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title: "Stadt Ulm Bildungsforum 2026 Ulm; 60-Jährige über 6-Jährige in Deutschland"
sdDatePublished: "2026-05-13T14:05:00Z"
source: "https://www.ulm.de/aktuelle-meldungen/z%C3%B6a/mai-2026/bildungsforum-2026_05"
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  - "Ulm"
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Stadt Ulm Bildungsforum 2026 Ulm; 60-Jährige über 6-Jährige in Deutschland

Stadt Ulm - Bildungsforum: Impuls und Vernetzung für Bildung der Zukunft

Bildungsforum: Impuls und Vernetzung für Bildung der Zukunft

Wie können Kinder und Jugendliche in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche gut aufwachsen und auf ihrem Bildungsweg begleitet werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Bildungsforum 2026 der Stadt Ulm. Vertreterinnen und Vertreter aus Bildung, Kammern, Verwaltung und weiteren Bereichen sowie junge Menschen selbst diskutierten über veränderte Lebensrealitäten von Kindern und Jugendlichen, die zunehmende Vielfalt von Kindheit(en) sowie notwendige Veränderungen im Bildungssystem.

Das Bildungsforum findet jährlich unter dem Leitgedanken „Bildung der Zukunft“ statt. Ziel ist es, aktuelle bildungspolitische Themen wissenschaftlich einzuordnen, gemeinsame Perspektiven zu entwickeln und den fachlichen Austausch zu fördern.

Als Referent war Professor Sebastian Kurtenbach eingeladen. Der Politikwissenschaftler und Sozialpolitikforscher von der FH Münster befasst sich unter anderem mit Sozialräumen, Nachbarschaften und gesellschaftlicher Teilhabe. Als Co-Autor veröffentlichte er das Buch „Kinder. Minderheiten ohne Schutz. Aufwachsen in der alternden Gesellschaft“.

In seinem Impuls sprach Kurtenbach über die Lebensrealitäten von Kindern und Jugendlichen heute und Schulen, die zunehmend von gesellschaftlicher Vielfalt geprägt seien. Unterschiedliche Erfahrungen und Bedürfnisse von Kindern müssten deshalb auch in Schulen stärker berücksichtigt werden. Zugleich stellte er die Frage, ob Erwachsene ausreichend darüber wissen, wie Kinder ihren Alltag erleben und was sie benötigen.

Ein weiterer Schwerpunkt war der demografische Wandel. In Deutschland leben inzwischen mehr 60-Jährige als 6-Jährige. Daraus ergäben sich gesellschaftliche und politische Verschiebungen mit deutlichen Auswirkungen auf junge Menschen. Gleichzeitig könne die ältere Generation wichtige Beiträge zu Bildung und Teilhabe leisten.

Im Bildungsforum wurde außerdem betont, dass Kinder und Familien mittlerweile eine Minderheit seien, deren Interessen stärker gehört werden müssten. Dafür brauche es Strukturen, die Beteiligung ermöglichen und die Perspektiven junger Menschen einbeziehen.

Diskutiert wurden zudem kommunale Lösungsansätze wie multiprofessionelle Zusammenarbeit, sozialraumorientierte Bildungsarbeit und stärker geöffnete Schulen. Eine wichtige Rolle spielen dabei divers aufgestellte Teams sowie Community-Zentren an Schulen.

Die Stadt Ulm setzt bereits verschiedene Projekte in diesem Bereich um. Dazu gehören fünf Kinder- und Familienzentren, der Bildungscampus Eselsberg, das neue Stadtteilhaus Wiblingen sowie die Beteiligung Ulms am Pilotprojekt Familiengrundschulzentren im Rahmen des Startchancenprogramms.

Auch die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen wird in Ulm aktiv gefördert, etwa durch „Jugend aktiv in Ulm“ oder das Jugendhearing 2025.

Das Bildungsforum bot den teilnehmenden Bildungsakteurinnen und Bildungsakteuren die Mög-lichkeit, aktuelle Entwicklungen gemeinsam zu reflektieren, neue Perspektiven für die Bildungslandschaft in Ulm zu entwickeln und sich stärker miteinander zu vernetzen.