Hunderte Besucher feiern Europatag in Bad Waldsee am Grabenmühlplatz; Neue Partnerstadt-Stelen vorgestellt
Europatag begeistert Hunderte Besucher – Bad Waldsee setzt kraftvolles Zeichen für Europa, Freundschaft und Zusammenhalt
Europatag begeistert Hunderte Besucher – Bad Waldsee setzt kraftvolles Zeichen für Europa, Freundschaft und Zusammenhalt
Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen wurde der Grabenmühlplatz am 9. Mai zum Mittelpunkt einer bewegenden und außergewöhnlichen Feierstunde im Rahmen des Europatages im Jubiläumsjahr „1100 Jahre Bad Waldsee“. Viele hundert Besucherinnen und Besucher, zahlreiche Schülerinnen und Schüler, Gäste aus den Partnerstädten Bâgé und Bad Elster sowie Vertreter aus Politik, Verwaltung und Bürgerschaft kamen zusammen, um gemeinsam ein starkes Zeichen für Europa, Freundschaft und Zusammenhalt zu setzen.
„Europa ist kein abstraktes Gebilde in Brüssel oder Straßburg. Europa ist Bad Waldsee. Europa ist dieser Platz. Europa, das sind wir alle“, betonte Oberbürgermeister Matthias Henne unter großem Applaus. Besonders eindrucksvoll richtete er sich an die Schülerinnen und Schüler der vier beteiligten Schulen. Europa sei für viele junge Menschen selbstverständlich geworden – offene Grenzen, Reisen ohne Kontrollen und eine gemeinsame Währung gehörten heute ganz selbstverständlich zum Alltag. Gerade deshalb müsse man sich bewusst machen, dass Frieden, Freiheit und Freundschaft keine Selbstverständlichkeiten seien, sondern immer wieder neu gelebt und geschützt werden müssten. Mit großer Herzlichkeit begrüßte er auch die Delegationen aus den Partnerstädten Bâgé und Bad Elster. Die gelebten Städtepartnerschaften seien, so Matthias Henne, „unser persönlicher Beitrag zum Frieden in Europa – große Politik im kleinen, herzlichen Rahmen“.
Einen besonders emotionalen Akzent setzte das Grußwort von Bürgermeister Olaf Schlott aus der Partnerstadt Bad Elster. Er erinnerte an die inzwischen 36-jährige Städtepartnerschaft, die seit 1990 von Vertrauen, Herzlichkeit und engem menschlichem Austausch geprägt ist. Mit großer Dankbarkeit blickte Schlott auf die Unterstützung zurück, die Bad Elster insbesondere in den ersten Jahren nach der Wiedervereinigung durch Bad Waldsee erfahren habe.
Als sichtbares Zeichen der tiefen Verbundenheit überreichte er Oberbürgermeister Matthias Henne den „Bogen der Freundschaft“ – einen traditionellen erzgebirgisch-vogtländischen Schwibbogen mit Waldseer Motiven. Seine Worte machten deutlich: Aus einer kommunalen Verbindung ist über Jahrzehnte hinweg eine echte Freundschaft zwischen Menschen und Städten gewachsen, die den europäischen Gedanken auf besonders herzliche Weise mit Leben erfüllt.
Die Grußworte von Bürgermeister Bertrand Vernoux, Vorsitzender des Gemeindeverbandes Bresse-et-Saône und Vertreter der französischen Partnerstadt Bâgé, unterstrichen eindrucksvoll die Bedeutung der europäischen Freundschaft. Mit großer Herzlichkeit erinnerte er an die vielen Begegnungen und gemeinsamen Erlebnisse, die die Partnerschaft zwischen Bad Waldsee und Bâgé über die Jahre geprägt haben.
Besonders hob er hervor, dass die deutsch-französische Freundschaft aus Versöhnung und Dialog entstanden sei und heute ein wichtiges Zeichen für Frieden, Offenheit und Zusammenhalt in Europa darstelle. Aus Schüleraustauschen, Vereinskontakten und gemeinsamen Projekten seien echte Freundschaften zwischen Menschen entstanden. Gerade in einer Zeit voller Krisen und Konflikte sei diese gelebte Partnerschaft ein wertvolles Signal für Verständigung und gegenseitiges Vertrauen.
Mit den Worten „Es lebe die deutsch-französische Freundschaft, lang lebe Bad Waldsee, lang lebe Bâgé und es lebe Europa!“ schloss Vernoux sein Grußwort unter großem Applaus. Bürgermeisterin Monika Ludy übersetzte die bewegenden Worte ins Deutsche.
