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title: "Regierung Graubünden veröffentlicht Erfolgskontrolle Jahresprogramm 2025; Klimaschutzgesetz tritt 31.12.2025 in Kraft"
sdDatePublished: "2026-06-15T13:23:00Z"
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Regierung Graubünden veröffentlicht Erfolgskontrolle Jahresprogramm 2025; Klimaschutzgesetz tritt 31.12.2025 in Kraft

Erfolgskontrolle JP 2025.indd

Erfolgskontrolle Jahresprogramm 2025
Jahresrechnung 2025
Erfolgskontrolle Jahresprogramm 2025
Einleitung
Das Regierungsprogramm und der Finanzplan sind gemäss Verfassung des Kantons
Graubünden (BR 110.100) die zentralen Instrumente der strategischen und politischen
Steuerung. Sie bilden gemeinsam die mittelfristige Schwerpunktplanung der Regierung.
Die darin enthaltenen Entwick-lungsschwerpunkte der Regierungstätigkeit werden jeweils
in den Jahresprogrammen konkretisiert. Im Rahmen der Erfolgskontrolle wird schliesslich
Rechenschaft über den Umsetzungsstand der einzelnen Jahresziele abgelegt.
In der nachfolgenden Abbildung ist die politische Planung resp. der konkrete Planungs-
prozess des Kantons Graubünden schematisch dargestellt.
REGIERUNGSPROGRAMM
Die Regierung legt im Rahmen der übergeordneten poli-
tischen Ziele und Leitsätze die strategischen Regierungsziele
fest und bestimmt Entwicklungsschwerpunkte mit konkreten
Massnahmen zum Erreichen der Regierungsziele.
ERLASS
ÜBERGEORDNETE POLITISCHE
ZIELE UND LEITSÄTZE
Augustsession 2023
BOTSCHAFT,
REGIERUNGSPROGRAMM
& FINANZPLAN
Kenntnisnahme bzw. Beschluss
Februarsession 2024
FINANZPOLITISCHE RICHTWERTE
Der Grosse Rat legt die ﬁnanzpolitischen Richtwerte fest.
FINANZPLAN
Die Regierung erstellt den Finanzplan.
ÜBERGEORDNETE POLITISCHE ZIELE
Der Grosse Rat legt die übergeordneten politischen
Ziele und Leitsätze fest. Die Grundlagen dazu erarbeitet
die KSS zusammen mit der Regierung.
Übersicht der politischen Planung im Kanton Graubünden
Planungsphase 2023 & 2024
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Erfolgskontrolle Jahresprogramm 2025
Jahresrechnung 2025
BUDGET, FINANZPLAN
& JAHRESPROGRAMM
Kenntnisnahme
Dezembersession 2024 – 2027
JAHRESPROGRAMM
Die Regierung setzt die auf vier Jahre ausgelegten
Entwicklungsschwerpunkte anhand von Jahreszielen
und Massnahmen um.
ERFOLGSKONTROLLE DES REGIERUNGSPROGRAMMS
Die Regierung überprüft die Umsetzung des Regierungs-
programms.
JAHRESBERICHT
Die Regierung überprüft die Erreichung der Jahresziele
mittels Erfolgskontrolle.
4x
JAHRESRECHNUNG
Kenntnisnahme
Junisession 2026 – 2029
BOTSCHAFT
REGIERUNGSPROGRAMM
& FINANZPLAN
Kenntnisnahme
Junisession 2029
Der Grosse Rat genehmigt das Budget.
Der Grosse Rat genehmigt die Jahresrechnung.
Umsetzungsphase 2025–2028
Die vorliegende Erfolgskontrolle gibt Auskunft über die Umsetzung der im Rahmen des
Jahresprogramms 2025 formulierten Jahresziele.
Dreistufige Kategorisierung
Die Zielerreichung wird durch eine dreistufige Kategorisierung bewertet.
Zielerreichung
Erläuterung
Ziel
erreicht
Das im Jahresprogramm formulierte Jahresziel ist vollständig
oder weitgehend erreicht (substanzielle Elemente des Jahres-
ziels konnten vollständig resp. weitgehend umgesetzt werden).
Ziel
teilweise
erreicht
Das im Jahresprogramm formulierte Jahresziel ist teilweise
erreicht (substanzielle Elemente des Jahresziels konnten nur
teilweise umgesetzt werden).
Ziel nicht
erreicht
Das im Jahresprogramm formulierte Jahresziel ist nicht oder
nur ansatzweise erreicht (substanzielle Elemente des Jahres-
ziels konnten nicht bzw. nur ansatzweise umgesetzt werden).
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Erfolgskontrolle Jahresprogramm 2025
Jahresrechnung 2025
23
Erfolgskontrolle Jahresprogramm 2025
In Kürze
•
Die Umsetzung der 2024 verabschiedeten Personalstrategie 2024–2028 befindet
sich auf Kurs. Im Berichtsjahr konnten in der Erarbeitung der Rekrutierungsstrategie
und auch in der Entwicklung einer gemeinsamen Kultur und eines Führungsleitbilds
massgebliche Fortschritte erzielt werden. Im Bereich der Personalentwicklung wurde
ein Konzept für eine Nachfolgeplanung erarbeitet, welches 2026 in der Verwaltung
ausgerollt werden soll.
