Bundeskabinett beschloss Entwurf des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) in Deutschland; Klimaneutralität des Gebäudesektors bis 2045 Ziel
Gebäudemodernisierungsgesetz: Wärmewende braucht klare Leitplanken für Infrastruktur und Investitionen | BDEW
VerbandVerbandErdgas, Strom und Heizwärme sowie Wasser und Abwasser. Der BDEW vertritt über 2000 Unternehmen.Zum VerbandÜber unsKMU-VertretungBDEW-Vertretung bei der EULandesorganisationenMitgliederMitglied werdenKarriereKontakt und AnfahrtZum VerbandZum Magazin
Erdgas, Strom und Heizwärme sowie Wasser und Abwasser. Der BDEW vertritt über 2000 Unternehmen.
EnergieDossiersAusgewählte Themen der Energiewirtschaft auf einen Blick.DigitalisierungEnergiewende im VerteilnetzErneuerbare EnergienGas, Wasserstoff, BiogasStrompreiseEnergieeffizienzVersorgungssicherheitWärmeThemenElektromobilitätEnergiepolitikStromerzeugungWeitere Energiethemen
Ausgewählte Themen der Energiewirtschaft auf einen Blick.
AbwasserDossiersAusgewählte Themen der Trink- und Abwasserwirtschaft auf einen Blick.Die kommunale AbwasserrichtlinieKarten, Daten und Fakten zur WasserwirtschaftPFASThemenBenchmarking und BranchenbildDigitalisierung der WasserwirtschaftEntgelte
Ausgewählte Themen der Trink- und Abwasserwirtschaft auf einen Blick.
Karten, Daten und Fakten zur Wasserwirtschaft
PressePresseInformationen für JournalistenZum PressecenterPresseinformationenPressemappenPressefotosAnsprechpartnerZum Pressecenter
MagazinMagazin"Zweitausend50" - das Online-MagazinSTARTSEITEVerdichtungEurope CallingGleichgewichtGrößeZUR ÜBERSICHT
ServiceServiceDer BDEW erarbeitet Branchenpositionen, findet Lösungen, erstellt Zahlenmaterial und Grafiken und bereitet diverse Informationen rund um die Themen der Energie- und Wasserwirtschaft auf.Daten und GrafikenAnwendungshilfenStellungnahmenPublikationenBDEW CodesVeranstaltungenDatenplattform StromkennzeichnungEDI@EnergyStandardverträgeBildung und SchuleZu Daten und Grafiken
Der BDEW erarbeitet Branchenpositionen, findet Lösungen, erstellt Zahlenmaterial und Grafiken und bereitet diverse Informationen rund um die Themen der Energie- und Wasserwirtschaft auf.
PressecenterWärmewende braucht klare Leitplanken für Infrastruktur und Investitionen
Wärmewende braucht klare Leitplanken für Infrastruktur und Investitionen
Heute hat das Bundeskabinett den Entwurf des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) beschlossen.
Dazu erklärt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung:
„Mit der Änderung des Gebäudeenergiegesetzes zum Gebäudemodernisierungsgesetz schafft die Bundesregierung wichtige Voraussetzungen für einfachere und verständlichere Vorgaben bei der Heizungsmodernisierung. Jetzt kommt es darauf an, daraus einen konsistenten und investitionssicheren Transformationsrahmen zu machen. Dafür müssen Dekarbonisierungspfad, kommunale Wärmeplanung und Infrastrukturentwicklung ein Gesamtbild zeichnen. Außerdem müssen sich die Regelungen im Gebäudemodernisierungsgesetz daran messen lassen, in welchem Umfang sie zur Erreichung der klimapolitischen Ziele beitragen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die geplante Evaluation des Gesetzes in 2030 zu eben diesem Beitrag. Zu begrüßen ist, dass im Kabinettsentwurf die Klimaneutralität des Gebäudesektors bis 2045 ausdrücklich als Ziel hervorgehoben wurde.
Es ist zentral, dass die kommunale Wärmeplanung ihre Steuerungswirkung behält und ein wirtschaftlicher Infrastrukturbetrieb gewährleistet ist. Technologieoffenheit bei Heizungslösungen darf nicht dazu führen, dass zentrale Infrastrukturentscheidungen unterlaufen werden. Das konterkariert sowohl volkswirtschaftliche als auch betriebswirtschaftliche Effizienz. Mehrfach-Infrastrukturen können die Kosten für die Wärmeversorgung der Menschen deutlich erhöhen und sollten daher wo möglich vermieden werden. Es muss daher sichergestellt sein, dass mit einem geordneten Planungsprozess mit entsprechenden Netzentwicklungsplänen jederzeit ein wirtschaftlicher Netzbetrieb erfolgen kann. Im Interesse aller Kunden muss klar kommuniziert werden, wo langfristig leitungsgebundenes Gas oder Fernwärme verfügbar sein wird und wo nicht.
Notwendig sind daher vor allem verlässliche Transformationsregelungen. Dazu gehört ein rechtssicherer Dekarbonisierungspfad. Bei Bio-Treppe und Grüngasquote bedarf es einer verlässlichen und realistischen Abschätzung des vorhandenen „Bio-Potenzials“ anhand einer nationalen Biomassestrategie.
Positiv ist, dass zentrale Leitplanken der europäischen Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD) bereits im Entwurf aufgegriffen werden. Insbesondere die Einführung des Zielbildes der Nullemissionsgebäude, Regelungen zur Nutzung von Solarenergie sowie die Anpassung der Anforderungsgrößen schaffen mehr Planungs- und Investitionssicherheit.
Parallel zum GModG wurden Änderungen des Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetzes (GEIG) beschlossen. Der neue GEIG-Entwurf bildet eine gute Grundlage für den weiteren Hochlauf der Elektromobilität in Deutschland. Positiv ist insbesondere, dass die Möglichkeiten zur Flexibilisierung und zum Pooling die gemeinsame Ausstattung von Stellplätzen mit Ladepunkten weiterhin ermöglichen. Kritisch zu sehen ist die mit 2,2 KW vorgelegte Leistungsvorgabe, welche die Vorgaben der AFIR (1,3 KW) deutlich übersteigt.
Wichtig ist darüber hinaus, dass die Umsetzung insgesamt bürokratiearm ausgestaltet wird. Informations- und Nachweispflichten sollten einfach, verständlich und praxistauglich ausgestaltet werden, damit die Energie- und Wärmewende effizient umgesetzt werden kann.“
Die BDEW-Stellungnahme zum Gebäudemodernisierungsgesetz finden Siehier.
Julia WeberPressesprecherin+49 30 300 199-1174presse@bdew.de
Der BDEW in den sozialen Netzwerken: