KEG Bayern fordert Rücknahme der Notmaßnahmen zu Teilzeit und Ruhestand in Bayern; 28-UPZ-Absenkung gefordert.

„Die Herausforderungen für die Lehrkräfte an unseren Grund- und Mittelschulen sind enorm – deshalb brauchen wir starke KEG-Personalvertretungen!“

„Die Herausforderungen für die Lehrkräfte an unseren Grund- und Mittelschulen sind enorm – deshalb brauchen wir starke KEG-Personalvertretungen!“

Die KEG Bayern nimmt die aktuellen Rückmeldungen unserer Beschäftigten an Schulen im Freistaat Bayern sehr ernst. Einschränkungen bei familienpolitischen Teilzeitregelungen, das Stellenmoratorium sowie die weiterhin wirkenden Maßnahmen des sogenannten „Piazolo-Pakets“ sorgen bei vielen Kolleginnen und Kollegen für Frust, Unsicherheit und Enttäuschung.

„Lehrkräfte tragen täglich enorme Verantwortung – für Bildung, Erziehung, Inklusion, Sprachförderung und vieles mehr. Gleichzeitig steigen Belastung, Bürokratie und Druck immer weiter an. Es braucht endlich echte Reformen und keine Symbolpolitik“, erklärt der Landesvorsitzende der KEG Bayern, Martin Goppel.

Besonders kritisch sieht die KEG Bayern die Situation an Grund- und Mittelschulen. Gerade dort sind viele Lehrkräfte auf flexible Arbeitszeitmodelle angewiesen, um Familie, Gesundheit und Beruf überhaupt vereinbaren zu können.

Lehrkräfte tragen täglich Verantwortung für Unterrichten, Erziehen, individuelle Förderung und Inklusion, Sprach- und Demokratieförderung, Beratung und Begleitung der Schülerinnen und Schüler und Eltern, Leistungsbewertung und Prüfungen, Klassenleitung, Schulentwicklung, Kooperation und Austausch im Kollegium, Aufsicht, Digitalisierung, Verwaltungsaufgaben, Fortbildungen - häufig parallel zu privaten Belastungen.

Die Belastung ist zu hoch und die Sorgen berechtigt. Sie müssen endlich politisch ernst genommen werden.

Die Vereinbarkeit von Familie, Gesundheit und Beruf ist im Bildungswesen keine Nebensache, sondern Grundvoraussetzung.

Die KEG Bayern fordert deshalb:

Rücknahme der Notmaßnahmen zu Teilzeit & Ruhestand – jetzt!

Bessere Arbeitsbedingungen = Gesundheitsschutz für Lehrkräfte

Entbürokratisierung, da geht noch mehr

Besoldung für Schul- und Seminarleitungen anheben

TV-L-Anpassungen zeit- und inhaltsgleich übernehmen

mehr Anrechnungsstunden - insbesondere für Schulen mit besonderen sozialen Profilen, wie Startchancen-Schulen

Darüber hinaus fordert die KEG Bayern eine deutliche Absenkung der Mindestunterrichtsverpflichtung (28 UPZ pro Woche) an diesen beiden Schularten. Die derzeitigen Regelungen seien für viele Kolleginnen und Kollegen kaum noch mit familiären Belastungen vereinbar. Denn die allgemeine beamtenrechtliche Regelung sieht grundsätzlich ein Mindestmaß von 50 Prozent der Arbeitszeit vor - dies entspräche im schulischen Bereich etwa 14 Stunden zuzüglich Vor- und Nachbereitung, Elternarbeit, Verwaltungstätigkeiten, Klassleitung und schulischer Verwaltung. Wir stehen also bei über 8o Prozent. Hier sieht die KEG Bayern erheblichen Handlungsbedarf.

Trotz aller Herausforderungen bleibt die KEG Bayern bewusst hoffnungsvoll.

„Wir brauchen starke Personalvertretungen, die Probleme klar ansprechen, aber gleichzeitig Brücken bauen und Lösungen suchen“, so Martin Goppel. „Unsere Kandidatinnen und Kandidaten stehen für Haltung, Menschlichkeit und echte Nähe zu den Kolleginnen und Kollegen. Wer Bildung stärken will, muss die Menschen stärken, die sie täglich tragen.“

Mit Blick auf die Personalratswahl 2026 setzt die KEG Bayern deshalb auf Dialog, Verantwortung und konkrete Verbesserungen für den Schulalltag.

Setzen Sie deshalb bei der Personalratswahl 2026 auf die Kandidatinnen und Kandidaten der KEG Bayern.

KEG Bayern – weil Bildung Haltung braucht. Persönlich für dich da.

Pressekontakt KEG Bayern: presse@keg-bayern.de mobil: 0175 8880143 Pressefotos: https:

Über die KEG Bayern: Die KEG Bayern ist ein katholischer Berufsverband für Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte in Bayern. Sie setzt sich für qualitätsvolle Bildung, christliche Werteorientierung und eine starke Stimme kirchlicher Pädagoginnen und Pädagogen in Gesellschaft und Politik ein.