•
Auch im Bevölkerungsschutz- und Gesundheitsbereich konnten im Jahr 2025 wich-
tige Meilensteine erreicht werden. So wurde beispielsweise das teilrevidierte Bevöl-
kerungsschutzgesetz vom Grossen Rat einstimmig verabschiedet. Zudem wurde die
Vernehmlassungsunterlage zum Gesundheitsgesetz erstellt.
•
Im April 2025 wurde das Gesetz über die Förderung und Finanzierung von Massnah-
men zu Klimaschutz und Innovation in Graubünden vom Grossen Rat beschlossen.
Die Regierung hat die Inkraftsetzung des Gesetzes auf den 31. Dezember 2025 fest-
gelegt und die dazugehörige Ausführungsverordnung beschlossen. Des Weiteren hat
die Regierung die Botschaft zum Gesetz über die Höhere Berufsbildung verabschie-
det.
•
In der Junisession 2025 hat der Grosse Rat das Gesetz über die Förderung von
Wohnraum gutgeheissen. Mit der Inkraftsetzung des neuen respektive totalrevidier-
ten Gesetzes werden die Förderkriterien betreffend Verbesserung der Wohnverhält-
nisse im Berggebiet angepasst und mehr Mittel zur Verfügung gestellt.
•
Die geplanten Angebotsausbauten im öffentlichen Verkehr wurden planmässig um-
gesetzt. Zudem konnte der Aus- und Umbau von Bushaltestellen und Bahnhöfen
sowie der Infrastrukturen für den Langsamverkehr weiter vorangetrieben werden.
Auch beim Strassenverkehr konnte der geplante Aus- und Neubau der Haupt- und
Verbindungsstrassen weitgehend realisiert werden.

Erfolgskontrolle Jahresprogramm 2025
Jahresrechnung 2025
Umsetzungsstand Jahresziele 2025
Regierungsziel 1 Verwaltung und Finanzen
Staatliche Leistungen möglichst digital erbringen, attraktive Arbeit­geberin sein sowie für
nachhaltig ausgerichtete Finanzen und mode­rate Steuern einstehen.
ES 1.1 Beschleunigung der digitalen Transformation in der Verwaltung und verstärkter
Schutz vor Cyberrisiken
Die digitale Transformation der kantonalen Verwaltung wird zugunsten der Bevölkerung und der Wirt-
schaft des Kantons Graubünden beschleunigt.
Massnahme RP
Die «Strategie digitale Verwaltung Kanton Graubünden 2024–2028» wird umge-
setzt
Jahresziel
Ein Katalog für digitale Leistungen ist erstellt und die Zielvereinbarun-
gen sind unterzeichnet. Die Kommunikation und Unterstützung für die
digitale Transformation sind eingeführt und die Koordinationsstelle für
Gemeinden ist aufgebaut.
Erläuterungen
Beurteilung Jahresziel 2025
Als Grundlage für die Digitalisierung von Behördenleistungen für die Bevölkerung
und Wirtschaft sowie für verwaltungsinterne Leistungen über die föderalen Ebe-
nen hinweg wurde eine erste Version eines Leistungskatalogs erarbeitet. Dieser
wird weiter ausgebaut.
Die Grundlagen für die Zielvereinbarungen mit den Dienststellen zur Digitalisie-
rung von Behördenleistungen wurden ausgearbeitet.
Zur Unterstützung der Mitarbeitenden im Rahmen des digitalen Wandels wurden
ein Kommunikationskonzept sowie ein entsprechendes Beratungs- und Unter-
stützungsangebot in den Bereichen Führungsentwicklung, Weiterbildung und
Change-Management erarbeitet und eingeführt.
Die Koordinationsstelle für die Zusammenarbeit der Gemeinden mit dem Kanton
im Bereich der digitalen Verwaltung wurde erfolgreich aufgebaut und hat ihre
operative Tätigkeit aufgenommen.
Berichterstattung Umsetzung «Strategie digitale Verwaltung Kanton Grau-
bünden 2024–2028»
Bezugnehmend auf den Beschluss des Grossen Rats zur «Strategie digitale Ver-
waltung Kanton Graubünden 2024–2028» (Strategie DVGR; Botschaft Heft Nr.
2/2023-2024, S. 121) wird nachstehend über den aktuellen Umsetzungsstand
und die Effizienzsteigerung sowie das mittel- und langfristige Einsparungspoten-
zial der Strategie DVGR berichtet.
