SpaceX Börsengang USA; Börsenwert überschreitet 2 Billionen Dollar
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Aamor!mMarktkommentar 15. Juni 2026
Aktien International
Täglicher Marktkommentar aus dem BEKB-Handelsraum
Übersicht Übersee Schluss Veränderung (in %) Volumen (Mrd.) Dow Jones Industrial 51'202
- 0.7 S&P 500 7'431
- 0.5 NYSE: 1.30 Nasdaq Composite 25'889
- 0.3 Nasdaq: 10.50 Nikkei 225 69'322
- 5.0 Hang Seng 24'851
- 0.6 Shanghai Composite 4'071
- 1.0
Europa Vortag Trading Range Weitere Kurse DAX 24'635 24'800 – 25'100 USD/CHF 0.7930 EUR/CHF 0.9210 EuroStoxx 50 6'188 6'140 – 6'350 Gold 4'321 USD/Unze Stoxx 50 5'288 5'260 – 5'400 NY WTI-Rohöl-Future 80.80 USD
New York Mit kleinen Kursgewinnen haben die US-Börsen den Handel am vergangnenen Freitag beendet. Unterstüt- zung erhielt der Markt von deutlich fallenden Ölpreisen und dem erfolgreichen SpaceX-Börsendebüt. Am Vor- tag war es mit den Kursen steil nach oben gegangen, nachdem US-Präsident Donald Trump von seinen ange- kündigten Militärschlägen gegen den Iran Abstand genommen hatte. In den sozialen Medien vermeldete Trump, dass alle Beteiligten den Erörterungen und End- punkten sowohl im Konzept als auch in den Details zu- gestimmt hätten. Der Iran widersprach zunächst; es sei
www.bekb.ch | Aamor!mMarktkommentar | 15. Juni 2026 2 keine endgültige Entscheidung über das Abkommen getroffen worden. Doch später liess der iranische Aus- senminister Abbas Araghtschi verlauten, eine Einigung sei “niemals näher gewesen”. Die Ölpreise gaben am letzten Freitag weiter nach. Das Barrel Brentöl verbilligte sich um 4 % auf 86,81 Dollar. Das linderte Inflations- und Zinserhöhungsängste. Am Anleihemarkt legten die Renditen nach ihrem jüngsten Rücksetzer gleichwohl leicht zu. Die Zehnjah- resrendite stieg um 2 Basispunkte auf 4,48 %. Der Dol- lar tendierte knapp behauptet. Er war in der optimisti- schen Stimmung nicht als “sicherer Hafen” gefragt. Auf dem Greenback laste auch der gesunkene Ölpreis, denn die USA seien ein Netto-Ölexporteur, hiess es aus dem Handel. Zentrales Thema am Markt war jedoch der Börsengang von SpaceX. Die Aktien von Elon Musks Raumfahrt- und KI-Unternehmen wurden zum Kurs von 135 Dollar aus- gegeben, womit dem Unternehmen die Rekordsumme von 75 Milliarden Dollar zufliessen wird. Der erste Kurs lag bei 150 Dollar, zum Handelsschluss stand die Aktie bei 160,95 Dollar. Damit knackte der Börsenwert von SpaceX die Marke von 2 Billionen Dollar (siehe auch Marktnachrichten). Aktien des Raumfahrtsektors, die am Vortag kräftige, teils prozentual zweistellige Kursgewinne verbucht hat- ten, wurden abverkauft. Anleger dürften hier Gewinne mitgenommen haben, möglicherweise mit der Absicht, diese in SpaceX umzuschichten. Virgin Galactic stürz- ten um 32 % ab. Rocket Lab fielen um rund 11 % und Ast Spacemobile um 15,5 %. Gewinnmitnahmen drückten auch Aktien mit KI-Bezug, die aber am Vortag ebenfalls teils zweistellig zulegt hatten. Super Micro Computer fielen um 4,8 und Micron um 1,4 %. Adobe verbilligten sich um 6,8 %. Das Softwareunternehmen hatte zwar Rekordzahlen für sein zweites Geschäfts- quartal vorgelegt und damit auch die Erwartungen des Marktes übertroffen, doch wie bei anderen Branchenun- ternehmen auch bezweifelten die Anleger, dass sich die hohen Investitionen in KI-Anwendungen für den Konzern auszahlen werden. Adobe hatte KI-Angebote ohne sofor- tige Bezahlschranke angekündigt, mit denen das Unter- nehmen neue Kunden gewinnen will. Auch der Abgang des Adobe-Finanzchefs, der zum Chipkonzern Marvell Technology wechselt, kam nicht gut an. Marvel schlos- sen 0,4 % im Minus.
