Wasser- und Bodenverbände Kreis Borken Jahrestagung Legden; Interreg-DIWA Trockenheitsstrategie vorgestellt
Treffen der Wasser- und Bodenverbände im Kreis Borken zur Jahresversammlung in Legden - Kreis Borken
Fr, 08.05.2026 , 01:00 Uhr
Treffen der Wasser- und Bodenverbände im Kreis Borken zur Jahresversammlung in Legden
Vorträge und Austausch EU-Wasserrahmenrichtlinie, Klimafolgen und Gewässerentwicklung
Rund 50 Vertreterinnen und Vertreter der Wasser- und Bodenverbände im Kreis Borken sowie der kreisangrenzenden Verbände und niederländischen Waterschap Rijn en Ijssel trafen sich kürzlich auf Einladung des Kreises Borken zur Jahrestagung im Landhotel HermannsHöhe in Legden. Im Fokus der Tagung standen aktuelle Themen der Wasserwirtschaft, insbesondere die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie, die Klimaanpassung sowie der Hochwasser- und Gewässerschutz.
Ein besonderer Dank galt dem ehrenamtlichen Engagement der Verbandsmitglieder: „Diese uneigennützige Tätigkeit, diese Übernahme von ganz besonderer Verantwortung im Ehrenamt ist Ihnen hoch anzurechnen. Dafür möchte ich Ihnen auch im Namen von Landrat Dr. Zwicker ausdrücklich danken“, betonte Benedikt Spieker, Technischer Dezernent des Kreises Borken. Zugleich lobte er die gute Zusammenarbeit der einzelnen Akteure: „Dies ist aus meiner Sicht von großer Bedeutung für Kommunen, Kreis und Wasser- und Bodenverbände angesichts des Klimawandels und seiner ökologischen Folgen.“
Die aktuellen wasserwirtschaftlichen Herausforderungen wie zunehmende Extremwetterereignisse wurden in darauffolgenden Fachvorträgen näher in Augenschein genommen. Hochwasser auf der einen, Trockenheit auf der anderen Seite – die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass der Klimawandel ganz unterschiedliche Extreme mit sich bringt, was neue Strategien in der Wasserbewirtschaftung erforderlich macht. Vor diesem Hintergrund wurde das Interreg-Projekt „DIWA“ zur Entwicklung von Trockenheitsstrategien in der Wasserwirtschaft vorgestellt. Sarah Speier von der Unteren Wasserbehörde des Kreises Borken erläuterte das Projekt, das gemeinsam mit niederländischen Partnern umgesetzt wird und insbesondere Maßnahmen zum Wasserrückhalt sowie die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Landwirtinnen und Landwirten in den Fokus stellt.
Vonseiten der Bezirksregierung Münster informierten Dr. Annette Schöne-Warnefeld und Vanessa Kinst über den Stand der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie sowie die Vorbereitung zum 4. Bewirtschaftungsplan 2028–2033 und gaben einen Überblick über Fördermöglichkeiten im Gewässerbereich. Raghda Khalil (Untere Wasserbehörde des Kreises Borken) stellte umgesetzte und geplante Maßnahmen zur Gewässerrenaturierung vor. Bernd Garvert, Fachbereichsleiter Natur und Umwelt beim Kreis Borken, berichtete über den aktuellen Sachstand beim Bisam- und Nutriafang sowie über die Weiterentwicklung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit beim Nutriafang.
Beim letzten Fachvortrag des Tages präsentierte Helmut Schiermann, Fachbereichsleiter Planen, Bauen und Gebäudemanagement bei der Gemeinde Legden, das dortige Hochwasserschutzkonzept mit Maßnahmen wie Gewässerbaumaßnahmen und der Schaffung von naturnahen Rückhalteräumen, Optimierungen an Stauanlagen und digitaler Pegelüberwachung.
Die Tagung wurde durch eine gemeinsame Exkursion am Nachmittag zu umgesetzten Gewässer- und Auenrenaturierungsmaßnahmen im Bereich des Legdener Mühlenbachs und der Dinkel abgerundet.
Die Jahrestagung machte deutlich, wie wichtig der erfolgreiche Austausch zwischen Fachexpertinnen und -experten der Wasserwirtschaft im Kreis Borken ist. Sie bot Raum für Inspiration, neue Projektideen und den Ausbau starker Netzwerke – als Grundlage für gemeinsames und zukunftsorientiertes Handeln in der Wasserwirtschaft.
Zum HintergrundIm Kreis Borken gibt es 29 Wasser- und Bodenverbände. Weitere zwölf Verbände haben ein Teileinzugsgebiet. Die Verbände sind für die Pflege und Unterhaltung von 3.500 Kilometern Fließgewässern im Kreisgebiet zuständig und werden von der Unteren Wasserbehörde unterstützt. Neben der Gewässerunterhaltung übernehmen sie wichtige Aufgaben wie die Renaturierung und die Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit.
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