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Erfolgskontrolle Jahresprogramm 2025
Jahresrechnung 2025
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Der erfolgreiche Organisationsaufbau des ersten Umsetzungsjahres 2024 setzte
sich im zweiten Jahr in gleichem Masse fort. Die Stabsstelle Digitale Verwaltung
(STABDV) und das Amt für Informatik konnten 9,7 der ab dem Jahr 2025 bewil-
ligten 10,9 Vollzeitstellen besetzen. Mit dem Stellenaufbau wurde die Grundlage
für die digitale Transformation der kantonalen Verwaltung weiter ausgebaut. Die
Umsetzung der Strategie DVGR verläuft mehrheitlich planmässig. Von den 31
strategischen Massnahmen befinden sich 24 in Umsetzung. Das ePortal wurde
weiter ausgebaut und bildet die zentrale Einstiegsplattform für digitale Behör-
denleistungen. Der Bevölkerung und den Unternehmen standen per Ende Jahr
46 digitale Dienstleistungen in 11 unterschiedlichen Bereichen zur Verfügung.
Den grössten Zuwachs an digitalen Leistungen verzeichnen insbesondere die
Bereiche Mobilität und Energie, Migration und Integration sowie Wirtschaft und
Arbeit. Das ePortal wurde kontinuierlich durch neue Funktionen ergänzt. Dazu
zählen beispielsweise die Online-Bezahlmöglichkeit oder das Behördenlogin
AGOV (Authentifizierungsdienst der Schweizer Behörden). Mehr als 3000 Perso-
nen registrierten sich per Ende 2025 für ein eKonto. Das ePortal verzeichnet im
Durchschnitt etwa 1500 Benutzerinnen und Benutzer pro Woche. Rund 50 000
Behördengänge wurden im Jahr 2025 über Onlineformulare abgewickelt.
Die Zahlen belegen nicht nur das wachsende Interesse an digitalen Dienstleis-
tungen, sondern weisen zugleich auf ein hohes Vertrauen in die digitalen Behör-
denleistungen hin. Die nächsten zentralen Entwicklungsschritte umfassen den
Ausbau des digitalen Briefkastens für die Zustellung von Entscheiden auf dem
digitalen Weg sowie die Funktionen für juristische Personen und Vertretungs-
möglichkeiten.
Das Personalamt unterstützt die Verwaltungseinheiten bei der digitalen Trans-
formation, indem es Angebote im Change-Management, in der Team- und Or-
ganisationsentwicklung und zu neuen digitalen Arbeitsformen bereitstellt. Zur
gezielten Unterstützung von Führungskräften bei der Gestaltung der digitalen
Transformation wurde ein entsprechendes Bildungskonzept erarbeitet. Dazu ge-
hören regelmässige Impulsreferate sowie ein Zertifikatslehrgang, welcher mit der
Fachhochschule Graubünden entwickelt wurde.
Die Aktivitäten im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) wurden in der kantonalen
Verwaltung Graubünden deutlich ausgeweitet. In diesem Zusammenhang rich-
tete die STABDV eine zentrale Ansprechstelle ein. Mehrere Pilotprojekte, bei-
spielsweise zu automatisierter Transkription, Wissensmanagement oder Kom-
munikationstexten, wurden umgesetzt. Zudem wurde eine interne KI-gestützte
Übersetzungsanwendung bereitgestellt. Im Rahmen von insgesamt 28 Kursen
absolvierten 10 % der Mitarbeitenden der kantonalen Verwaltung eine zweistufi-
ge Weiterbildung im Bereich KI. Ein zentrales Vorhaben war die gemeinsam mit
den Kantonen Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Thurgau, St.
Gallen und dem Fürstentum Liechtenstein ausgearbeitete KI-Potenzialanalyse.

Erfolgskontrolle Jahresprogramm 2025
Jahresrechnung 2025
Basierend auf dieser Potenzialanalyse wird die Regierung die weiteren Ausbau-
schritte im Bereich KI im Rahmen der Umsetzung der «Strategie digitale Verwal-
tung Graubünden 2024–2028» beschliessen.
Parallel zur Digitalisierung von Dienstleistungen müssen analoge Wege weiterhin
aufrechterhalten werden, um allen Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu Ver-
waltungsdienstleistungen zu gewährleisten. Das bedeutet, dass mittelfristig kei-
ne spürbaren Einsparungen realisiert werden können. Vielmehr fallen weiterhin
Kosten für das Aufrechterhalten des analogen Betriebs an, was die Einsparungen
durch Digitalisierungsmassnahmen einschränkt. Die Investitionskosten und der
interne Personalaufwand für den Aufbau digitaler Verwaltungsleistungen führen
dazu, dass etwaige Einsparungen erst nach mehreren Jahren ihre Wirkung ent-
falten können. Mögliche Einsparpotenziale werden durch die Verlagerung von ad-
ministrativen Fachkräften zu IT- und Fachspezialisten weitgehend ausgeglichen,
da zusätzlicher Aufwand für Betrieb, Weiterentwicklung und Unterhalt digitaler
Leistungen entsteht.
Im Sinne eines zeitgemässen Service public bringt die Digitalisierung von Verwal-
tungsleistungen für Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger weitreichende
Vorteile. Dazu zählen Zeitersparnisse, indem die digitalen Dienstleistungen an
sieben Tagen pro Woche, rund um die Uhr zur Verfügung stehen und der Schal-
tergang zunehmend entfällt. Zudem werden bei der Nutzung digitaler Leistungen
unter bestimmten Voraussetzungen bereits