Michael Aufhauser unterschrieb 2009 die Vereinbarung über Betreuung der Ex-Labor-Schimpansen bei Gut Aiderbichl in Gänserndorf; 40 Ex-Labor-Schimpansen gerettet

Tradition mit Herz | Gala-Dinner für Ex-Labor-Schimpansen

Chinchillas Schneewittchen, Cookie und Luna

Wachteln Flitzi, Hinki und Hüpfi

Ruby und ihre kleinen Vierlingskälber

Bud Spencer und Terence Hill

Bud Spencer und Terence Hill – „Männerüberschuss“ im Hühnerstall

Schafe Flocke, Felicia, Finja und Fraya

Ein majestätischer Einzug auf Gut Aiderbichl

Araberstuten aus der Schweiz fanden eine neue Heimat

Mutter Penny von der Straße gerettet

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Ein mutiger Pionierschritt rettete 40 Ex-Labor-Schimpansen

Michael Aufhauser unterschrieb 2009 die Vereinbarung über die Betreuung der ehemaligen Laboraffen der IMMUNO AG. Seine Unterschrift war die Lösung, um den Schimpansen ein geschütztes Weiterleben zu ermöglichen. Michael Aufhausers erster Rundgang in Gänserndorf überzeugte ihn davon, dass er den malträtierten Verwandten des Menschen helfen will. Für Michael Aufhauser war es Martha, die ihn dazu bewegte, der Übernahme der damals 40 Ex-Labor-Schimpansen durch Gut Aiderbichl zuzustimmen und die große Verantwortung auf sich zu nehmen. (Unser Einsatz für Ex-Labor-Schimpansen)

Warum lassen wir Tiere leiden?

Tierversuche mit Menschenaffen sind in der EU verboten, jedoch gibt es weiterhin Tierversuche mit Affen, die nicht zu den Menschenaffen zählen. Mit den Ex-Laboraffen der IMMUNO wurden unter anderem Tierversuche für die HIV-Forschung durchgeführt. Die Affen lebten jahrzehntelang in isolierter Haltung. Da war ein Labor, enge Zellen, künstliches Licht und einfach nichts, das die Tiere an ihr ursprüngliches Leben in Freiheit erinnern konnte. Als die Ex-Laboraffen von Gut Aiderbichl übernommen wurden, baute man ihnen die größte und längste mit Rosen bewachsene Mauer der Welt. An den äußeren Mauern der Freigehege, die für die Schimpansen eine kleine, nachgeahmte Natur bedeuten, begann die längste blühende Rosenmauer der Welt zu wachsen.

Zu glauben, die Affen führen ein normales, unbeschwertes Leben, nur weil sie seit fast zwanzig Jahren nicht mehr in der Forschung verwendet werden, ist ein Irrglaube. Im Versuchslabor lebten die Schimpansen isoliert, sie konnten sich nicht bewegen, nicht miteinander kommunizieren. Die meisten von ihnen waren noch klein, als sie in Afrika eingefangen worden waren. Der letzte Eindruck in Freiheit war für die meisten der Tod der Mutter durch die Kugeln der Affenfänger gewesen.Im Affenrefugium wurden die Schimpansen paarweise und in kleinen Gruppen aneinander gewöhnt. Sie lernten, mit Eifersucht umzugehen, sie lernten, dem anderen zu imponieren, sie lernten langsam das Verhalten des anderen zu verstehen. Sie lernten sich zu versöhnen und aufeinander zuzugehen. Für all das hatten die Schimpansen in der Gefangenschaft keine Möglichkeit gehabt.Die Tierpflegerinnen fordern und fördern die Schimpansen täglich, damit sie nicht in ihre ehemaligen stereotype Verhaltensmuster verfallen.

Ein bewegender Tag im Affenrefugium

Am 22. April hatte ich die Gelegenheit, mit Renate Foidl durchs Affenrefugium zu gehen unter hinter die Kulissen zu schauen. In einem großzügig angelegten Kühlraum wird Obst und Gemüse für die Schimpansen gelagert, ein großer OP-Behandlungsraum steht für medizinische Behandlungen zur Verfügung.An den Besucherfenstern vorbei kann man in die Wohnräume der Schimpansen schauen. Viele verschiedene Klettermöglichkeiten und Schaukeln stehen zur Verfügung, jeder Schimpanse hat in der Gruppe seinen eigenen Wohnbereich. Nachdem die Schimpansen nun auch schon in die Jahre gekommen sind, werden die Einrichtungen so gestaltet, dass das Klettern und alle anderen Bewegungen keine Probleme darstellen. Die Stimmung war ruhig und gelassen und trotzdem wollte hie und da ein Schimpanse zeigen: „He, ich bin hier der Chef! Schau, ich bin stark!“ und sprang gegen das Besucherfenster.Da war Kathi, die sich seit dem Aufenthalt in der Forschung nach wie vor psychisch in einer Stresssituation befindet. Ihre Augen wollten erzählen und ich fühlte mich geschmeichelt, als sie ihre Hand auf die Scheibe legte, damit ich meine Hand auch dort hinlege.

