Nora Blume arbeitet an Dissertation zu Johann Franz Budde (1667-1729) in Halle (Saale); Historisierung Buddes Texte verändert Fachdiskussionen
(226,3 KB ) vom 18.05.2026
Interdisziplinäres Zentrum für PietismusforschungPersonenNora Blume
Raum 1. OG, linksFranckeplatz 1
2024-2026 Mitglied des Gleichstellungskollegiums der Fakultätsunabhängigen Bereiche derMLU
2023 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Interdisziplinären Zentrum für Pietismusforschung derMLU
2022-2023 Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Dr. Friedemann Stengel, Lehrstuhl für Neuere Kirchengeschichte der Theologischen Fakultät derMLU
2022 Kirchliches Examen der Ev. Kirche Mitteldeutschland (Abschlussnote 1,4) Thema der Examensarbeit: Humanismus zwischen den Fronten des Kalten Krieges. DDR, Christentum und Befreiungsbewegungen in Afrika
ausgezeichnet mit dem Preis des Freundeskreises der Theologischen Fakultät derMLU
2015-2021 Wissenschaftliche Hilfskraft bei Prof. Dr. Friedemann Stengel am Institut für Historische Theologie
2015-2022 Stipendiatin des Ev. Studienwerks Villigst e.V.
2014-2022 Studium der Ev. Theologie in Halle (Saale)
2013-2014 Studium der Germanistik und Politikwissenschaft in Münster (ohne Abschluss)
2012-2013 Freiwilliges Soziales Jahr (weltwärts) in Nyamitanga, Mbarara, Uganda
Dissertationsprojekt: Johann Franz Budde(1667-1729) in frühaufklärerischen Debatten
Das seit Frühjahr 2023 laufende Dissertationsprojekt befasst sich mit theologisch-philosophischen Debatten um 1700 im mitteldeutschen Raum. Im Zentrum steht der Philosophie- und Theologieprofessor Johann Franz Budde (1667-1729) und seine von der christlichen Kabbala inspirierten Texte, die auf europaweite Zusammenhänge Bezug nahmen und für großen Aufruhr in lokalen und überregionalen Auseinandersetzungen gesorgt haben.
Ein Faktum, das bei der Historisierung Buddes häufig ausgelassen wurde und wird, stellt es doch die häufig bemühte Beschreibung des aufgeklärten Budde in anderes Licht.
Die Arbeit setzt sich daher mit zwei Perspektiven auseinander: Einerseits wird danach gefragt, in welchen Historisierungsrastern Budde bislang vorgefunden werden kann und wie diese entstanden sind. Damit widmet sich das Forschungsprojekt der Entstehung von historiografischen Kategorien auf genealogische Weise.
Andererseits dient die Arbeit dazu, die Kontexte von Buddes Verwertungen von Theologumena, die zur Zeit der Wende vom 17. ins 18. Jahrhundert pejorativ als hermetisch-platonisch bezeichnet wurden, konsequent zu historisieren. Die Arbeit zielt darauf, die damit verbundenen philosophischen und theologischen Auseinandersetzungen sichtbarzumachen.
Sie befasst sich insofern mit den Debatten, die zwischen Toleranzdiskurs, Atheismusvorwurf und Behauptung und Beanspruchung von Orthodoxie changierten.
Friedemann Stengel (Hg.): Reisen und Religion im langen18. Jahrhundert. Beiträge zum VI. Internationalen Kongress für Pietismusforschung 2022. In: Hallesche Forschungen Bd. 71, Halle 2026
Konstitutive Grenzziehungen oder „wahre Kabbala“. Johann Franz Buddes (1667-1729) Verteidigung der „Alten hebräischen Philosophie“. In: Christian Knorr von Rosenroth und der Pietismus. Lausanne 2025 (Morgen-Glantz, Bd. 35), 199-225.
Humanismus im Kalten Krieg. Behauptung, Zurückweisung und Vereinnahmung von »Humanismus« zwischen Ost und West, Kirche und Staat auf einer Tagung 1959 in Wittenberg. In: KZG 34
Rez. Björn Spiekermann: Der Gottlose. Geschichte eines Feindbildes in der Frühen Neuzeit. Frankfurt
Main: Vittorio Klostermann 2020 (Das Abendland, Neue Folge 44). – 772 S. In: Pietismus und Neuzeit 50 (2024), 237-246. Im Druck.
Christian Knorr von Rosenroth und der Pietismus
Art.Ausgrenzung, Machtspiele, Konfrontationen. Humanismus zwischen den Fronten des Kalten Krieges. In: Evangelische Orientierung 3 (2025), 20-21.
Übung: Un-Macht | Selbst-Ermächtigung. Selbstartikulationen von Versklavten und deren Folgen. (Begleitende Lektüreübung zur Veranstaltungsreihe von IZEA und IZP im Wintersemester 2024
Blockübung: Atheismus. Verleumdungen (nicht nur) im frühen 18. Jahrhundert. (Wintersemester 2023
Übung: Marschieren ist der Humanismus des Kollektivs - Humanismus in den 1950er Jahren zwischen Ost und West und Kirche und Staat. (Sommersemester 2023)
Ringvorlesung:[Theologie] MACHT Geschlechtim Wintersemester 2022
Workshop Januar 2023 (gemeinsam mit Pia Dobisch undChristiana Steinerfür dasGleichstellungsteam der Theologischen Fakultät): [Theologie] MACHT Geschlechtsidentität. Bilder in unseren Köpfen praktische Übungen zu Identitätsfragen (Anti-Bias-Ansatz)
Workshop Januar 2024 (gemeinsam mitChristiana Steinerfür dasGleichstellungsteam der Theologischen Fakultät): Gewalt und Klimakrise. Interventionen gegen die Ohnmacht (Forumtheater)
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Kandidat:innen der ZUV für die Hochschulwahl 2026Die Gleichstellung der ZUV stellt sich vor kl.pdf(226,3KB) vom 18.05.2026
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