Gemeindewerke Frickingen Wirtschaftsplan 2026 Frickingen; PV-Anlage 21,6 kWp Ertrag 6.053 EUR/Jahr
Wirtschaftsplan 2026 Inhalt Feststellung Wirtschafts- plan 2026 Vorbericht Erfolgsplan 2026 Liquiditätsplan einschließ- lich Finanzplanung 2026 Anlagen Eigenbetrieb Gemeindewerke Frickingen
Inhaltsübersicht
Feststellung Wirtschaftsplan 4
Vorbericht 6 2.1. Allgemeines 7 2.1.1. Betriebszweig Stromversorgung 8 2.1.2. Betriebszweig Wasserversorgung 9 2.1.3. Betriebszweig Nahwärmeversorgung 12 2.1.4. Betriebszweig Beteiligung an einer Versorgungsgesellschaft 13 2.2. Rückblick auf die Jahre 2024 und 2025 14 2.2.1. Voraussichtliches Ergebnis 2024 14 2.2.2. Voraussichtliches Ergebnis 2025 15 2.3. Wirtschaftsplan 2026 16 2.3.1. Erfolgsplan 16 2.3.2. Liquiditätsplan 20 2.3.3. Schuldenstand 23 2.4. Finanzplanung (2026 bis 2029) 24 2.4.1. Schlussbemerkung 24
Wirtschaftsplan 2026 25 Erfolgsplan einschließlich Finanzplanung 26 Liquiditätsplan einschl. Finanzplanung 27
Betriebszweige (Erfolgs-/ Liquiditätsplan, Investitionsmaßnahmen) Stromversorgung 29 Wasserversorgung 34 Nahwärmeversorgung 39 Beteiligung 44
- Anlagen 48 1 - Stellenplan 49 2 - Voraussichtliche Entwicklung der Liquidität 50 3 - Übersicht über die aus Verpflichtungsermächtigungen
voraussichtlich fällig werdenden Auszahlungen 51 4 - Übersicht über die Entwicklung der Darlehen im Wirtschaftsjahr 2026 52
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Wirtschaftsplan 2026 Vorbericht
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- Vorbericht 2.1. Allgemeines Der Gemeinderat der Gemeinde Frickingen hat in seiner Sitzung am 14.12.2010 beschlossen, dass die Gemeindewerke Frickingen ab dem 01.01.2011 als Eigenbetrieb geführt werden. Der Eigenbetrieb Gemeindewerke Frickingen umfasste zunächst zwei Betriebszweige:
▪ die gemeindliche Wasserversorgung, die zu Beginn im Gemeindehaushalt als Bruttore- giebetrieb geführt wurde, und ▪ die Beteiligung an einer Versorgungsgesellschaft
In der Sitzung vom 19.07.2011 wurde die Satzung um die folgenden beiden Betriebs- zweige (BZ) erweitert:
▪ Nahwärmeversorgung (Aufbau eines Nahwärmenetzes im OT Altheim) ▪ Stromerzeugung (Betrieb einer Photovoltaikanlage)
Eigenbetriebe sind von einer Kommune nach dem Eigenbetriebsrecht geführte Unternehmen ohne eigene Rechtspersönlichkeit. Sie sind aus dem Haushalt der Gemeinde ausgesondert und haben eine selbständige finanzwirtschaftliche Planung, eine selbständige Buchführung mit eigenständigem Abschluss und getrennter Vermögensverwaltung.
Die Betriebssatzung für den Eigenbetrieb Gemeindewerke Frickingen wurde am 21.03.2023 neu gefasst und die Wirtschaftsführung und das Rechnungswesen darin neu geregelt. Das Eigenbetriebsrecht nach HGB ist an die kommunale Doppik angelehnt. Wesentliche Merkmale sind die Unterscheidung nach Erfolgs- und Liquiditätsplan mit Investitionsprogramm und Fi- nanzplanung, sowie die Rechnungsführung nach den Regeln der kaufmännischen Buchfüh- rung. Dies führt im Ergebnis beim Jahresabschluss zu einer Bilanz mit Gewinn- und Verlust- rechnung. Dies wird in den Eigenbetrieben der Gemeinde bislang schon so praktiziert.
Personalausstattung - Stellenplan Als eigenes Personal beschäftigen die Gemeindewerke im Betriebszweig Wasserversorgung einen Wassermeister im Rahmen eines geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses. In ähnli- chem Beschäftigungsverhältnis steht das Personal im BZ Nahwärmeversorgung, welches sich um den laufenden Betrieb der Holzhackschnitzelanlage kümmert.
Die übrigen Arbeiten werden durch Bedienstete der Gemeinde Frickingen (Bauhof- und Ver- waltungsmitarbeiter) gegen Kostenersatz erledigt.
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Finanzierung Bei der Gründung wurde das Stammkapital auf 400.000 EUR festgesetzt. Zum 01.01.2013 wurde das Stammkapital auf 600.000 EUR aufgestockt.
Die einzelnen wirtschaftlichen Betriebszweige sind so angelegt, dass sie sich durch die jewei- ligen Gebühreneinnahmen, bzw. Kostensätze selbst „tragen“ sollten.
