Technische Werke Friedrichshafen GmbH Konzernlagebericht 2025 Friedrichshafen; Diversifiziertes Geschäft in ÖPNV, Parkhäuser, Telekom, E-Mobilität

Microsoft Word - Anlage 6 Konzernlagebericht TWF

Anlage 6

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Technische Werke Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2025

1 Grundlagen des Unternehmens ……………………………………………………………… 2 1.1 Geschäftsmodell ……………………………………………………………………………………………………. 2 1.1.1 Allgemeines und Konzernstruktur …………………………………………………………………… 2 1.1.2 Leistungserbringung ……………………………………………………………………………………….. 3 1.2 Strategie und Ziele ………………………………………………………………………………………………… 4 1.3 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren …………………………………………….. 4 2 Wirtschaftsbericht …………………………………………………………………………………. 5 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen …………………………………………………………. 5 2.2 Geschäftsverlauf ……………………………………………………………………………………………………. 6 2.3 Wirtschaftliche Entwicklung ……………………………………………………………………………………. 7 2.3.1 Ertragslage ……………………………………………………………………………………………………… 7 2.3.3 Vermögens- und Finanzlage …………………………………………………………………………… 8 2.4 Bericht zu den einzelnen Geschäftsbereichen ……………………………………………………….. 8 3 Personalbericht …………………………………………………………………………………… 13 4 Prognose-, Risiko- und Chancenbericht ……………………………………………….. 13 4.1 Prognosebericht …………………………………………………………………………………………………… 13 4.2 Risikobericht ………………………………………………………………………………………………………… 14 4.3 Chancenbericht ……………………………………………………………………………………………………. 15

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1 Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell 1.1.1 Allgemeines und Konzernstruktur Gegenstand der in den Konzern einbezogenen Unternehmen ist  die Strom-, Gas-, Wasser- und Wärmeversorgung  die Durchführung von öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV)  die Errichtung und der Betrieb von Parkhäusern  das Erbringen von Telekommunikationsdienstleistungen  die Erzeugung von Energie mit dezentralen Erzeugungsanlagen sowie die Erbringung sonstiger Dienstleistungen  den Betrieb von Ladeinfrastruktur sowie Dienstleistungen im Bereich der E-Mobilität

Folgende Gesellschaften werden in den Konzernabschluss vollkonsolidiert:  Stadtwerk am See GmbH & Co. KG (SWSee)  Technische Werke Friedrichshafen GmbH (TWF)  TeleData GmbH (TD)  Stadtverkehr Friedrichshafen GmbH (SVF)  STADTWERK MOBILITY PLUS GmbH & Co. KG (vorm. SWSee Solarkraftwerk Eigeltingen GmbH & Co. KG) (SMP)

Darüber hinaus hält der Konzern Anteile an folgenden assoziierten Unternehmen, die über eine at-equity Bewertung Eingang in den Abschluss finden:  Bodensee-Oberschwaben-Bahn GmbH & Co. KG: Durchführung von Schienenpersonennahverkehr auf der Strecke von Friedrichshafen nach Aulendorf  GVO Gashandelsgesellschaft mbH i.L.: Erbringung von energiewirtschaftlichen Leistungen, insbesondere die Beschaffung und der Handel mit Erdgas  Hagnauer Gemeindewerke GmbH: Eigentum und Betrieb der Wasserversorgung in der Gemeinde Hagnau sowie Eigentum und Verpachtung des Gasnetzes und des Stromnetzes der Gemeinde Hagnau  ImmoTherm GmbH: Bau und Betrieb von Wärmeanlagen  Katamaran-Reederei Bodensee GmbH & Co. KG: Durchführung von öffentlichem Personennahverkehr auf dem Bodensee mittels Wasserfahrzeuge  NetzWerkStadt GmbH & Co. KG: Erbringung energiewirtschaftlicher und technischer Dienstleistungen  Regionalwerk Bodensee GmbH & Co. KG: Betrieb von Energieversorgungsnetzen und Versorgung von Kunden mit Energie  Seewärme Meersburg GmbH: Durchführung Nahwärmeversorgung im Stadtgebiet Meersburg  SWSee Solarkraftwerk Helchenhof GbR: Betrieb eines Solarkraftwerks  SWSee Solarkraftwerk Hofgut Rengoldshausen GbR: Betrieb eines Solarkraftwerks  SWSee Solarkraftwerk Kurt-Wilde-Str. GbR: Betrieb eines Solarkraftwerks  Windkraft Bodensee-Oberschwaben GmbH & Co. KG: Projektentwicklungsgesellschaft für Windkraftprojekte  Zweckverband Gasversorgung Oberschwaben: Transport von Gas