Asien Die Einigung auf ein Rahmenabkommen zur Beendi- gung des mittlerweile fast viermonatigen Iran-Kriegs sorgt heute Montag an den ostasiatischen Börsen und im australischen Sydney für stark steigende Aktien- kurse und deutlich sinkende Ölpreise. Die Unterzeich- nung des Abkommens ist für kommenden Freitag ge- plant, wie US-Präsident Donald Trump und pakistani- sche Unterhändler mitteilten. Dann soll auch die unter anderem für Öltransporte so wichtige Wasserstrasse von Hormus wieder geöffnet werden. Anschliessend wollen beide Seiten Gespräche über Irans Nuklearakti- vitäten aufnehmen. Berichten zufolge könnten die USA ihre Angriffe auf den Iran aber wieder aufnehmen, falls kein Nuklearabkommen zustande kommt. Dennoch schürt die Absichtserklärung die Hoffnung auf eine sofortige Deeskalation (siehe auch Marktnachrichten). Die Ölpreise setzen darauf ihre jüngste Talfahrt noch einmal stark beschleunigt fort. Brent-Öl verbilligt sich um knapp 5 % auf 83,30 Dollar. Das ist das niedrigste Niveau seit Anfang März, kurz nach Beginn des Krieges. Vor Ausbruch der Angriffe hatte der Preis bei rund 70 Dollar gelegen. An den Börsen explodieren die Indizes teilweise, in Seoul und in Tokio steigen sie knapp unter ihre Rekordhochs. Der technologielastige Kospi in Seoul macht einen Satz um 5,4 %, in Tokio geht es für den breiten Topix um 3,2 % nach oben, auch wenn dort von der heimischen No- tenbank morgen Dienstag eine Zinserhöhung erwartet wird. Zumindest bestand darüber vor dem nun gefunde- nen vorläufigen Friedensabkommen im Handel allge- mein noch Einigkeit. Die japanische Notenbank hatte wiederholt signalisiert, dass sie eine Zinserhöhung in Erwägung zieht, insbesondere angesichts des steigen- den Inflationsdrucks durch den Iran-Krieg. In Hong- kong und in Shanghai fallen die Zuwächse moderater aus, dort geht es um bis zu 1 % nach oben, im Sydney um 1,2 %. Die stark fallenden Ölpreise dürften weltweit für Ent- spannung bei den Inflationserwartungen sorgen. Von der US-Notenbank wurde für ihr Treffen in dieser Wo- che zwar keine Zinserhöhung erwartet, allerdings schlägt sich die neuste Entwicklung bei den Zinserwar- tungen nieder. Für die September-Sitzung wird nun nur noch mit einer rund 20-prozentigen Wahrscheinlichkeit eine Zinserhöhung eingepreist. Zuvor waren es knapp 35 % gewesen. Die Bank of Japan und auch die austra- lische Notenbank werden morgen Dienstag über die Zinssätze entscheiden. Anders als von der japanischen Notenbank wurde von der australischen zuletzt kein Zinsschritt erwartet.
www.bekb.ch | Aamor!mMarktkommentar | 15. Juni 2026 3 Europa Die europäischen Aktienmärkte haben am letzten Frei- tag in der Hoffnung auf ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran bereits deutlich zulegen können. Nach dem nun tatsächlich finalisierten Rahmenab- kommen werden die hiesigen Börsen zum Wochenstart erneut deutlich höher erwartet. Nach langem Hin und Her ist der Durchbruch zwischen den Konfliktparteien USA und dem Iran nun offenbar unter Dach und Fach: Der iranische Oberste Nationale Sicherheitsrat teilte mit, das Rahmenabkommen mit den USA unter der Führung von Staatsoberhaupt Modschta- ba Chamenei sei abgeschlossen. Kern des Pakts sei ein sofortiges Ende aller Kampfhandlungen, ausdrücklich auch im Libanon. Dieser Zustand solle unverzüglich gelten und dauerhaft Bestand haben. Parallel dazu wer- de die US-Seeblockade umgehend und vollständig aufgehoben. Auch die Strasse von Hormus soll am kommenden Freitag wieder geöffnet werden. Die Öl- preise reagierten bereits mit deutlichen Abschlägen. Am heutigen Montag dürften damit auch Tourismusaktien im Blickfeld stehen.
