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title: "KGV „Wilder Mann“ e. V. gewinnt Schönste Kleingartenanlage in Dresden 2026; Preisgeld 1.000 Euro, Biodiversität im Fokus"
sdDatePublished: "2026-06-15T13:06:00Z"
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KGV „Wilder Mann“ e. V. gewinnt Schönste Kleingartenanlage in Dresden 2026; Preisgeld 1.000 Euro, Biodiversität im Fokus

Kleingartenverein „Wilder Mann“ ist die Schönste Kleingartenanlage Dresdens 2026

Kleingartenverein „Wilder Mann“ ist die Schönste Kleingartenanlage Dresdens 2026

Das Ergebnis des diesjährigen Wettbewerbs um die „Schönste Kleingartenanlage Dresdens“ steht fest: Sieger ist der Kleingartenverein „Wilder Mann“ e. V. Das verkündete Oberbürgermeister Dirk Hilbert am Sonnabend, 13. Juni 2026, zum Tag des Gartens im Kleingartenverein „Robinienhain“ e. V. am Hammerweg. Der „Robinienhain“ war als Sieger des Vorjahres Gastgeber der Auszeichnungsveranstaltung.

„Unsere Kleingartenanlagen sind grüne Zukunftsorte mitten in Dresden. Sie kühlen unsere Stadt, schaffen Artenvielfalt und bringen Generationen zusammen. Der diesjährige Wettbewerb hat gezeigt, wie lebendig, vielfältig und zukunftsfähig das Dresdner Kleingartenwesen ist.“

Erster Platz: KGV „Wilder Mann“ e. V.

Der Siegerverein „Wilder Mann“ e. V. wurde 1923 gegründet und bewirtschaftet 68 Parzellen in besonderer Hanglage im Dresdner Norden. Die Anlage ist ganzjährig geöffnet und liegt an einem wichtigen Durchgang im Stadtteil. Spaziergänger, Anwohner sowie Wanderer nutzen die Wege regelmäßig. Die Jury überzeugten insbesondere die Verbindung aus öffentlicher Zugänglichkeit, kleingärtnerischer Nutzung, Artenschutz und Gemeinschaft. Besonders hervorgehoben wurden von der Jury unter anderem ein Naschweg für Kinder mit Beerenobst, ein Weinlehrpfad, ein öffentlich zugänglicher Gemeinschaftsgarten, eine Gaststätte als Treffpunkt, eine öffentlich zugängliche Toilette sowie die naturnahe Entwicklung der Anlage. Auch das Naturmonitoring, Beobachtungen von Wildbienen und die Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung, zeigten, wie intensiv sich der Verein mit Artenschutz und Biodiversität auseinandersetzt. Der Sieger erhält den Wanderpokal „Flora“ und ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro.

Zweiter Platz: KGV „Geystraße“ e. V.

Den zweiten Platz des Wettbewerbs erreichte der in Prohlis gelegene Kleingartenverein „Geystraße“. Der 1984 gegründete Verein mit 42 Parzellen versteht seine Anlage als „Oase inmitten der Stadt“. Die Jury würdigte insbesondere die offene, einladende Gestaltung der Anlage, die Einbindung ins Wohnumfeld, die Festwiese, Ruhezone, Büchertauschbox, Gemeinschaftsflächen sowie den starken ökologischen Anspruch. Dazu zählen unter anderem zertifizierte Fachberatung, Regenwassernutzung, Nistkästen, Totholzecken, Teichbiotope und ein Konzept zur wesensnahen Bienenhaltung. Mit dem zweiten Platz ist ein Preisgeld von 500 Euro verbunden.

Dritter Platz: KGV „Blumenau“ e. V.

Über den dritten Platz konnte sich der Kleingartenverein „Blumenau“ e. V. in Blasewitz freuen. Der 1919 gegründete Traditionsverein mit 93 Parzellen verbindet gewachsenes Vereinsleben mit naturnaher Entwicklung. Die Jury hob besonders hervor, dass der Verein Artenvielfalt als Lernprozess versteht. Blumenwiesen, Totholzecken, Sträucher, Wasserstellen, Fachberatung, gemeinschaftliche Kompostierung und zahlreiche Vereinsveranstaltungen zeigen, wie Tradition, Gemeinschaft und Zukunft miteinander verbunden werden. Der dritte Platz ist mit 250 Euro dotiert.

Sonderpreis: Parzelle 44 in der Kleingartenanlage „Sommerfrische“ e. V.

Ein Sonderpreis ging an die Kleingartenanlage „Sommerfrische“ e. V. in Pieschen-Nord

Trachenberge. Die Parzelle 44 fiel der Jury durch eine besonders intensive kleingärtnerische Flächennutzung auf. Auf engem Raum wachsen zahlreiche Obstgehölze und Gemüsebeete in Mischkultur mit Blumen und Kräutern. Offene Bodenflächen werden gemulcht, wodurch der Boden geschützt, Feuchtigkeit gehalten und das Bodenleben gefördert wird. Besitzerin Nicole Kramer ist langjährige Fachberaterin, Pflanzenschutzsachverständige und Wertermittlerin. Die Jury würdigte mit dem Sonderpreis die Verbindung aus produktivem Gärtnern, ökologischer Verantwortung und fachlicher Vorbildwirkung.

Den Wettbewerb „Schönste Kleingartenanlage“ richtet die Landeshauptstadt Dresden gemeinsam mit dem Stadtverband „Dresdner Gartenfreunde“ e. V. aus. Er stand in diesem Jahr unter dem Motto „Zukunft gestalten mit bunten, vielfältigen Kleingärten – ökologisch und nachhaltig“. Der Wettbewerb macht die ökologische, soziale und kulturelle Bedeutung des Kleingartenwesens sichtbar. Bewertet wurden unter anderem Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit, Zustand der öffentlich nutzbaren Wege, Gestaltung und Pflege der Freiflächen, Fachberatung, Umwelt- und Naturschutz, Einhaltung des Bundeskleingartengesetzes, Vereinsleben, Kontaktpflege zum Wohnumfeld, Gesamteindruck und Präsentation sowie die Umsetzung des diesjährigen Mottos.

Insgesamt standen 2026 zehn Kleingartenanlagen im Finale. Neben den drei Erstplatzierten und dem Sonderpreis wurden die KGV Hellersiedlung „Nordhöhe“, „Lausa“, „Am Leubnitzer Hang“, „An der Windmühle“, „ARONIA“, „Immergrün“ und „Sommerfrische“ mit Teilnehmerurkunden gewürdigt. Die Jury stellte fest, dass sich das Dresdner Kleingartenwesen sichtbar weiterentwickelt. Viele Vereine setzen stärker auf Artenvielfalt, Wildbienenprojekte, Sandarien, Totholzbereiche, Lehrtafeln, Fachberatung, Regenwassernutzung, digitale Kommunikation, Gemeinschaftsgärten und eine Öffnung in das Wohnumfeld.

letzte Änderung: 15.06.2026 13:45:37 Uhr

gedruckt am: 15.06.2026 15:06:16 Uhr

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