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title: "SP Basel-Stadt Stellungnahme Vernehmlassung zum Entwicklungskonzept Stadtraum Morgartenring Basel-Stadt; Verdrängung verhindern, bezahlbarer Wohnraum sichern"
sdDatePublished: "2026-05-12T16:56:00Z"
source: "https://sp-bs.ch/wp-content/uploads/2026/05/Vernehmlassung_Entwicklungskonzept-Stadtraum-Morgartenring.pdf"
topics:
  - name: "politics and government"
    identifier: "medtop:11000000"
  - name: "government policy"
    identifier: "medtop:20000621"
  - name: "housing and urban planning policy"
    identifier: "medtop:20000628"
  - name: "construction and property"
    identifier: "medtop:20000235"
  - name: "public transport"
    identifier: "medtop:20001362"
  - name: "social condition"
    identifier: "medtop:20000799"
locations:
  - "Basel-Stadt"
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SP Basel-Stadt Stellungnahme Vernehmlassung zum Entwicklungskonzept Stadtraum Morgartenring Basel-Stadt; Verdrängung verhindern, bezahlbarer Wohnraum sichern

Sozialdemokratische Partei
Rebgasse 1, 4058 Basel
Telefon 061 685 90 20
sekretariat@sp-bs.ch
Basel-Stadt
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www.sp-bs.ch

Bau- und Verkehrsdepartementes
Dufourstrasse 40
4052 Basel

Basel, 12. Mai 2026

Stellungnahme Vernehmlassung zum Entwicklungskonzept Stadtraum
Morgartenring
Sehr geehrter Damen und Herren
Vielen Dank für die Möglichkeit der Vernehmlassung. Die ausführlichen Antworten finden Sie
anbei.

Freundliche Grüsse

Julia Baumgartner
Parteipräsidentin

Weitere Kontaktpersonen:
Organisation / Institution:

SP Basel-Stadt
Strasse und Nr.:

Rebgasse 1
PLZ und Ort:

4058 Basel
Land:

Schweiz

Vornamen & Namen:

Ivo Balmer

Jean-Luc Perret
E-Mail-Adressen:

ivo.balmer@mietshaeusersyndikat.ch
jlp@gmx.ch

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Text-Rückmeldungen SP Basel-Stadt

Kapitel: Aufgaben und Ziele des Konzepts
Antrag / Bemerkung:
Integration des etablierten Namens Morgartenring in den Haltestellen-Namen Prüfen.

Begründung:
Für die Auffindbarkeit, Wahrnehmung, Netzintegration und Förderung der Umstiegsbeziehungen ist
es sinnvoll, eine Integration des bisherigen Tram-/ÖV-Stationsnamens Morgartenring in den neuen
Namen zu prüfen.

Kapitel: Wirkungsziele

Wirkungsziel 1: Verbesserung der Vernetzung und Erhalt der städtebaulichen Qualitäten.

Antrag / Bemerkung:
Die angestrebte städtebaulichen Verdichtungen, unabhängig davon wie umfangreich sie ausfallen,
sind zwingend sozial zu flankieren. D.h. bestehender Wohnraum ist zu erhalten, um damit
Verdrängungsprozesse von Menschen aus ökonomischen Gründen zu unterbinden.

Begründung:
Aufwertung und Verdichtung führen zu Verdrängungsgefahr.

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Wirkungsziel 1: Verbesserung der Vernetzung und Erhalt der städtebaulichen Qualitäten.

Antrag / Bemerkung:
Das entsprechende Wirkungsziel ist sozial durch wohnpolitische Massnahmen zu ergänzen.

Begründung:
Die geplanten Entwicklungen im Umfeld der zukünftigen Haltestelle und entlang der Schnittstelle
Basel–Allschwil zeigen wichtige städtebauliche Chancen. Insbesondere die verbesserte Vernetzung,
die Aufwertung des öffentlichen Raums sowie die Schaffung eines verbindenden Stadtparks sind
grundsätzlich zu begrüssen.

Aus Sicht der SP ist jedoch entscheidend, dass diese Verdichtung und Aufwertung nicht auf Kosten
der bestehenden Bevölkerung erfolgt. Erfahrungen aus anderen Entwicklungsgebieten zeigen
klar: Aufwertungsprozesse gehen häufig mit steigenden Mieten und Verdrängung einher.

Die SP erwartet deshalb, dass die geplanten Massnahmen keine Leerkündigungen, keine
Verdrängung und keinen Verlust von bezahlbarem Wohnraum zur Folge haben. Die
Weiterentwicklung muss sozial verträglich gestaltet werden und die bestehende Quartierstruktur
stärken – nicht unter Druck setzen.

Dazu braucht es eine klare sozialpolitische Flankierung durch den Kanton. Insbesondere sind
verbindliche Instrumente notwendig, die sicherstellen, dass ein ausreichender Anteil an bezahlbarem
Wohnraum langfristig erhalten bleibt und neu geschaffen wird.

