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title: "Henri Viswat (Randstad Deutschland) sagt: KI schafft mehr Stellen in Deutschland; Weltweit 50 Millionen Stellenanzeigen ausgewertet."
sdDatePublished: "2026-05-13T13:07:00Z"
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Henri Viswat (Randstad Deutschland) sagt: KI schafft mehr Stellen in Deutschland; Weltweit 50 Millionen Stellenanzeigen ausgewertet.

KI treibt Arbeitsmarkt für Facharbeiter | Personal | Haufe

Wed May 13 12:00:07 UTC 2026

KI schafft mehr Stellen für Facharbeiter und Handwerker

Es ist noch immer umstritten, ob Künstliche Intelligenz für mehr Arbeitsplätze sorgt oder stattdessen den Stellenabbau vorantreibt. Für einige Branchen bringt eine aktuelle Studie mehr Klarheit. Demnach dürften beispielsweise Mechatronikerinnen und Elektriker vom KI-Trend profitieren.

Künstliche Intelligenz sorgt für ein Stellenwachstum bei technischen und handwerklichen Berufszweigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Personaldienstleisters Randstad, für die rund 50 Millionen Stellenanzeigen weltweit ausgewertet wurden. "Mit der zunehmenden Verbreitung von KI-Anwendungen und digitalen Systemen steigt auch die Nachfrage nach Fachkräften, die die physischen Grundlagen für diese Systeme schaffen", sagt Randstad-Deutschland-Chef Henri Viswat.

Unterschiedliche Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt

Derzeit werden die Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt heiß diskutiert. Dabei zeigt sich, dass vor allem Berufseinsteigern der reibungslose Start ins Berufsleben schwerfallen könnte. Auch in der Kreativwirtschaft sind die Sorgen vor einem Stellenabbau groß. US-Studien kommen außerdem zu dem Schluss, dass zahlreiche gut bezahlte Tätigkeiten am Schreibtisch in Zukunft von KI erledigt werden könnten.

In Handwerk und Technik zeigt sich ein gemischtes Bild. Die Auswertung der Stellenanzeigen belegt laut Randstad nun aber die These, dass KI gerade in diesen Branchen auch neue Jobs schaffen kann. Als Grund wird genannt, dass der KI-Ausbau eine Infrastruktur aus Rechenzentren oder Energieversorgungsanlagen braucht und somit Fachleute, die diese Infrastruktur erstellen und unterhalten können. Das spiegelt sich auf dem Arbeitsmarkt wider. Seit dem Jahr 2022 ist die Zahl der offenen Stellen für Heiz-, Lüftungs- und Klimatechniker, die beispielsweise die Installation und Wartung von Kühlsystemen in den Rechenzentren übernehmen, weltweit um 67 Prozent gestiegen.

Fachkräfte in Deutschland profitieren vom KI-Boom

Für Deutschland zeigt sich eine ähnliche Tendenz, wenngleich die Entwicklung hierzulande etwas verhaltener ausfällt und bei einem Plus von 51 Prozent für Lüftungs- und Klimatechniker liegt. Für einen Ausreißer nach oben sorgen Robotik-Techniker. Während die globale Nachfrage für diesen Berufszweig seit 2022 um 107 Prozent gestiegen ist, legte die Nachfrage in Deutschland sogar um 127 Prozent zu. Auch Elektriker sind hierzulande gefragt. Die Zahl der Stellenanzeigen verzeichnete hierzulande ein Plus von 19 Prozent.

Insgesamt sank die Anzahl der offenen Stellen in Handwerk und Technik seit 2022 leicht um 3,5 Prozent. Das ist allerdings kein Vergleich zu den Bürojobs mit einem Minus von 19 Prozent.

Fachkräfte brauchen künftig digitale Kompetenzen

Diese Entwicklung bedeutet allerdings auch, dass sich Fachkräfte weiterbilden müssen. Denn Berufsfelder, die früher nur wenige Berührungspunkte mit digitalen Technologien hatten, verändern ihr Anforderungsprofil. In Zukunft wird es in einzelnen Branchen zudem immer mehr Spezialisierungen geben. Auch von Elektrikerinnen oder Mechatronikern werden dann digitale Kompetenzen verlangt, sagt Henri Viswat: "Das klassische Bild des Elektrikers, der nur Kabel verlegt und Geräte anschließt, ist nicht mehr zeitgemäß." Vielmehr werde das Verständnis für komplexe, digitale Systeme immer wichtiger; damit nehme auch der theoretische Anteil an der Ausbildung zu.

Auf diese Weise können in Zukunft völlig neue Berufe entstehen. "Die Besetzung dieser Stellen ist für das langfristige Wachstum von Volkswirtschaften im digitalen Zeitalter entscheidend", prognostiziert Viswat. Deutschlandweit war die Zahl der Lehrlinge im Handwerk nach Angaben von Statista in den zehn Jahren zwischen 2014 und 2024 von rund 371.000 auf 342.000 Auszubildende gefallen.

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