Peter und Jelle forderten zum Nachlaufen und zum Kommunizieren auf

Peter, 43 Jahre alt, ist durch seine Vergangenheit in der Forschung beeinträchtigt und nicht gruppierbar. Zu Beginn war er in einer Männergruppe, was sich allerdings nicht bewährt hat. Peter wird einzeln im Wohnraum und in seinem eigenen Freigehege gehalten. In der Freianlage gibt er sich sehr selbstsicher, steigt auf die Baumkonstuktion und „hootet“, wenn er nebenan Jelle oder einen anderen Schimpansen rufen hört. Jelles Geburtsdatum ist unbekannt. 2003 kam er aus den Niederlanden und konnte in keine Gruppe integriert werden. Er ist ausgesprochen intelligent, ein leidenschaftlicher Nestbauer und hat eine besondere Vorliebe für Zwiebeln. Er versucht auch Schrauben und Muttern zu lockern und fordert so seine Tierpflegerinnen auf, täglich sein Gehege aufs Genaueste zu überprüfen.

Mit Abstand saß ich vor Peters Außengehege ins Gras. Wir hatten Augenkontakt und ich wartete. Jelle nebenan macht sich bemerkbar und holte ein Stück Gartenschlauch. Er schob ihn durch den Gehegezaun in meine Richtung. Es dauerte nicht lange, und Peter machte dasselbe. Peter forderte mich auf, ihm nachzulaufen. Ich lief mit Peter entlang seines Gehege Zauns und wir hatten Blickkontakt. Hie und da patschte Peters Hand gegen den Zaun. Vielleicht wollte er mich berühren. Peter selbst zeigte dann, wann er genug vom Laufen hatte. Jelle wartete, denn er wollte auch mit mir laufen. Jelle zeigte mir, wann ich den Test bestanden hatte, und setzte sich wieder ins Gras. Außer Atem, aber tief berührt von so viel Aufmerksamkeit und Kontaktaufnahme mit Peter und Jelle fühlte ich Dankbarkeit. Wieviel Leid wurde den Schimpansen zugefügt, aber stehen drüber und möchten Kontakt mit dem Menschen haben.

Ein Gala-Dinner für die Bewohner der weltweit größten Schimpansen Anlage.

Begeisterung, die man spürt: Schüler der NMS Harmannsdorf geben den Ex-Laboraffen eine Stimme

Schülerinnen und Schüler bereiteten sich wochenlang darauf vor, für 80 Gäste einen herzergreifenden Abend zu gestalten. Thema war das Affenrefugium von Gut Aiderbichl. Es wurde gesungen, in der Schulküche gekocht und anschließend gekonnt serviert.Die Geschichte der Ex-Laboraffen der IMMUNO war sehr interessant und berührend aufgearbeitet worden. Mit gewaltiger Stimme präsentierten die jungen Menschen das jahrzehntelange Leiden der Schimpansen in der Forschung. Das Publikum bedankte sich bei ihnen und bei Frau Dipl.-Päd. Barbara Doppler, die sich unermüdlich für das Schicksal der Schimpansen engagiert, mit tosendem Applaus. Die eingenommenen Spenden an diesem Abend werden den Schimpansen im Affenrefugium von Gut Aiderbichl gespendet.

Die größte Gefahr für unsere Zukunft ist Apathie.

Jane Goodalls Appell spornt die jungen Menschen in der NMS Harmansdorf dazu an, aktiv und nicht gleichgültig zu bleiben, wenn es darum geht, den Tieren eine Stimme zu geben. Ein Danke an alle, die am Gelingen des Schimpansen-Dinners mitgewirkt haben. Die Arbeit von Barbara Doppler und den vielen Schülern bedeutet einen großen Schritt für den Tierschutz: hinsehen, Mitgefühl zeigen und aufklären.

Von: Gisela Pschenitschnig, Gut Aiderbichl

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