollar. Der Preis für ein Barrel der US-
Sorte WTI liegt bei knapp 96 Dollar. Eine Feinunze Gold
kostet 4708 Dollar, eine Feinunze Silber 79,40 Dollar.
Ein Bitcoin wird derzeit für 79650 Dollar gehandelt.

Marktnachrichten

Coinbase: Umsatz in Q1 bricht ein
Die Handelsplattform für Kryptowährungen Coinbase
hat gestern nach Börsenschluss ihre Ergebnisse für das
erste Quartal 2026 veröffentlicht und einen zweistelli-
gen Umsatzrückgang verzeichnet.
Coinbase erwirtschaftete im ersten Quartal 2026 einen
Umsatz von 1,413 Milliarden US-Dollar, ein Minus von 31
% zum Vorjahr. Damit verzeichnete die Kryptohandels-
plattform das zweite Quartal in Folge einen Umsatz-
rückgang. Im Vorquartal mit 1,781 Milliarden US-Dollar
fiel der Umsatz um 21,6 % zum Vorjahr. Der Umsatz mit
Transaktionen machte im Berichtszeitraum 755,8 Mil-
lionen US-Dollar aus (minus 40 %). 583,5 Millionen US-
Dollar entfielen auf den Bereich Subscription and Ser-
vices, ein Minus von 14 % zum Vorjahr.
Das operative Ergebnis der kalifornischen Kryptowäh-
rungs-Handelsplattform betrug im gleichen Zeitraum
minus 21,4 Millionen US-Dollar nach einem Gewinn
über 273,75 Millionen US-Dollar im Vorquartal. Das Net-
toergebnis im ersten Geschäftsquartal belief sich auf
minus 394,1 Millionen US-Dollar oder minus 1,49 US-
Dollar je Coinbase-Aktie.

Sony: Rechnet mit weiterem Gewinnanstieg
Der japanische Elektronik- und Medienkonzern Sony
hat unter anderem dank guter Geschäfte mit Kameras
und bildverarbeitenden Produkten im Geschäftsjahr
2025/26 operativ mehr verdient. Für das bis Ende März
2027 laufende, neue Geschäftsjahr rechnet der Konzern
mit einem weiteren Anstieg des operativen Gewinns.
Dieser soll um elf Prozent auf rund 1,6 Billionen Yen
zulegen, teilte der Konzern heute Freitag in Tokio mit.
Die Prognose liegt im Rahmen der Analystenerwartun-
gen.
Im vergangenen Geschäftsjahr zog der operative Ge-
winn um 13 % auf knapp 1,45 Billionen Yen an. Das war
etwas weniger als zuletzt in Aussicht gestellt. Dies war
allerdings auch auf einige Sondereffekte zurückzufüh-
ren. Der Umsatz legte um vier Prozent auf 12,5 Billio-
nen Yen zu. In den zwölf Monaten bis Ende März 2027
rechnet der Konzern mit einem leichten Rückgang
beim Erlös.
Sony kündigte zudem den Rückkauf von eigenen Aktien
für den Wert von bis zu 500 Billionen Yen an. Damit will
das Unternehmen die zuletzt stark unter Druck stehende
Aktie stützen. Zumindest heute Freitag gelang das zeit-
weise. Der Kurs zog um bis zu sieben Prozent an. Aller-
dings gab das Papier den Grossteil der Gewinne schnell
wieder ab und lag zuletzt nur noch mit zwei Prozent im
Plus. Im laufenden Jahr sank der Börsenwert von Sony
um etwas mehr als ein Fünftel auf umgerechnet rund
100 Milliarden Euro. Mit dem Kursrückgang zählen die
Aktien in diesem Jahr zu den schwächsten Titeln im
japanischen Leitindex Nikkei 225, der seit Ende 2025 um
fast ein Viertel anzog.

Futures
S&P 500
7'385
+ 0.3 %
FTSE 100
10'216
- 0.7 %
DAX
24'557
- 0.8 %

Wichtigste US-Unternehmenszahlen
(Erwarteter Gewinn pro Aktie)
Vor Börsenöffnung
Wendy's 10c
Nach Börsenschluss -

Wirtschaftsdaten
(Erwartungen*)
China
-
Japan
Arbeitsmarkt Barlöhne März y/y + 2,7 %
(+ 3,2 %), Realeinkommen in bar März
y/y + 1,0 % (+ 1,8 %), Einkaufsmanager-
index S&P Global April 52,2 Punkte
(vorheriger Wert: 52,4 Punkte), Ein-
kaufsmanagerindex
Dienstleistungen
S&P Global April 51,0 Punkte (vorheriger
Wert: 51,2 Punkte).
Deutschland
Handelsbilanz März + 14,3 Milliarden
EUR + 17,8 Miliiarden EUR), Exporte März
+ 0,5 % (- 1,5 %), Importe März + 5,1 %
(+ 0,5 %), Industrieproduktion März - 0,7
% (+ 0,4 %), Industrieproduktion März
y/y - 2,8 % (- 1,9 %) .
GB
-
Frankreich
-
Europa
-

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USA
14:30 Uhr: Neugeschaffene Stellen aus-
serhalb der Landwirtschaft April (+
65'000), Neugeschaffene Stellen in der
Privatwirtschaft April (+ 75'000), Durch-
schnittlicher Stundenlohn April (+ 0,3 %),
Durchschnittlicher Stundenlohn April y/y
(+ 3,8 %), Durchschnittliche Wochen-
stunden April (34,2), Erwerbsquote April
(61,9 %).
16:00 Uhr: Stimmung der Universität
Michigan Mai vorläufig (49,5 Punkte),
Lagerbestände beim Grosshandel März
(+ 1,4 %).

*Wenn nichts Anderes vermerkt, bezieht sich die Veränderung gegenüber
dem Vormonat q/q = Veränderung gegenüber Vorquartal, y/y = Veränderung
gegenüber Vorjahr, ytd = Veränderung seit Jahresbeginn, sb = Saisonberei-
nigt, ( ) = Erwartungen, wenn nicht anders erwähnt.

 QUELLEN

AWP-dpa-AFX-DJN-Reuters-BEKB
IMPRESSUM
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Handelsabteilung BEKB
3097 Bern-Liebefeld
www.bekb.ch,
Autoren

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roger.baumgartner@bekb.ch,

Christoph Germann,
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