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1.1.2 Leistungserbringung Wir erbringen Leistungen in den Geschäftsfeldern  Energiesysteme und Energieerzeugung  Energie- und Wasserverteilung  Energie- und Wasserverkauf  Dienstleistungen  Telekommunikation  Mobilität und Parkierung Energie in Form von Strom und Wärme gewinnen wir in einer Vielzahl dezentraler Anlagen verbrauchsnah und verkaufen sie an Privat- und Gewerbekunden. Hierbei handelt es sich vor- wiegend um Energie aus Solarthermie, PV-Anlagen, Gasbrennwerttechnik, Blockheizkraft- werke und Holzhackschnitzelbefeuerungsanlagen. Grundlage für den Netzbetrieb sind unsere energiewirtschaftlichen Konzessionen. Neben den Konzessionen für Strom, Gas und Wasser in Friedrichshafen und Überlingen halten wir weitere Konzessionen in Kommunen der Bodenseeregion. Das Vertriebsgebiet für den Strom- und Gasverkauf ist die Bundesrepublik Deutschland mit Schwerpunkt in der erweiterten Bodenseeregion. Über unsere Zweitmarke „BodenseeEnergie“ bieten wir Strom und Gas bundesweit an. Für die Belieferung unserer Kunden haben wir die Verträge mit den jeweiligen Netzbetreibern abgeschlossen. Der Wasserverkauf an Endkunden findet hauptsächlich in den Städten Friedrichshafen und Überlingen statt. Darüber hinaus findet eine Belieferung an sog. Weiterverteiler (u.a. Gemein- den Immenstaad, Owingen und Markdorf) statt. Wir erbringen energienahe Dienstleistungen durch Bau und Betrieb technischer Anlagen für Industrie, Gewerbebetriebe, Stadtwerke und Kommunen sowie Abrechnungsdienstleistungen für Kommunen und andere Energieversorger. Außerdem betreuen wir in der Region mehrere Verkehrsunternehmen.

In den Regionen Bodensee, Hegau und Oberschwaben erbringen wir Telekommunikations- und Internetdienste für Privat-, Geschäfts- und Industriekunden. Das Leistungsspektrum um- fasst Telekommunikationslösungen wie Internet, Telefon, Fernsehen und Datacenter- sowie Cloudprodukte. Dabei bedient sich das Unternehmen aller gängigen Übertragungsmedien – Glasfaser-, Kupfer-, und drahtloser Technik. Diese finden Anwendung in überregionalen Net- zen, Stadtnetzen und lokalen Netzsegmenten. Die Basis der Hosting- und Housingprodukte bilden die mehrfach redundanten eigenen Rechenzentren.

In Friedrichshafen betreiben wir derzeit vier Parkhäuser. Darüber hinaus erbringen wir Dienst- leistungen im Bereich Parkhausbetrieb in der Region Bodensee-Oberschwaben. Weiterhin betreiben wir den öffentlichen Verkehr mit Bussen im Linienbündel Friedrichshafen.

