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title: "Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz fordert verbindlichen Energiewendefahrplan auf der Energieministerkonferenz 2026, Norderney; Beschlüsse einstimmig angenommen"
sdDatePublished: "2026-05-22T16:30:00Z"
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Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz fordert verbindlichen Energiewendefahrplan auf der Energieministerkonferenz 2026, Norderney; Beschlüsse einstimmig angenommen

Medienservice Sachsen - Pressemitteilung

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Medieninformation
Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und
Klimaschutz
Ihr Ansprechpartner
Jens Jungmann
Durchwahl
Telefon +49 351 564 80600
Telefax +49 351 564 80680
presse@smwa.sachsen.de*
22.05.2026
Energieministerkonferenz 2026: Sachsen setzt sich für
einen verbindlichen Energiewendefahrplan ein
Vom 20. bis 22. Mai 2026 hat die Energieministerkonferenz (EnMK) der Länder
unter niedersächsischem Vorsitz auf Norderney getagt und ist heute zu
Ende gegangen. Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit,
Energie und Klimaschutz (SMWA) brachte drei zentrale Beschlussvorschläge
ein: zur Einrichtung einer strategischen Gasreserve, zum beschleunigten
Netzausbau, und für einen verbindlichen Fahrplan zur Energiewende, der
klare Meilensteine für den Ausbau der Erneuerbaren und den Hochlauf
wasserstofffähiger Kraftwerke setzt. Diese wurden von der Konferenz
beschlossen und einstimmig angenommen.
Die
Energieministerinnen
und
-minister
der
Länder
haben
sich
parteienübergreifend für den Erhalt der Energiewende ausgesprochen
und sich vor Ort selbst beim Übertragungsnetzbetreiber Amprion davon
überzeugt, wie die Offshore Windenergie an Land angebunden wird.
Ein zentraler Punkt für Staatsminister Dirk Panter war der Entwurf des
Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetzes (StromVKG), mit
dem die Bundesregierung die Kraftwerksstrategie umsetzt. Das Gesetz
sieht vor 11 GW neue steuerbare Erzeugungskapazitäten auszuschreiben.
Davon sollen 9 GW Langzeitkapazitäten (entsprechen rund 10 GW
an Kraftwerksleistung) räumlich verteilt werden: zwei Drittel im
netztechnischen Süden, ein Drittel im Rest Deutschlands, zu dem der
gesamte Osten gehört. Mit dem darin vorgesehenen Ausschreibungsdesign,
insbesondere durch den sogenannten »Südbonus«, ist allerdings nicht
sichergestellt, dass die angestrebte Verteilung tatsächlich erreicht wird.
Vielmehr besteht die Gefahr, dass deutlich mehr als zwei Drittel
der Kapazitäten im Süden entstehen, während der Norden – zu
dem auch potenzielle Kraftwerksstandorte in Sachsen zählen – (nur)
unterproportional oder im schlimmsten Fall gar nicht berücksichtigt wird.
Hausanschrift:
Sächsisches Staatsministerium
für Wirtschaft, Arbeit, Energie
und Klimaschutz
Wilhelm-Buck-Straße 2
01097 Dresden
www.smwa.sachsen.de
Zu erreichen ab Bahnhof
Dresden-Neustadt mit den
Straßenbahnlinien 3 und 9, ab
Dresden-Hauptbahnhof mit den
Linien 3, 7 und 8. Haltestelle
Carolaplatz.
* Kein Zugang für verschlüsselte
elektronische Dokumente. Zugang
für qualiziert elektronisch signierte
Dokumente nur unter den auf
www.lsf.sachsen.de/eSignatur.html
vermerkten Voraussetzungen.

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Stattdessen fordert Minister Panter zwei separate Ausschreibungen: eine
für die Kapazitätsmenge im netztechnischen Norden (ein Drittel) und
eine für den netztechnischen Süden (zwei Drittel). Auf diese Weise ließe
sich die gewünschte räumliche Verteilung zielgenau steuern, ohne in
die Preisbildung einzugreifen. Wirtschaftsminister Dirk Panter hat diese
Forderungen im Beschluss erfolgreich adressiert und wird dies darüber
hinaus im anstehenden Gesetzgebungsverfahren zum StromVKG einbringen.
Dirk Panter: »Die Kraftwerke im Lausitzer und Mitteldeutschen Revier
haben jahrzehntelang die Versorgungssicherheit Deutschlands gesichert.
Es wäre nicht hinnehmbar, wenn diese Regionen nun durch das im
StromVKG vorgesehene Ausschreibungsdesign, den sogenannten Südbonus,
abgehängt würden. Das würde die Energiewende zu einer regionalen
Ungleichheit zementieren. Das akzeptieren wir nicht! Wir werden für einen
fairen Anteil aller Regionen an der Energiezukunft Deutschlands kämpfen.
Die Energiewende darf keine neue Teilung schaffen – weder zwischen Nord
und Süd noch zwischen Ost und West."
Sachsens Anträge in der Energieministerkonferenz: Vorschläge zu
Netzausbau, Gasreserve und Energiewende-Fahrplan
https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1097174
Sachsen und Sachsen-Anhalt fordern getrennte Ausschreibungen statt
»Südbonus« – Fokus auf räumliche Verteilung und Systemsicherheit
https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1097085