Auch die Rede von Stadträtin Sonja Wild unterstrich eindrucksvoll die Bedeutung der Städtepartnerschaften für ein friedliches und geeintes Europa. Sie betonte, dass die Freundschaften mit dem Canton de Bâgé und Bad Elster weit mehr seien als formelle Vereinbarungen zwischen Städten. Vielmehr lebten sie durch persönliche Begegnungen, Schüleraustausche, Vereinskontakte und langjährige Freundschaften zwischen den Menschen. Gerade in einer Zeit, in der Zusammenhalt und gegenseitiger Respekt wichtiger denn je seien, setzten die Partnerschaften ein starkes Zeichen für Offenheit, Verständigung und ein gemeinsames Europa.
Im weiteren Verlauf der Feierstunde wurden die neuen Partnerstadt-Stelen am Grabenmühlplatz offiziell vorgestellt. Sie erinnern künftig sichtbar an die europäischen Freundschaften der Stadt und stehen symbolisch für Offenheit und Verständigung.
Die Feierstunde wurde musikalisch von den Schulen (Döchtbühlschule, Realschule, Gymnasium und Eugen-Bolz-Schule), dem gemeinsamen Chor sowie dem Schulorchester gestaltet. Der Chor bzw. das Orchester setzte sich dabei aus Schülerinnen und Schülern der GWRS, der Realschule und des Gymnasiums zusammen. Der Gesamtbeitrag der Veranstaltung wurde gemeinsam von der GWRS, der Realschule, dem Gymnasium und der Eugen-Bolz-Schule getragen.
Ein besonderer musikalischer Höhepunkt war die Uraufführung der eigens komponierten Europahymne „Ein Europa, das ist unser Traum“ von Hans-Georg Hinderberger. Auch das eindrucksvolle Solo von Arianna Florea mit „Heal the World“, Schülerin der Eugen-Bolz-Schule, begeisterte die Gäste und sorgte für echte Gänsehautmomente. Die Beiträge der Schülerinnen und Schüler zum Thema Europa beeindruckten die zahlreichen Besucher ebenso wie die zwölf Europa-Sterne mit ihren persönlichen Botschaften für ein vereintes Europa.
Für seine Verdienste um die Freundschaft der Feuerwehrangehörigen mit Bâgé erhielt der Bad Waldseer Feuerwehrkommandant Alois Burkhardt die Ehrenmedaille des französischen Feuerwehrverbandes – eine außergewöhnliche Auszeichnung. Gerührt nahm Burkhardt die Ehrung entgegen und betonte: „Europa lebt – wir müssen nur weiter daran arbeiten.“
Auch das Lauffieber-Orga-Team sorgte für eine Überraschung: Oberbürgermeister Matthias Henne erhielt symbolisch die Startnummer „926“ – passend zur ersten urkundlichen Erwähnung Bad Waldsees. Gleichzeitig überreichte das Team eigene Beiträge für die Zeitkapsel.
Zeitkapsel als Botschaft an die Zukunft
Ein weiterer emotionaler Programmpunkt war die Präsentation der Zeitkapsel-Aktion „Botschaft an die Bad Waldseer im Jahr 2126“. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger hatten bereits persönliche Briefe, Gedanken und Erinnerungen eingereicht. Die Zeitkapsel soll später im Jubiläumsjahr im Bereich der Grabenmühle eingelegt und erst im Jahr 2126 wieder geöffnet werden.
„Wir senden den Menschen der Zukunft einen Gruß aus unserem Jubiläumsjahr“, erklärte Oberbürgermeister Henne.
Zum Abschluss erklangen die Nationalhymne sowie die „Ode an die Freude“ als Europahymne – ein würdiger und emotionaler Ausklang einer Feierstunde, die eindrucksvoll zeigte, wie lebendig Europa und Gemeinschaft in Bad Waldsee gelebt werden.
Oberbürgermeister Matthias Henne dankte allen Beteiligten, Schulen, Vereinen, Sponsoren, Helferinnen und Helfern sowie den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern und seinem „tollen Team“ für diesen „zutiefst berührenden Vormittag“. Besonders hob er das Engagement der jungen Generation hervor, die der Veranstaltung mit Musik, Kreativität und Begeisterung eine ganz besondere Atmosphäre verliehen habe.
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