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1.2 Strategie und Ziele Aus übergeordneter Sicht stehen wir immer noch vor großen Herausforderungen: Die Strom-, Wärme- und Verkehrswende prägen unser Handeln. Gleichzeitig stehen wir noch vor vielen Unsicherheiten im gesetzgeberischen Ordnungsrahmen hierzu. Derzeit lassen sich aus der Stromwende noch keine eindeutigen Entwicklungen ableiten. Zwar ist mit einem steigenden Strombedarf zu rechnen – insbesondere durch die zunehmende Ver- breitung elektrisch betriebener Fahrzeuge und Heizungen. Gleichzeitig erwarten wir jedoch eine verstärkte Eigenproduktion und Optimierung des Stromverbrauchs. Aus der Verkehrswende – dem gezielten Übergang vom Individualverkehr hin zum öffentlichen Personennahverkehr – ergeben sich für unser Geschäftsmodell derzeit keine direkten Auswir- kungen, da dieser Bereich nicht zu unserem Kerngeschäft zählt. Gleichwohl ist für uns die Weiterentwicklung und Ausweitung unserer verkehrswirtschaftlichen Dienstleistungen von zentraler Bedeutung. Die Wärmewende stellt den bedeutendsten volkswirtschaftlichen Hebel dar, an dieser wollen wir aktiv teilhaben. Wir setzen daher unseren Wachstumskurs fort:  Im Fokus sind Vorhaben, die mehr oder weniger zweifelsfrei anstehen.  Im Vertrieb setzen wir auf bedachtsames Kundenwachstum.  Innerbetrieblich setzen wir auf Konsolidierung. Die grundsätzliche Geschäftstätigkeit im Bereich Telekommunikation liegt im strukturierten Breitbandausbau mit der Verbreitung unserer Produkte im Netzgebiet. 1.3 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Wir achten auf eine nachhaltige Stabili- tät unserer Finanz- strukturen. Maßstab hierfür ist eine ange- messene Eigenkapi- talausstattung unse- rer Unternehmens- gruppe im Verhältnis zur Bilanzsumme. Im operativen Betrieb steuern wir unser Ergebnis in besonderem Maße durch Beobachtung und Einflussnahme auf Umsatz und den hieraus re- sultierenden Rohertrag. Alle Indikatoren befanden sich 2025 über Plan. Wesentlichen Einfluss auf die Planüberschreitung haben die über Plan liegenden sonstigen Erträge sowie das über- planmäßige Beteiligungsergebnis des Konzerns. Auch gegenüber dem Vorjahr konnte der Jahresüberschuss daher gesteigert werden. Das Eigenkapital hat sich durch die The- saurierung von Ge- winnrücklagen ge- genüber Vorjahr um 11,8 Mio. EUR er- höht. Da sich die Bilanzsumme in geringerem Maße erhöht hat, steigt die Eigenkapitalquote. Finanzielle Leistungsindikatoren 2024 2025 2025 2025 Absolute Größen Ist Plan Ist Abw. Ist/Plan Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR Umsatz 424,2 378,6 397,8 19,2 Rohertrag 89,8 91,3 108,9 17,6 Jahresüberschuss 10,2 5,3 15,0 9,7 Finanzielle Leistungsindikatoren 2024 2025 2025 2025 Kennzahlen Ist Plan Ist Abw. Ist/Plan % % % % absolut Eigenkapitalquote 38,3 38,3 40,5 2,1

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2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ist laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2025 um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen, nachdem die Wirtschaft zuvor zwei Rezessionsjahre erlebt hatte. Die Inflationsrate blieb 2025 auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr und lag – nach einer deutlichen Normalisierung im Jahr 2024 mit 2,2 % – weiterhin im Bereich des angestrebten Zwei-Prozent-Niveaus. Die Energiewirtschaft war 2025 primär geprägt von:  Streben der Bundesregierung nach beschleunigtem Ausbau erneuerbarer Energien.  Politisches Tauziehen um die Wärmewende. Gemäß Wärmeplanungsgesetz (WPG) und Gebäudeenergiegesetz (GEG) gibt es einen gesetzlichen und regulatorischen Rahmen für die Transformation zu einem höheren Anteil erneuerbarer Energien in Wärmenetzen und Einzelcontracting-Anlagen. Dabei ist zu beachten, dass beim Austausch bestehender KWK-Anlagen das GEG keine klaren gesetzlichen Vorgaben gibt, was zu Unsicherheiten bei Kunden und Wärmeversorgern führt.  Der Wettbewerb im Strom- und Gasvertrieb war von sehr hohem Wettbewerbsdruck ge- prägt. Trotz leichter Kunden- und Mengenverluste stehen unsere Vertriebskanäle stabil da. Das von der Europäischen Kommission vorgestellte Maßnahmenpaket „Fit for 55“ zur Umset- zung des Green Deal hat ehrgeizige Ziele: Reduzierung der Netto-Treibhausgasemissionen bis 2030 um 55 % im Vergleich zu 1990 sowie ein klimaneutrales Europa bis 2050. Mit ihrer Hilfe sollen die Klimaziele bei gleichzeitiger Neuausrichtung unserer Wirt