Landtag Brandenburg erinnert in Potsdam an Kriegsende und Befreiung vom Nationalsozialismus; 8. Mai Gedenktag in Brandenburg seit 2016
Landtag erinnert an Kriegsende und Befreiung vom Nationalsozialismus vor 81 Jahren - Landtag Brandenburg
Landtag erinnert an Kriegsende und Befreiung vom Nationalsozialismus vor 81 Jahren
Potsdam, 8. Mai 2026.Mit einer Feierstunde hat der Landtag Brandenburg heute an die Befreiung vom Nationalsozialismus und an das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa vor 81 Jahren erinnert. Bei der Veranstaltung im Innenhof des Landtags sprachen Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke, der stellvertretende Ministerpräsident Dr. Jan Redmann sowie die Botschafterin Kanadas, I.E. Vera Alexander. Der 8. Mai wird im Land Brandenburg seit 2016 als Gedenktag begangen. Bei den Veranstaltungen sprechen traditionell Botschafter der ehemaligen alliierten Staaten und von Ländern, die durch die nationalsozialistische Expansion und den Krieg gelitten haben.
Zur Feierstunde waren Vertreterinnen und Vertreter der Landespolitik, der Kommunen, der Zivilgesellschaft, von Brandenburger Institutionen sowie Kirchen und Bundeswehr eingeladen. In ihrer Rede betonte die Präsidentin die enge Verbundenheit zu Kanada und sagte: „Hier in Brandenburg, nach der Befreiung vom Nationalsozialismus durch Soldaten anderer Völker und nach der vom eigenen Volk errungenen friedlichen Revolution von 1989, verstehen die Menschen sehr gut, was staatliche Souveränität und Zusammenarbeit bedeuten. Für den Bruch des Völkerrechts gibt es keine Rechtfertigung, ebenso wenig für einen militärischen Angriff.“ Es gehe um mehr als eine international regelbasierte Ordnung, es gehe um den freien Willen eines jeden Bürgers und der Bürgerinnen und um die freie Entfaltung eines jeden Kindes, erklärte die Parlamentspräsidentin und ergänzte: „Es geht um Unabhängigkeit, es geht um Demokratie.“
Der stellvertretende Ministerpräsident, Dr. Jan Redmann, sagte: „Der 8. Mai ist ein Tag, an dem wir der Opfer einer beispiellosen Gewaltherrschaft gedenken. Es liegt an uns, die Erinnerung wachzuhalten und sie in die Zukunft zu tragen. Das sind wir den Opfern schuldig - gerade auch aufgrund der aktuellen Entwicklungen in unserer Gesellschaft.“ Der 8. Mai verpflichte uns in aller Entschiedenheit für Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit einzutreten, betonte Redmann.
Die Botschafterin von Kanada in der Bundesrepublik Deutschland, I.E. Vera Alexander, ergänzte: „Das Ende des Zweiten Weltkriegs war nicht nur ein militärischer Sieg – es war ein moralischer: der Triumph der menschlichen Würde über den Hass und der freien Völker über die Tyrannei. Kanada stand in diesem Kampf stolz an der Seite seiner Alliierten und bleibt auch heute dem Schutz eben dieser Werte verpflichtet.“
Für den musikalischen Rahmen bei der Feierstunde sorgte das Camerata Streicherensemble aus Potsdam und spielte Stücke von F. Mendelssohn-Bartholdy, Johann Sebastian Bach sowie die Filmmusik zu Schindlers Liste von John Williams.
Rede der Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke© Landtag Brandenburg
Die Botschafterin Kanadas, I.E. Vera Alexander, trägt sich vor der Feierstunde in das Gästebuch des Landtages ein.© Landtag Brandenburg
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