Fördern & Wohnen prüft Nutzung des Areals Hohensasel zwischen Feldblumenweg und Mellingburgredder in Sasel; Frühzeitige Einbindung von Bezirksgremien und Anwohnern gefordert
Drucksache - 22-3864
Die Flä che „ Hohensasel“ , gelegen zwischen dem Feldblumenweg und dem Mellingburgredder (Flurstü cke 4294 und 10056 der Gemarkung Sasel), rü ckt zunehmend in den Fokus der stä dtebaulichen und sozialpolitischen Betrachtung. Das stä dtische Unternehmen Fö rdern & Wohnen (F&W) prü ft derzeit Planungen fü r eine kü nftige Nutzung dieses Areals.
Diese Planungen berü hren ein politisches Spannungsverhä ltnis:
Soziale Verantwortung und Verteilungsgerechtigkeit: Als Bezirkspolitik bekennen wir uns ausdrü cklich zu unserer Verantwortung bei der Unterbringung von geflü chteten Menschen. Ziel muss eine gesa mtstä dtisch faire, transparente und sozial verträ gliche Verteilung von Unterkü nften sein, die eine gelingende Integration von Anfang an ermö glicht.
Erhalt von Natur- und Grü nrä umen: Gleichzeitig wä chst im dicht besiedelten Hamburger Raum die Bedeutung von innerstä dtischem Grü n. Der Erhalt von Freiflä chen ist fü r das Mikroklima, den Naturschutz und die Lebensqualitä t der Bü rgerinnen und Bü rger im Stadtteil von unschä tzbarem Wert.
Bei den Anwohnerinnen und Anwohnern vor Ort sorgen die im Raum stehenden Plä ne verstä ndlicherweise fü r Diskussionen und teils erhebliche Verunsicherung. Um die Akzeptanz fü r politische oder stä dtebauliche Entscheidungen zu schaffen, ist ein transparentes Verfahren zwingend erforderlich.
Daher ist es dringend notwendig, sowohl die bez irklichen Gremien als auch die Anwohnerinnen und Anwohner frü hzeitig einzubinden. Nur durch eine offene Kommunikation vor Ort kö nnen Sorgen ernst genommen und Fehlinformationen abgebaut werden.
Die zustä ndige Fachbehö rde wird gebeten, die aktuellen Planungen von Fö rdern & Wohnen fü r die Nutzung der Flä che „ Hohensasel“ zwischen Feldblumenweg und Mellingburgredder (Flustü cke 4294 und 10056 der Gemarkung Sasel) mit ausreichend Vorlauf vor einer mö g l ichen Umsetzung den bezirklichen Gremien sowie den Anwohnerinnen und Anwohner n vorzustelle n, z.B. durch eine ö ffentliche Veranstaltung vor Ort.
Dabei sind insbesondere die baulichen
stä dtebaulichen Ü berlegungen, die verkehrliche Erschließ ung, die Abwickl ung der Mü llentsorgung sowie sonstiger Anlieferungen, Eingriffe in den Naturraum und die damit verbundenen Ausgleichsmaß nahmen, Art und Umfang der Nutzung bzw. Belegung, sowie das geplante sozialpä dagogische Betreuungs- und Begleitungskonzept darzulegen.