Dies gilt insbesondere für die Finanzierung der Schuldendienstleistung (Zins und Tilgung) der für die Investitionen getätigten Darlehensaufnahmen.
2.1.1. Betriebszweig Stromversorgung Im Zuge der energetischen Sanierung (Dach) des Kinderhauses (Benvenut-Stengele-Haus) hatte der Gemeinderat zudem angeregt, das neue Süd Dach mit einer Photovoltaikanlage zu belegen. Eine Vorbemessung hatte ergeben, dass die Anlagengröße auf 21,6 KWp ausgelegt werden kann. In der Sitzung vom 02.08.2011 wurde der Errichtung dieser Anlage zugestimmt. Die Investition dafür lag bei knapp 50 TEUR netto, welche über einen kommunalen Direktkre- dit der L-Bank finanziert wurde. Dieser Kredit wurde 2021 getilgt. Die Anlage auf dem Benve- nut-Stengele-Haus Marktstammdatenregisternummer (MaStR-Nr.) SEE907516906645.
Die Einspeisevergütung beträgt auf 20 Jahre garantiert 28,74 Cent/kWh. Bei einem geschätz- ten Energieertrag von 21.060 kWh bedeutet dies einen Jahresertrag in Höhe von 6.053 EUR. Allein damit lässt sich die Fremdfinanzierung der Gesamtinvestition auf 10 Jahre bereits ab dem ersten Jahr positiv darstellen (+ 107 EUR/a). Die zweite Hälfte der 20-jährigen Laufzeit (garantierter Energieertrag) liegt dann deutlich in der Gewinnzone (+ 5.500 EUR/a).
Im Wirtschaftsjahr 2021 wurde eine zweite PV-Anlage installiert. Auf der Dachfläche der ge- meindeeigenen Liegenschaft in der Linzgaustraße 10 in Altheim wurde eine Anlage mit einer Leistung von 15,84 kWp errichtet. Die Investitionskosten lagen bei 19.163 EUR. Die Photovol- taikanlage wurde über ein Inneres Darlehen in Höhe von 19.000 EUR über die Gemeinde fi- nanziert. Diese Anlage läuft unter MaStR-Nr. SEE997900565541.
Im Jahr 2002 hat die Gemeinde mit der „Solar macht Schule GbR“ einen Vertrag über die Überlassung der Dachflächen auf der Grundschule zur Installation von Photovoltaikmodulen geschlossen. Die Nutzungsfläche beträgt 100 qm, eine Mietzahlung wurde über die Laufzeit nicht vereinbart. Nach dem Wegfall der Förderung (Einspeisevergütung) zum Jahresende 2022 hat die Gesellschafterversammlung beschlossen, die Anlage der Gemeinde zu schenken / kostenlos zur Nutzung zu überlassen. Die Gemeinde kann den produzierten Solarstrom teils in den eigenen Liegenschaften verwenden und daher die Anlage wirtschaftlicher betreiben. Die Anlage hat in den letzten Jahren jährlich ca. 11.000 kWh produziert. 8
Infolge von Vandalismus- und Hagelschäden mussten in den letzten Jahren einige Module durch neue ersetzt werden, so dass sich die Anlage in einem guten Zustand befindet. Stro- merträge können auch in den kommenden 5-10 Jahren erwartet werden und zum Verbrauch der Nutzung in der Liegenschaft Grundschule (Eigenverbrauch) genutzt werden. An Repara- turkosten sind in den letzten 20 Jahren rd. 3000,- EUR angefallen (Wechselrichter)
In der Sitzung am 21.03.2023 hat der Gemeinderat der kostenlosen Übernahme der Photo- voltaikanlage auf dem Dach der Grundschule zugestimmt. Am 01.05.2023 wurde die Solaran- lage von der Solar macht Schule GbR an die Gemeinde verschenkt. Die Erstinbetriebnahme der Anlage war am 16.07.2002. Die Anlage hat eine Leistung von 11,3 KWp. Diese Anlage läuft unter MaStR-Nr. SEE907516906645.
Die Gemeinde hat Ende 2023 auf dem Dach des Rathauses „Kirchstr.7, Frickingen“ eine wei- tere Photovoltaikanlage installiert. Die PV-Anlage mit einer Leistung von 25,125 kWp wird als Eigennutzungsanlage betrieben, zum einen für den Betrieb im Rathaus und auch für die Be- tankung der gemeindlichen e-Fahrzeuge. Die Überschusseinspeisung wird an das Netz des Stadtwerks am See geliefert. Die Investitionskosten betrugen 31.709,04 EUR (brutto); sie wurde am 10.01.2024 in Betrieb gesetzt. Diese Anlage läuft unter MaStR-Nr. SEE901592882572.
