Pflegebündnis Dresden und ver.di demonstrieren vor dem Sächsischen Landtag in Dresden; Kürzungen würden die Pflegeversorgung verschlechtern

Tag der Pflege in Dresden Sächsischer Landtag | Landesbezirk Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

Beschäftigte im Gesundheitswesen, das Pflegebündnis Dresden und Gewerkschafterinnen machen mit einer Demonstration am Dienstag, dem 12. Mai 2026, zum Internationalen Tag der Pflegenden auf die drohende Verschlechterung ihrer Arbeits- und Versorgungsbedingungen aufmerksam. „Sowohl in der Alten- als auch der Krankenpflege, im Krankenhaus oder im Reha-Bereich droht eine Rolle rückwärts“, warnt Nora Glaser, Gewerkschaftssekretärin bei ver.di. „Die aktuell diskutierten Kürzungen würden die Versorgung verschlechtern. Die Erfolge der vergangenen Jahre, die Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen attraktiver zu machen, stehen auf dem Spiel. Wenn wir den Vorhaben jetzt nicht laut und deutlich widersprechen, tragen Beschäftigte und Patientinnen die Konsequenzen für die kommenden Jahre. Das können wir nicht zulassen.“ Tag der Pflege – Protest und acht Thesen für gute Pflege Dienstag, 12. Mai 2026 Um 16:30 Uhr Vor dem Sächsischer Landtag Bereits vor dem geplanten Gesetzentwurf der Bundesregierung hat das Pflegebündnis Dresden acht Thesen für gute Pflege erarbeitet, die im Rahmen der Protestaktion an den Sächsischen Landtag übergeben werden sollen. „Bereits seit vielen Jahren kämpfen wir als Pflegebündnis für die Aufwertung des Pflegeberufes – heute ist dies wichtiger denn je. Wir gehen auf die Straße und werden laut gegen Krankenhausschließungen, zu wenig Personal und für eine bessere Pflege – denn Gesundheit ist keine Ware!“, erklärt Dorit Hollasky, Beschäftigte im Gesundheitswesen und Teil des Pflegebündnisses. Den aktuellen Plänen zufolge sollen Leistungen eingeschränkt und Zuzahlungen erhöht werden. Als besonders fatal bewertet ver.di den Angriff auf die vollständige Refinanzierung von Tariflöhnen in Gesundheitseinrichtungen. Die Gewerkschaft warnt vor Personalabbau, einer weiter steigenden Belastung der Beschäftigten und einer massiven Gefährdung der Versorgungsqualität. ver.di fordert: Tariferhöhungen und die der Pflege am Bett in Krankenhäusern sind weiterhin vollständig zu Refinanzieren bedarfsgerechte und verbindliche Personalvorgaben sowie eine breitere Finanzierungsbasis der gesetzlichen Krankenversicherung. Zum Internationalen Tag der Pflegenden wird es bundesweit weitere Aktionen von ver.di geben, mit denen Pflegekräfte auf ihre Situation aufmerksam machen und für bessere Arbeitsbedingungen eintreten. Auch die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping hat bereits zugesagt zu den Demonstrierenden zu sprechen und sich zu dem Gesetzentwurf zu äußern. Im Anschluss an die Kundgebung vor dem Sächsischen Landtag wird es einen Demonstrationszug zum Gewerkschaftshaus geben. Hintergrund: Der Internationale Tag der Pflegenden macht jährlich auf die Herausforderungen im Pflegebereich aufmerksam. ver.di fordert bessere Arbeitsbedingungen, mehr Kompetenzen für Pflegekräfte und eine nachhaltige Reform der Pflegeversicherung. V.i.S.d.P.: Oliver Greie ver.di-Landesbezirksleiter für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen für den Inhalt: der jeweilige Fachbereich bzw. Bezirk Pressestelle: Karl-Liebknecht-Str. 30-32 04107 Leipzig Tel. 0341 52901 110 Fax 0341 52901 500 eMail: lbz.sat@verdi.de Internet: www.sat.verdi.de