KSG-Fraktion im Rat der Stadt Köln fordert Einsparungen beim Schulbau in Köln; Heliosschulen verursachen 70% Mehrkosten

Im Schulbau nicht an der falschen Stelle sparen | FDP Köln

Im Schulbau nicht an der falschen Stelle sparen

Ruffen: „Wer beim Schulbau kurzfristig spart, gibt am Ende mehr aus“

KSG-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Ruffen: „Der Ansatz ist richtig, aber schlechte Architektur ist nicht billiger als gute Architektur“

Aufgrund der angespannten Haushaltslage verlangt die Kämmerin auch Einsparungen im Schulbau, der die Stadt sehr belastet. Unter anderem fordert sie ein Verzicht auf hochwertige Architektur zu Gunsten von Modulbauten.

Hierzu Stefanie Ruffen, schul- und baupolitische Sprecherin der FDP

KSG-Fraktion im Rat der Stadt Köln: „Ich kann der Kämmerin absolut zustimmen, dass wir auch beim Schulbau keine Denkverbote in Bezug auf Einsparungen aussprechen dürfen. Der Ansatz nur auf Modulbauten zu setzen und an der Architektur zu sparen, greift jedoch zu kurz. Zum einen wird in den letzten Jahren verstärkt in Modulbauweise gebaut und es wird trotzdem nicht günstiger und zum anderen sind Schulen in der Regel Großbauten und somit Stadtbild prägend. Das sollte auch weiterhin positiv sein. Nicht zu Unrecht stehen viele ältere Schulgebäude unter Denkmalschutz.“

Erst vergangenes Jahr mussten mehrere Baumängel an dem neuen zu gut gemeintem Projekt der Heliosschulen festgestellt werden, nachdem diese bereits über 70% Mehrkosten aufwiesen als geplant: Gute Architektur kostet nicht mehr als schlechte Architektur und sollte immer mitgedacht werden. Wir müssen im Schulbau an anderer Stelle sparen, um im Haushalt sichtbare Erfolge zu erzielen. So hat der Schulausschuss schon ein abgespecktes Musterraumprogramm beschlossen, welches sich vom ‚Wünsch-Dir-was‘-Schulbau deutlich entfernt hat. Zusätzlich müssen wir aber den Bedarf jederzeit im Blick behalten, weil wir hier den Zahlen hinterherhecheln. Schulen, die in 5 bis 10 Jahren fertig werden, bilden den heutigen Bedarf ab, was einfach nicht mehr passt. Der Schulbau muss in Dekaden und nicht Ratsperioden geplant werden. Dazu gehört auch, dass Schulbauten von heute in 15 Jahren unter Umständen anderen Nutzungen zugeführt werden können wie z. B. Senioren-Einrichtungen. Wer beim Schulbau kurzfristig spart, gibt am Ende mehr aus“, so Ruffen.

KSG-Fraktion, Vorsitzende des FDP-StBVs Innenstadt, Schul- und Baupolitische Sprecherin

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