Stadt Ulm setzt mobiles Hochwasserschutzsystem am Standort Kastbrücke der Entsorgungsbetriebe Ulm ein; Aufbau in rund 5 Minuten, 10 m Wand

Stadt Ulm - Neues System macht Hochwasserschutz flexibler

Neues System macht Hochwasserschutz flexibler

Die Beschaffung ist Teil des ersten Maßnahmenpakets aus dem im Jahr 2025 erstellten Zukunftskonzept Krisenmanagement. Mit dessen Umsetzung will die Stadt Ulm Risiken durch präventive Maßnahmen weiter reduzieren und die kommunale Krisenresilienz erhöhen.

Das System ist ab sofort am Standort Kastbrücke der Entsorgungsbetriebe Ulm zwischen Donautal und Wiblingen gelagert und dort einsatzbereit. An diesem Standort fand auch das jüngste Training mit der Ausrüstung statt.

Trotz fehlender Vorerfahrung mit dem System konnten sowohl die theoretische Einweisung als auch die Handhabung durch den Lieferanten zügig vermittelt und eingeübt werden. Die Schulung zeigte, dass der Aufbau auch unter unbekannten Voraussetzungen innerhalb kurzer Zeit möglich ist. Nach Angaben des Herstellers kann beispielsweise eine etwa zehn Meter lange Schutzwand von zwei Personen innerhalb von rund fünf Minuten errichtet werden.

Bei geeigneter Lage und rechtzeitiger Alarmierung ist eine schnelle Verfügbarkeit des Systems insbesondere auch bei Starkregenereignissen gegeben. Durch die Flexibilität stellt auch unebenes Gelände kein Hindernis für den Aufbau dar.

Die eingesetzte Hochwasserbarriere basiert auf einem modularen Aufbau mit L-förmigem Querschnitt. Sie besteht aus einer Wand- und einer Bodenplatte, die durch eine Stützkonstruktion stabilisiert wird. Trifft steigendes Wasser auf die Barriere, erhöht sich der Druck auf die Bodenplatte. Dieser physikalische Effekt führt dazu, dass sich das System unter Belastung zusätzlich selbst stabilisiert.

Ergänzend arbeiten die freistehenden Module mit einer flexiblen Dichtmembran. Diese kann den Untergrund auch bei Unebenheiten zuverlässig abdecken und ermöglicht eine flexible Anpassung an unterschiedliche Geländeformen. Die Module lassen sich zudem in verschiedenen Winkeln verbinden. Die Membran wird bei steigendem Wasserstand durch den Wasserdruck an den Boden gepresst und unterstützt so die Abdichtung.

Die Stadt Ulm setzt künftig zusätzlich ein neues mobiles Hochwasser- und Starkregenschutzsystem ein. Der Aufbau ist im Vergleich zum klassischen Sandsackverbau deutlich schneller und erfordert weniger Einsatzkräfte. Damit ergänzt die Stadt Ulm ihre bestehenden Maßnahmen im Bereich der Gefahrenabwehr und stärkt gezielt die Vorsorge gegen Hochwasser- und Starkregenereignisse.