Die SP fordert deshalb:
• eine aktive Bodenpolitik, bei der der Kanton strategisch Land sichert und im Baurecht vergibt,
• einen deutlich höheren Anteil an gemeinnützigem Wohnungsbau in den
Entwicklungsgebieten,
• sowie klare Vorgaben zur Sicherung von bezahlbarem Wohnraum bei Transformationen und
Verdichtungen.

Städtebauliche Qualität darf nicht isoliert gedacht werden. Eine nachhaltige Entwicklung bedeutet
immer auch soziale Durchmischung und Zugang zu Wohnraum für alle.

Gerade an einer so wichtigen Nahtstelle zwischen Basel und Allschwil muss sich zeigen, dass
Entwicklung nicht nur räumlich verbindet, sondern auch sozial integriert.

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Wirkungsziel 2: Städtebauliche und stadträumliche Aufwertung der Hauptstrassen.

Antrag / Bemerkung:
Die SP fordert daher:
• eine systematische Begrünung der Strassenräume als integralen Bestandteil der Planung,
• konkrete und verbindliche Massnahmen zur Verkehrsberuhigung,
• sowie eine konsequente Ausrichtung der Strassenräume auf Aufenthaltsqualität statt reiner
Verkehrsabwicklung.

Eine attraktive Stadtachse definiert sich nicht allein über bauliche Dichte oder
Nutzungsvielfalt, sondern darüber, ob sie für die Menschen im Alltag lebenswert, sicher und
klimatisch verträglich ist.

Begründung:
Die angestrebte städtebauliche Aufwertung der Hauptstrassen und die bessere Anbindung an die
neue Haltestelle sind grundsätzlich zu begrüssen. Insbesondere eine stärkere Orientierung am Fuss-
und Veloverkehr sowie die Aktivierung der Erdgeschosse können einen wichtigen Beitrag zu einer
lebendigen und funktionierenden Stadtstruktur leisten.

Aus Sicht der SP greift die Vorlage jedoch zu kurz, wenn sie primär auf Verdichtung und funktionale
Aufwertung der Strassenräume fokussiert. Entscheidend ist, dass diese Achsen nicht nur als
Verkehrs- und Erschliessungsräume gedacht werden, sondern als qualitativ hochwertige
Aufenthaltsräume für die Bevölkerung.

Die SP erwartet deshalb, dass die Aufwertung der Baslerstrasse und weiterer Hauptachsen
konsequent mit Begrünungsmassnahmen verbunden wird. Bäume, Grünflächen und entsiegelte
Bereiche sind zentral, um das Mikroklima zu verbessern, Hitzeinseln zu reduzieren und die
Lebensqualität im Quartier nachhaltig zu erhöhen.

Ebenso wichtig sind verbindliche verkehrsberuhigende Massnahmen. Gerade auf stark
belasteten Hauptverkehrsachsen braucht es klare Prioritäten zugunsten von Fussgängerinnen,
Velofahrern und dem öffentlichen Verkehr. Ohne eine spürbare Reduktion von Geschwindigkeit und
Verkehrsdominanz droht die angestrebte Aufwertung auf Kosten der Aufenthaltsqualität zu gehen.

Wirkungsziel 4: Qualitativ hochwertige Transformation vom Rand zum Stadtquartier.

Antrag / Bemerkung:
Die Transformation soll nicht zu Verdrängung führen.

Begründung:
Die Transformation soll nicht dazu führen, dass Miet- und Immobilienpreise ansteigen und die
ansässige Wohnbevölkerung verdrängt wird. Der Kanton soll genossenschaftliches Wohnen fördern
und mit geeigneten Massnahmen vorbeugen, dass preisgünstiger Wohn- und Gewerberaum nicht
verlorengeht.

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Wirkungsziel 6: Optimale räumliche Einbettung der Haltestelle.

Antrag / Bemerkung:
Der Zugang Süd ist mit der S-Bahn-Haltestelle zu realisieren.

Begründung:
Anbindung an die bestehenden ÖV-Verbindungen und zur besseren Erschließung der südlichen
Quartiere. Der Kanton soll die Bauherrschaft bestmöglich unterstützen, den Südzugang möglichst
mit der Station zu realisieren. Dabei ist ein Kompromiss mit den Naturschutzinteressen anzustreben.

Wirkungsziel 7: Förderung nachhaltiger Mobilitätsformen.

Antrag / Bemerkung:
Das Velovorzugsroutennetz ist zeitnah umzusetzen.

Begründung:
Die vorgesehenen oder bestehenden Vorzugsrouten in der Umgebung sind qualitativ möglichst
schnell zu verbessern, um die S-Bahn-Haltestelle möglichst attraktiv einzubetten. Dazu gehören
namentlich die Ringachse Strassburgerallee-St. Galler-Ring, die Wanderstrasse sowie eine direkte
und nicht beeinträchtigte Verbindung vom Morgartenring ins Bachgrabengebiet.

Wirkungsziel 7: Förderung nachhaltiger Mobilitätsformen.

Antrag / Bemerkung:
Eine direkte Buslinie Morgartenring-Bachgraben ist zeitnah zu planen.

Begründung:
Die Haltestelle Neuallschwil ist die nächstgelegene Haltestelle zum Entwicklungs- und Arbeitsgebiet
Bachgraben. Damit Pendlerinnen und Pendler möglichst rasch mit der S-Bahn kommen, braucht es
eine umsteigefreie ÖV-Weiterverbindung ins Bachgrabengebiet.

Wirkungsziel 7: Förderung nachhaltiger Mobilitätsformen.

Antrag / Bemerkung:
Anschluss EAP weniger hervorheben.

Begründung:
Auf S. 28 wird der Anschluss an den EAP erwähnt. Dessen Realisierung ist ungewiss und kann
deshalb nicht als Argument für die Haltestelle Neuallschwil dienen. Diese ist auch sinnvoll, wenn der
Anschluss EAP nicht kommt.

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Wirkungsziel 9: Vernetzung und Begrünung der Freiräume.

Antrag / Bemerkung:
Ersatzflächen sind innerhalb des bestehenden Vernetzungskorridors vorzusehen, damit der südliche
Zugang erstellt werden kann.

Begründung:
Der südliche Zugang zur Haltestelle ist zwingend zu erstellen. Dies erfordert zusätzliche
Ersatzflächen. Diese sind im Rahmen mit anderweitigen Aufwertungsmassnahmen gemeinsam mit
der SBB zu suchen.

Wirkungsziel 9: Vernetzung und Begrünung der Freiräume.

Antrag / Bemerkung:
Die SP begrüsst die Schaffung von Pocketparks

Begründung:
Die SP ist grundsätzlich für jede Form urbaner Begrünung, und sei sie noch so klein.

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Kapitel: Konzeption Wirkungsziele

Antrag / Bemerkung:
Die SP unterstützt die formulierten Wirkungsziele und die damit verbundenen
Zielbilder, Strategien und Konzeptüberlegungen grundsätzlich. Insbesondere die langfristige
Perspektive, die Berücksichtigung von Unsicherheiten sowie die Einbettung in einen schrittweisen
Entwicklungsprozess mit breiter Akteurs-Beteiligung sind aus unserer Sicht richtig und wichtig.

Gleichzeitig möchten wir deutlich darauf hinweisen, dass die angestrebte Aufwertung des
Stadtraums zwingend sozial flankiert werden muss. Die geplanten Entwicklungen werden in
wesentlichen Teilen durch öffentliche Investitionen – etwa in Infrastruktur, Verkehr und Freiräume
– sowie durch angrenzende wirtschaftliche Akteure getragen. Diese Investitionen führen
erfahrungsgemäss zu einer Steigerung der Standortattraktivität und damit
zu steigenden Boden- und Immobilienpreisen.

Ohne gezielte Gegenmassnahmen besteht deshalb die reale Gefahr, dass die positiven Effekte
dieser Entwicklung nicht der breiten Bevölkerung zugutekommen, sondern primär in Form von
höheren Renditen bei Grundeigentümerinnen und Investoren abgeschöpft werden. Die SP erwartet
daher, dass die Wirkungsziele von Beginn an mit konkreten boden- und wohnpolitischen
Instrumenten verknüpft werden. Dazu gehören insbesondere
• eine aktive Bodenpolitik des Kantons,
• die Sicherung von Flächen für gemeinnützigen Wohnungsbau,
• sowie verbindliche Massnahmen zur Erhaltung und Schaffung von neuem bezahlbarem
Wohnraum.

Begründung:
Eine langfristig tragfähige Stadtentwicklung kann gelingen, wenn räumliche Aufwertung und soziale
Flankierung gemeinsam gedacht und umgesetzt werden. Gerade weil die öffentliche Hand
zentrale Investitionen tätigt, ist sie auch in der Verantwortung, die daraus entstehenden Mehrwerte
(steigende Bodenpreise) im Interesse der Allgemeinheit zu sichern

Kapitel: Bahnhofzugang Nord, «Morgartenplatz»

Antrag / Bemerkung:
Die Tramstation Morgartenring ist möglichst bald umzugestalten.

Begründung:
Die an der Infoveranstaltung gezeigte und auf S. 43 abgebildete Umgestaltung der Station ist
möglichst bald anzugehen. Dadurch wird die Station BehiG-gerecht, velofreundlicher (durch
Zeitinseln) und sicherer für Trampassagiere zu Fuss (da sie keine MIV-Spur mehr überqueren
müssen). Die Neuorganisation der Betriebsgeleise und der Wendeschlei