2.1.2. Betriebszweig Wasserversorgung Die Gemeindewerke Frickingen versorgen die drei Ortsteile Frickingen, Altheim und Leustet- ten mit den jeweiligen Weilern und Außengehöfte mit Frischwasser. Die Versorgungsstruktur der Gemeinde ist günstig angelegt, da in allen drei Ortsteilen Quel- len vorhanden sind, welche die Hochbehälter (HB) im natürlichen Zulauf speisen. Die Versor- gungssicherheit basiert auf dem zentralen HB Windhalde in Frickingen, von welchem aus auch die HB Kogenerget in Altheim und Hofäcker in Leustetten versorgt werden können. Zwischen dem HB Kogenerget und dem Pumpwerk (PW) Rickertsweiler besteht zudem eine Verbund- leitung:
Frickingen Frickingen wird überwiegend vom Hochbehälter Windhalde mit Trink- und Löschwasser ver- sorgt. Dieser zweikammerige Behälter hat ein Volumen von insgesamt 1.000 m³, wobei 140 m³ als Brandreserve dienen. Der Behälter wird von den Waldquellen (Schüttung ca. 4,3 l/s) beschickt. Die beiden neu erschlossenen Felsen- und Waldquelle liefern zusammen weitere 1,5 l/s. Der Ort besitzt insgesamt drei Druckzonen. Die Hochzone 2 (Rickenwiesen) hängt di- rekt am Hochbehälter. Von hier zweigt auch eine Verbindungsleitung zur Hochzone Altheim 9
ab. Die Hochzone 1 (ab Schützenstraße bis ca. Bahnhofstraße) wird ebenfalls vom HB Wind- halde beschickt, jedoch wird der Druck über den Druckunterbrecherschacht (mit 30 m³ Inhalt) abgemindert.
Die Niederzone (südlich der Bahnhofstraße bis zur Kläranlage) wird vom HB Kogenerget (Alt- heim) aus über eine Verbindungsleitung (entlang der GV-Straße Bruckfelden zum Kreisverkehr K 7785) versorgt.
Altheim Altheim besitzt zwei Druckzonen. Die Hochzone (nördlicher Teil bis zur Schulstraße bzw. Zum Vogelsang) wird vom Hochbehäl- ter Windhalde aus versorgt; daran hängen auch Gaiswinkel, der Außenhof Kienzle sowie die Obere Mühle. Der restliche Teil von Altheim, die Niederzone, sowie Ahäusle, Bruckfelden und Elisabethenhof werden vom HB Kogenerget aus versorgt. Dieser zweikammerige Behälter be- sitzt ein Fassungsvermögen von 500 m³, wobei hiervon 100 m³ zur Löschwasserbevorratung zurückgehalten werden. Der Altheimer Behälter wird von der Quelle Frankenöhrle gespeist (Schüttung ca. 6,0 l/s). Zusätzlich wird Trinkwasser zur Mischung mit den Quellen in Rickerts- weiler zum Pumpwerk Rickertsweiler gepumpt. Der HB Rickertsweiler und das PW Rickerts- weiler versorgen neben Rickertsweiler auch die Weiler Steigen, Pföhrendorf, Heimatsweiler, Bärweiler sowie die Gailhöfe, Riedhöfe und Berghöfe.
Leustetten Leustetten besitzt zwei Druckzonen. Die Hochzone (Neubaugebiet Öschle) wird vom Hoch- behälter Steinenberg aus versorgt. Der HB Steinenberg besitzt ein Fassungsvermögen von 160 m³, davon 95 m³ für Löschwasserversorgung. Der Hochbehälter wird gefüllt von der Quelle Klause Egg, mit einer Schüttung von ca. 1,0 l/s. Vom HB Steinenberg aus werden auch die Weiler Steinenberg, Finkenhausen sowie der Hof Hummel versorgt. Die Niederzone (Ort Leustetten sowie Lampach) bekommen ihr Wasser vom HB Hofäcker. Die Bodenholzquelle schüttet ca. 1,1l/s. Der Behälter hat ein Volumen von 203 m³, wovon für Löschwasser 95 m³ vorgehalten werden.
Durch die erwähnten Verbundleitungen ist eine höchstmögliche Versorgungssicherheit ge- währleistet. In den Hochbehältern Windhalde, Kogenerget, Hofäcker und Steinenberg sind UV-Anlagen zur Vermeidung von Verkeimung eingebaut. Die Wasserwerte sind insofern nicht zu beanstanden und werden regelmäßig von einem unabhängigen Labor und vom Landrats- amt Bodenseekreis geprüft.
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Wesentliche Werksdaten Frickingen ▪ Hochbehälter Windhalde - Zentralbehälter - o Inhalt Wasserkammern
1.000 m³ o davon Löschwasserreserve
140 m³ o Erweitert und saniert 1995/1996 o Verbund zum HB Hofäcker / HB Kogenerget / PW Rickertsweiler
Altheim ▪ Hochbehälter Kogenerget o Inhalt Wasserkammer
500 m³ o davon Löschwasserreserve
100 m³ o Erbaut 1978, saniert 1996 o Verbund zum HB Windhalde / PW Rickertsweiler
Leustetten ▪ HB Hofäcker o Inhalt Wasserkammer
203 m³ o davon Löschwasserreserve
85 m³ o Erbaut 1955 o Verbund zum HB Windhalde
▪ HB Steinenberg o Inhalt Wasserkammer
154 m³ o davon Löschwasserreserve
85 m³ o Komplett san