Marktnachrichten
Iran-Konflikt: Rahmenabkommen steht Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die USA und der Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beilegung des Krieges verständigt. Das bestätigten neben der US- Regierung und dem Iran auch der Vermittler Pakistan. Die am 80. Geburtstag von US-Präsident Donald Trump verkündete Einigung soll den Grundstein für weitere Verhandlungen legen, die etwa Teherans Atompro- gramm zum Thema haben. Wenige Stunden zuvor hatte in dem Krieg noch eine weitere Eskalation gedroht. Viel ist über das Rahmenabkommen noch nicht bekannt
- der genaue Wortlaut wurde zunächst nicht veröffent- licht. Unterzeichnet werden soll die Vereinbarung am kommenden Freitag in Genf. Während die Europäer um Bundeskanzler Friedrich Merz ihre Hilfe in der Strasse von Hormus anbieten, warnen Experten vor verfrühtem Optimismus. Die Einigung sei nur ein Zwischenschritt in einem diplomatischen Prozess, der seine grössten Hürden noch vor sich hat. Pakistans Ministerpräsident Shehbaz Sharif erklärte auf der Plattform X, beide Seiten hätten die sofortige und endgültige Beendigung der Militäroperationen an allen Fronten vereinbart. Das gelte auch für den Konflikt zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon. Im Zentrum der Verhandlungen stand darüber hinaus die Strasse von Hormus. Die für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtige Meerenge soll erst nach der Unterzeichnung des Abkommens am nächsten Freitag wieder für den Schiffsverkehr geöffnet werden, wie Trump in einem zweiten Post mitteilte. In seiner ersten Bekanntmachung hatte es noch so geklungen, als werde sie sofort geöffnet. Als Grund nannte der US-Präsident notwendige Arbeiten zur Minenräumung. Im Gegenzug für das versprochene Einlenken des Irans in der Strasse von Hormus ordnete Trump nach eigenen Angaben an, die US-Seeblockade iranischer Häfen umgehend auf- zuheben. Mit ihr wollten die USA Teheran von wichtigen Einnahmen aus dem Ölexport abschneiden - der wirt- schaftlich wichtigsten Stütze des islamistischen Macht- apparats. Damit wurde eine der Hauptforderungen der Iraner erfüllt, während die USA bis am kommenden Frei- tag auf die Öffnung der Strasse von Hormus warten müssen. Das Abkommen soll ohnehin nur der Grundstein sein für weitere Verhandlungen etwa über Teherans Atomprogramm, den aus Sicht der US-Regierung und ihres Verbündeten Israels wohl wichtigsten Punkt. Und selbst wenn es Bestand haben sollte, bleiben die schwierigsten Fragen offen. Dazu gehörten neben dem Atomprogramm auch die Unterstützung von irani- schen Verbündeten in der Region oder der Umgang mit dem iranischen Raketen- und Drohnenarsenal. Die im Rahmenabkommen ausgesparten Punkte sind genau die, die erst zum Krieg geführt haben. Experten meinen daher: “Die vorläufige Einigung sei somit keinesfalls das Ende des Krieges, nicht einmal “der Anfang vom Ende”. Sie könne aber ein erster Schritt in die richtige Richtung sein.” In den Stunden vor der Einigung im zum Rahmenab- kommen hatte der Deal abermals auf der Kippe ge- standen. Auslöser dafür waren erneute gegenseitige Angriffe im Konflikt zwischen Israel und der libanesi- schen Hisbollah-Miliz. Einer Attacke auf den Norden Israels folgte gestern Sonntagmittag ein Gegenangriff Israels in Vororten von Beirut. Trump ermahnte darauf- hin Israel und rief alle Seiten zur Zurückhaltung auf. Laut Vizepräsident Vance mehrten sich zu dieser Zeit die Hinweise, dass der Iran einen schweren Angriff auf Israel vorbereitete. Im Rahmen der Gespräche sei es aber geglückt, Teheran von einem Gegenschlag abzu- bringen und stattdessen die Einigung zu erzielen, sagte er Fox News. Der Iran hatte nach den israelischen Angriffen bei Beirut die mögliche Einigung auf ein Abkommen mit den USA infrage gestellt. Die iranischen Revolutionsgarden - die
www.bekb.ch | Aamor!mMarktkommentar | 15. Juni 2026 4 Elitestreitmacht der Islamischen Republik - drohten Isra- el mit Gegenangriffen. Die israelische Armee teilte am späten Nachmittag mit, sie stelle sich auf den möglichen Beschuss israelischer Gebiete in den kommenden Stun- den ein. Eine Hauptbedingung für den Iran bei der Einigung mit den USA war ein Ende der militärischen Handlungen an allen Fronten, auch im Libanon. Teheran hatte mehr- fach betont, dass man ohne die Verwirklichung dieser Forderung nicht bereit sei, den diplomatischen Prozess fortzusetzen.
Space-X: Börsendebut SpaceX hat am letzten Freitag wie von vielen Anlegern erhofft seinen Rekord-Börsengang erfolgreich absol- viert. Die Aktien des Raumfahrt-, Satelliten- und KI- Unternehmens von Tesla -Chef Elon Musk